Die nachfolgenden Veranstaltungen bilden die Grundlage für den Bachelorstudiengang Medieninformatik an der Universität Ulm. Die Veranstaltungen können Teil anderer Studienprogramme sein.

Die Aufzählungsreihenfolge lehnt sich an die ideale Abfolge im Verlauf des Studienprogramms an.

Grundlagen der Gestaltung I

Einordnung

Pflichtmodul (B.Sc. MI)

Lernziele

Die Studierenden sind in der Lage, grundlegende Elemente der Gestaltung praktisch einzusetzen. Die gestalterischen Mittel der Typografie und Dramaturgie können konzeptionell und praktisch angewandt werden. Das darüber hinaus vermittelte Wissen über Wahrnehmungstheorie und Medienwissenschaft befähigt die Studierenden zur Beurteilung bestehender Systeme.

Die Grundlagen der Gestaltung erörtern die elementaren Methoden zur systematischen Formfindung auf der Basis planmässiger, nachvollziehbarer und/oder serieller Prozesse, darunter: Kompositionsübungen, Parameter- und Eigenschaftsuntersuchungen, (lineare, ein- und zweidimensionale) Transformationen, Rastersysteme, Symmetrieoperationen, Animationsübungen uvm.

Inhalte & Übungen

  • Grundelemente der visuellen Gestaltung: Kreis, Quadrat, Dreieck
  • Punkt, Linie, Fläche – Raum, Zeit, Farbe
  • Strukturelle Merkmale und formale Möglichkeiten der Grundelemente
  • Typographie: Funktion, Lesbarkeit, Ausdrucksmöglichkeiten
  • Dramaturgie: Sprache und Möglichkeiten des Mediums Bewegtbild (Film/Animation)
  • Designgeschichte
  • Wahrnehmungstheorie
  • Medienwissenschaft

Grundlagen der Gestaltung II

Einordnung

Pflichtmodul (B.Sc. MI)

Lernziele

Die Studierenden sind in der Lage, auditive Ereignisse in ihrem Charakter visuell zu interpretieren, sowie selbsterklärende, leicht verständliche grafische interaktive Benutzerschnittstellen zu gestalten. Komplexere Projekte können mittels systematischer Entwurfsmethoden gelöst werden.

Inhalt

  • Vorlesungszyklus zu Gestaltungsfragen
  • Übungen zur visuellen Interpretation auditiver Ereignisse
  • Übungen zur Screen-Typografie
  • Entwicklung zeitbasierter audiovisueller Dramaturgien
  • Gestaltung von Benutzerschnittstellen für Interaktive Systeme
  • Funktionale und formal-ästhetische Entwurfspraxis
  • Systematische Entwurfsmethoden

Grundlagen Interaktiver Systeme

Einordung

Medieninformatik (FPSO 2014/17)

  • B.Sc., Mediale Informatik

Software Engineering (FPSO 2014/17)

  • B.Sc., Säule im Profil Software Engineering

Informationssystemtechnik (FSPO 2014/2017)

  • M.Sc., Ergänzungsmodul

Lernziele

Die Studierenden sollen grundlegende Kenntnisse zum Entwurf interaktiver Systeme erwerben (Fachkompetenzen). Durch die Diskussion von Aspekten der Wahrnehmung und der Kognitionswissenschaften, der Betrachtung von Techniken unterschiedlicher Generationen von Interaktionsmetaphern sowie die Anwendung verschiedener formaler Methoden zur Notation und Analyse von Interaktionsmechanismen werden Studierende befähigt, bestehende Lösungen zu bewerten und neue Ansätze für die Schnittstellenentwurf zu entwickeln (Methodenkompetenz).

Inhalt

1. Einführung
2. Gedächtnis und Aufmerksamkeit
3. Kognition und Aktion
4. Wahrnehmung und Navigation
5. Affekt und soziale Interaktion
6. Motorische Aktivitäten
7. Paradigmen und Metaphern
8. Technische Parameter
9. Eingabegeräte
10. Interaktionsstile
11. Kognitive Modelle

User Interface Softwaretechnologien

Einordnung des Moduls

Medieninformatik (FSPO 2014/17)

  • B.Sc., Mediale Informatik

Software Engineering (FSPO 2014/17)

  • B.Sc., Profil Software Engineering

Informationssystemtechnik (FSPO 2014/2017)

  • M.Sc., Ergänzungsmodule

Lernziel

Die Teilnehmer sind in der Lage ereignis-basierte grafische interaktive Systeme zu konzipieren und zu realisieren. Sie haben interne Kenntnisse zu Fenstersystemen. Der Ansatz modell-basierter Entwicklung interaktiver Systeme für verschiedene Modalitäten und verschiedene Geräte auf verschiedenen Abstraktionsebenen wird beherrscht. Der Entwicklungszyklus des User-Centered Design ist bekannt inklusive einfacher Evaluationsmethoden.

Diese Veranstaltung komplementiert die Veranstaltung "Grundlagen interaktiver Systeme".

Inhalt

Ausgehend von den Grundlagen interaktiver Systeme wird auf die Erstellung von User Interfaces eingegangen. Neben den praktischen Aspekten der User Interface Erstellung wird zudem auf unterschiedliche Medien und Formalen Methoden zur Beschreibung von Interfaces speziell Dialognotationen eingegangen. Wenn passend wird Java als Fallbeispiel eingesetzt.

Digitale Medien

Einordung des Moduls

Medieninformatik (FPSO 2014/17)

  • B.Sc., Mediale Informatik

Informationssystemtechnik (FSPO 2014/2017)

  • M.Sc., Ergänzungsmodule

Lernziele

Die Teilnehmer beherrschen die grundlegenden Konzepte der Verarbeitung, Speicherung, Präsentation und Kommunikation medialer Daten in computerbasierten Systemen. Sie sind in der Lage, die wichtigsten Algorithmen zu den verschiedenen Medientypen zu nutzen und selbst zu implementieren. Sie sind ferner befähigt, die jeweiligen Vor- und Nachteile bestimmter Verfahren zu analysieren und zu bewerten. 

Inhalt

  • Grundlagen: Digitale Repräsentation, Kapazitätsanforderungen digitaler Medien, Kodierung und Kompression
  • Text: Schrift und Alphabet, Kodierungsstandards, Schriftart, Fortgeschrittene Textrepräsentationen
  • Grafik: 2D Formen und Operationen, Animation, 3D Formen und Operationen, Realismus
  • Bild: Bildkompression, Bildverarbeitung
  • Video: Analoges Video, Digitales Video, Videokompression
  • Audio: Physikalische und physiologische Grundlagen, Audiokodierung und Kompression, Repräsentation von Musik