Agarplatten und Medien

Methode

  1. Wiegen Sie 4 g LB-Boullion Pulver in einem 300 ml Erlenmeyerkolben (oder in einer Schottglasflasche) ab. Flussdiagramm zur Methode.
  2. Geben Sie 200 ml demineralisiertes Wasser hinzu. Rühren Sie den Ansatz, bis das Pulver vollständig gelöst ist.
  3. Stellen Sie 20 x 20ml-Reagenzgläser in einen Reagenzglasständer.
  4. Befüllen Sie die 50 ml Pipettenspitze einer Portionierpipette mit dem gelösten LB-Medium. Portionieren Sie in jedes Reagenzglas 5 ml Medium.
  5. Verschließen Sie die Reagenzgläser mit den Alu-Kappen.
  6. Sie sollten jetzt noch 100 ml flüssiges LB-Medium im Erlenmeyerkolben haben.
  7. Geben Sie zu dieser Flüssigkeit noch 1,2 g Agar-Agar hinzu ("1,2%-iger Agar"). Kochen Sie diese Suspension auf (Mikrowelle, Bunsenbrenner) oder geben Sie dieses Medium direkt in den Autoklaven.
  8. Autoklavieren Sie die befüllten Reagenzgläser und das Agarmedium. Achten Sie darauf, dass Ihr Reagenzglasständer die hohen Temperaturbelastungen im Autoklaven aushält! Achten Sie weiterhin darauf, dass Sie sofort nach Abkühlen des Autoklaven auf unter 70°C die Lösungen entnehmen. Kühlt der Autoklav vollständig aus, so wird der Agar fest.
  9. Halten Sie etwa 7-10 leere, sterile Plastikpetrischalen bereit. Verteilen Sie diese Petrischalen auf einer Labortischfläche, die Sie zuvor mit 80%-igen Ethanol desinfiziert haben.
  10. Holen Sie den noch flüssigen Agar aus dem Autoklaven. Gießen Sie in jede Petrischale etwa 15 ml Agarmedium. (Hinweis: Halten Sie den Deckel in der Hand! Kurz bevor die Flüssigkeit in der Petrischale zusammenläuft, setzen Sie den Erlenmeyerkolben ab). Setzen Sie sofort den Deckel auf die Petrischale.
  11. Lassen Sie die befüllten Petrischalen zum Erkalten auf dem Tisch stehen (15 bis 30 min). Drehen Sie anschließend die erstarrten Agarplatten um, so dass der Deckel nach unten zeigt. Beschriften Sie jede Agarplatte am Boden mit dem Hinweis auf das Medium (siehe das Beispiel in Abbildung 1).
  12. Stapeln Sie dann die Agarplatten zu einem Turm. Lassen Sie diesen Stapel ein bis zwei Tage bei Raumtemperatur offen stehen, damit die Agaroberflächen antrocknen können. (Dies erleichtert Ihnen später das Ausstreichen von Kulturflüssigkeit auf den Agarplatten). Nach dieser Trockenphase geben Sie den Stapel zurück in eine Tüte, die Sie dann verschließen; sie sind jetzt im Kühlschrank für zwei bis drei Wochen lagerfähig.

Bei der späteren Benutzung wird eine weitere Beschriftung angebracht, die das Datum des Versuches, den Versuch und den Experimentator identifiziert. Ein Beispiel für eine solche Beschriftung sehen Sie hier.

 

Abbildung 1: Beschriftungsbeispiele für Agarplatten. Bei beiden Agarplatten ist in diesem Beispiel der Deckel unten und der Boden oben.