Smart Integration

Digitale Medien unterstützen die Integration Geflüchteter

Digitale Medien unterstützen die Integration Geflüchteter

Mit der App-basierten Peer-Gruppen-Beratung Smart Integration entwickelte die Universität Ulm in Kooperation mit dem Jobcenter Rhein-Neckar-Kreis ein neues, innovatives Instrument, das Geflüchtete bei der Integration unterstützt. Das Projekt wurde gefördert von der Péter Horváth-Stiftung. Ziel war es, in einem neunmonatigen Pilotprojekt den Erfolg und die Umsetzbarkeit der App-basierten Peer-Gruppen-Beratung als Beratungsangebot für Geflüchtete zu evaluieren.

Smart Integration basiert auf dem Prinzip von Peergruppen. Peergruppen bilden sich, wenn sich Personen mit gleichen Interessen, Herausforderungen oder Zielen zusammenschließen. Mitglieder von Peergruppen können von gegenseitigen Erfahrungen profitieren, eine gemeinsame Motivation entwickeln oder Unterstützung erfahren, die anders schwer zu finden ist. Peergruppen werden in Smart Integration einerseits digital realisiert. Personen können sich ortsunabhängig miteinander vernetzen, ihre Anonymität wahren und haben jederzeit Zugang zur Unterstützung ihrer Peers. Gerade im Kontext Geflüchteter bietet dies die Möglichkeit, sich ohne Zeitdruck an einer Konversation zu beteiligen. Andererseits werden die Peergruppen vor Ort und in Person im Integration Point Heidelberg (zugehörig dem Jobcenter Rhein-Neckar-Kreis) realisiert. Personen haben dadurch direkten Zugang zueinander, kommunizieren unter Einbezug von Mimik und Gestik und bauen eine vertrauensvolle Beziehung zueinander auf.

Kooperationspartner: Jobcenter Rhein-Neckar-Kreis, Integration Point Heidelberg

Fördergeber: Péter Horváth-Stiftung

Projektzeitraum: September 2018 - Juli 2019

Transfer

Ergebnis des Leuchtturmprojekts ist ein neuer innovativer Ansatz, der die Integration Geflüchterter in Deutschland erleichtert, sowie Handlungsempfehlungen für dessen Umsetzung. Die Ergebnisse des Pilotprojekts zeigen, dass Smart Integration die Integration erheblich erleichtern kann. Konkret konnten positivere Entwicklungen beim Kontakt zu Deutschen und zu Personen des Heimatlandes, bei der wahrgenommenen Diskriminierung und bei der allgemeinen Zufriedenheit sowie bei der Verbundenheit zu Deutschland verglichen mit der Verbundenheit zum Heimatland gemessen werden. Die Peergruppen digital und vor Ort und in Person zeigten dabei unterschiedliche positive Effekte, sodass sich eine Kombination anbietet.