Somato-Psychologie: Psychoonkologie, Psychokardiologie, Psychodiabetologie, psychologische Schmerzforschung

Die Erforschung psychologischer Aspekte körperlicher Erkrankungen – Somato-Psychologie – befasst sich mit dem komplexen Zusammenspiel körperlicher Erkrankungen und psychischer Prozesse, sowohl in der Mitbehandlung der körperlichen Erkrankungen (z.B. Selbstmanagement, Selbstwirksamkeit, Motivation, Placeboeffekte, Lifestyle-Interventionen) als auch in der Erforschung Somato-Psychischer Komorbiditäten. Hierbei liegt der Schwerpunkt der Abteilung in den Bereichen Psychoonkologie, Psychokardiologie, Psychodiabetologie und psychologische Schmerzforschung.

E/M-Behavioral Health Interventionen und körperliche Erkrankungen

Internet- und Mobile-basierte Interventionen (IMIs) können als ort- und zeitunabhängige Angebote dazu beitragen, die psychotherapeutische Versorgung zu verbessern. Die Abteilung untersucht die Wirksamkeit und Kosten-Effektivität, Akzeptanz und Inanspruchnahme sowie zugrundeliegende Wirkfaktoren von E/M-Behavioral-Health Interventionen. Im Fokus stehen therapeutisch begleitete und unbegleitete Selbsthilfeinterventionen, die Kombination klassischer Psychotherapien mit Online-Angeboten ("blended-therapy") sowie die Entwicklung und Erforschung neuer E/M-Health-Ansätze. Im Kontext körperlicher Erkrankungen zielt die Forschung auf die Untersuchung von behavioralen Interventionen 1) zur Begleitbehandlung körperlicher Erkrankungen (z.B. Selbsmanagement, Medikamentenadhärenz, Schmerz-Coping, Motivationale Ansätze), 2) zur Verbesserung des Gesundheitsverhaltens (z.B. körperliche Aktivität, Substanzkonsum, Stress) sowie 3) zur Prävention und Behandlung komorbider psychischer Störungen. Für einen vertieften Überblick zur Thematik siehe Internet-Based Interventions in Chronic Somatic Disease.

Web-basierte Testsysteme, Computer-Adaptives Testen, RehaCAT und Item-Response-Theorie

Eine umfassende Diagnostik sollte Gegenstand jeder Indikationsstellung und Behandlungsplanung sein. Das nicht-standardisierte klinische Gespräch gilt hierbei längst als eine wenig verlässliche Grundlage zur Urteilsbildung. Patienten-berichtete Outcomes, erfasst mittels Selbstbeurteilungsskalen, bilden eine zielführende, ökomische und potentiell reliable und valide Grundlage. Die in der klinischen Praxis immer noch vorzufindende Paper-Pencil-Lösung schöpft viele Vorteile einer digital gestützten Psychodiagnostik nicht aus. Die Abteilung verfolgt mit Ihrer Forschung die Verbesserung psychodiagnostischer Möglichkeiten, z.B. im Rahmen der Weiterentwicklung von Testverfahren basierend auf der Item-Response-Theorie, der Entwicklung, Implementierung und Evaluation innovativer digitaler (Computer-adativer-) Testverfahren sowie der versorgungsnahen Untersuchung zielführender Implementierungsmodelle.

RehaCAT+

Ziel dieses BMBF geförderten multizentrischen Drittmittelprojektes ist die Untersuchung der Wirksamkeit- und Kosten-Effektivität von RehaCAT+, einem um Handlungsempfehlungen und Dokumentationshilfen bei Depression und Angst erweiterten Web-basierten Testsystems im Vergleich zur Standarddiagnostik bestehend aus RehaCAT ohne systemhinterlegte, individualisierte Empfehlungen. Das Projekt erfolgt beispielhaft in zwei der häufigsten Indikationsgebiete der somatischen Rehabilitation, der orthopädischen und der kardiologischen Rehabilitation. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Projektskizze "RehaCAT+".

RehaCAT-Transfer

Ziel dieses Transferprojektes ist die Implementierung und Evaluation des computergestützten Diagnostiksystems RehaCAT zur Erfassung der funktionalen Gesundheit in der orthopädischen und kardiologischen Rehabilitation sowie dessen weitere Validierung.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Projektskizze "RehaCAT-Transfer".

Epidemiologie, Diagnostik und Behandlung psychischer Störungen bei körperlichen Erkrankungen

Seit über zwei Jahrzehnten befasst sich die Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie mit dem Zusammenhang zwischen psychischen Störungen und körperlichen Erkrankungen. Hierbei stehen insbesondere Fragestellungen zur Epidemiologie, Nosologie und Ätiologie, zur Psychodiagnostik sowie zur Behandlung psychischer Störungen bei vorliegenden körperlichen Erkrankungen im Fokus der Forschung.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Projektskizze „Psychische Störungen bei körperlichen Erkrankungen“.