Emil Wiedemann – Nachfolger von Professor Arendt

Universität Ulm

Die Fakultät heißt den neuen Professor am Institut für Angewandte Analysis herzlich willkommen.

Professor Emil Wiedemann tritt zum 1. September die Professur für Angewandte Analysis als Nachfolger von Professor Wolfgang Arendt an.

Zur Person:

Emil Wiedemann studierte Mathematik und Physik in München, Cambridge und Bonn, wo er 2012 bei László Székelyhidi promovierte. Nach Stationen als PIMS Postdoc an der University of British Columbia, Vancouver, und als Hausdorff Postdoc an der Universität Bonn wurde er 2016 auf eine Professur für angewandte Mathematik an der Leibniz Universität Hannover berufen. Zum 1. September 2018 übernimmt er die Leitung des Instituts für Angewandte Analysis an der Universität Ulm.

Im Zentrum von Wiedemanns Forschungstätigkeit stehen partielle Differentialgleichungen, Variationsrechnung und mathematische Kontinuumsmechanik. Die berühmten Gleichungen von Euler und Navier-Stokes, die die Strömung von Flüssigkeiten und Gasen modellieren, bilden dabei einen besonderen Interessenschwerpunkt, der unter anderem im Rahmen des DFG-Projekts Turbulent Behaviour of Compressible Flows verfolgt wird. Emil Wiedemann untersucht diese Gleichungen mit neuesten Methoden der mathematischen Analysis und möchte damit dem Verständnis turbulenter Strömungen näherkommen. Er beschäftigt sich darüber hinaus mit unterschiedlichsten Anwendungsproblemen im Zusammenhang mit elastischen Festkörpern, Populationsentwicklungen, Zellteilungsprozessen und algorithmischer Fairness, woraus sich Bezüge zur numerischen Mathematik und zur Stochastik ergeben. 

Emil Wiedemann und seine Arbeitsgruppe freuen sich auf die neuen Herausforderungen an der Universität Ulm, wo sie im Rahmen eines breiten und attraktiven Lehrangebots in reiner und angewandter Analysis die Studierenden zu intellektueller Neugier und geistigen Höchstleistungen motivieren wollen. Wiedemanns Forschung und Lehre werden dabei auch weiterhin von zahlreichen internationalen Kontakten und Kooperationen profitieren.

Prof. Dr. Emil Wiedemann