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Themen aus der Fakultät

SWU - Kostenloser ÖPNV in Ulm

Informationen zur wissenschaftlichen Begleitforschung

 

Stau, Flächenverbrauch, Luft- und Lärmverschmutzung sind nur einige Beispiele für die negativen Auswirkungen zunehmender Automobilität in Städten. Die Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs ist zentral für eine nachhaltigere Ausrichtung urbaner Mobilität. Am Institut für Nachhaltige Unternehmensführung der Universität Ulm wird deshalb untersucht, ob temporär angebotener kostenloser Nahverkehr eine wirkungsvolle Maßnahme hierfür darstellen kann.

 

Im Stadtgebiet Ulm und Neu-Ulm wird der Nahverkehr seit April 2019 an Samstagen kostenlos angeboten. Damit soll der Nahverkehr attraktiviert und Einstiegsbarrieren für ungeübte ÖPNV Nutzer gesenkt werden. Die wissenschaftliche Begleitforschung evaluiert die Maßnahme sowohl in Bezug auf die Veränderung des Fahrgastaufkommens als auch auf das Verkehrsverhalten einzelner Personengruppen. 

Neben der kurz-, mittel- und langfristigen Analyse der Fahrgastzahlen wurden im September und Oktober über 4000 Fahrgäste in Straßenbahnen und Bussen in Ulm befragt. Ziel der Befragung war es Informationen zu Mobilitätsmerkmalen und dem Einfluss des Nulltarifes auf vergangenes und künftiges ÖPNV Nutzungsverhalten zu ermitteln. Zudem sollen die Forschungsergebnisse darüber Aufschluss geben, ob der kostenlos angebotene Nahverkehr, Einfluss auf das motorisierte Individualverkehrsaufkommen an Samstagen hat.

Bisherige Forschungsarbeiten zu entgeltfrei angebotenem Nahverkehr konzentrieren sich meist auf dauerhafte Angebotsvarianten. In Städten wie Tallin, Templin, Brüssel oder Hasselt wurden bereits verschiedene Formen des ÖPNV zum Nulltarif untersucht. Das kostenlose Samstagsangebot in Ulm stellt jedoch im Kontext des entgeltfreien Nahverkehrs eine Besonderheit dar. Erste Ergebnisse zur Begleitforschung werden im Frühjahr 2020 veröffentlicht. 

 

 

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