RPAsset

Softwarebasierte Automatisierung von administrativen Prozessen mittels Robotic Process Automation

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In administrativen Prozessen, wie sie häufig im Controlling oder HR vorkommen, gibt es eine Vielzahl an repetitiven Aufgaben, die Mitarbeiterkapazität binden ohne dabei wertschöpfenden Charakter zu haben. Beispielsweise Monatsabschlüsse oder Bewerbungseingänge erfordern teilweise Interaktion mit unterschiedlichen User Interfaces und müssen häufig unter hohem Zeitaufwand händisch bearbeitet werden. Für die Beschäftigung mit spezifischen Einzelfällen oder kognitiv und kreativ anspruchsvollen Tätigkeiten bleibt oftmals zu wenig Zeit. Robotic Process Automation (kurz: RPA) ermöglicht es gerade solche Standardprozesse zu automatisieren. Dabei imitiert der Roboter die regelbasierten Arbeitsabläufe der Mitarbeiter und interagiert genau wie der Mitarbeiter mit User Interfaces und ist beispielsweise in der Lage mittels Machine Learning-Tools E-Mails auszulesen und sie entsprechend zu verarbeiten, ohne dass die Systemlandschaft verändert werden muss. Die Implementierung und Institutionalisierung von RPA in die Unternehmensorganisation erfordert allerdings Kompetenzen, die KMU durch begrenzte Ressourcen nicht haben. Aus wissenschaftlich-technischer Sicht fehlt es bislang an einer Methode, welche RPA-Anwendungen für KMU systematisch zugänglich macht und durch einen konkreten Einführungsprozess einen schnellen Zugang sowie unmittelbaren Nutzen gewährleistet. Forschungsziel ist es daher, einen ganzheitlichen Ansatz zur Identifikation geeigneter Prozesse und RPA-Software für KMU zu konzipieren, passende Algorithmen zu vergleichen und eine optimale RPA-Integrationsstrategie aufzuzeigen, die sowohl organisatorische, prozessuale wie auch humane Aspekte adäquat berücksichtigt. Um diese Zielstellungen zu erreichen, werden im Rahmen des Forschungsprojekts die in der folgenden Abbildung dargestellten sechs Arbeitspakete erarbeitet, deren erfolgreiche Umsetzung in enger Zusammenarbeit zwischen der International Performance Research Institute GmbH (IPRI) und dem FIR e.V. an der RWTH Aachen erfolgt.

Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens RPAsset bieten die Möglichkeit, nicht nur das Innovationspotenzial einer einzelnen Branche zu erhöhen, sondern, bedingt durch die aufgezeigte übergreifende Relevanz der Administrationsprozesse, branchenübergreifend die Innovationsfähigkeit aller KMU in Deutschland zu erhöhen. 

Kooperationspartner: Forschungsvereinigung FIR e. V. an der RWTH Aachen

Fördergeber: Das IGF-Vorhaben 20661 N der Forschungsvereinigung FIR e. V. an der RWTH Aachen wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Projektzeitraum: Mai 2019 - April 2021