Design von Performance Measures

Überblick und Lernziele

Auf den ersten Blick sind Performance Measures (im Deutschen oftmals mit dem Begriff Kennzahlen bezeichnet) ein offensichtlich nützliches Management-Instrument. Sie dienen sowohl der Vorgabe von Zielen sowie der fortlaufenden Beurteilung der Leistung der betrachteten Einheiten (Individuen, Funktionen, Prozesse, Unternehmen etc.).

Auf den zweiten Blick ergibt sich jedoch ein differenzierteres Bild. Von fehlerhaft konzipierten Performance Measures können dysfunktionale Wirkungen ausgehen. Sie können falsche Anreize setzen und sich im schlimmsten Fall negativ auf den Unternehmenserfolg auswirken.

Es lässt sich festhalten, dass Performance Measurement nur dann von Nutzen ist, wenn die einzelnen Performance Measures bestimmte Qualitätskriterien erfüllen.

In diesem Modul werden den Studierenden die Anforderungen an optimale Performance Measures vermittelt. Dieses Wissen vertiefen die Studierenden im Rahmen einer schriftlich auszuarbeitenden Fallstudie mit anschließender Präsentation und Diskussion.

Dozierende

Prof. Dr. Mischa Seiter, Institut für Business Analytics
Prof. Dr. Mischa Seiter
Andreas Steur, Institut für Business Analytics
Andreas Steur

Inhaltliche Informationen

  • Lernziele

    Die Studierenden erwerben im Rahmen dieses Moduls die Fähigkeit, Performance Measures zu entwerfen, die den gängigen Qualitätskriterien (Objektivität, Validität etc.) genügen. Sie werden darüber hinaus für die dysfunktionalen Wirkungen suboptimaler Performance Measures sensibilisiert. Die Studierenden sind nach Abschluss des Moduls in der Lage, selbstständig optimale Performance Measures für sämtliche betriebliche Funktionen zu entwerfen.

    Ein Schwerpunkt des Moduls sind Fallstudien, die in Gruppen erarbeitet und präsentiert werden. Dies fördert die rhetorischen Fähigkeiten und soziale Kompe-tenzen der teilnehmenden Studierenden.

    Aufgrund des didaktischen Konzepts ist das Modul auf 30 Studierende beschränkt.

  • Modulplanung

    • Ziele von Performance Measurement
    • Qualitätskriterien
    • Dysfunktionen
    • Fairness & Incentives
  • Literatur

    • Austin, R. (1996): Measuring and Managing Performance in Organizations
    • Camillus, J. (1986): Strategic Planning and Management Control: Systems for Survival and Success
    • Gleich, R. (2011): Performance Measurement: Konzepte, Fallstudien und Grundschema für die Praxis
    • Simons, R. (1994): Levers of Control: How Managers Use Control Systems to Drive Strategic Renewal 

    Die Literatur ist verfügbar im Semsterapparat von Prof. Dr. Mischa Seiter. 

Organisatorische Informationen

  • Zeit und Ort

    Nächster Veranstaltungsbeginn: SoSe 21

    Ort: 

    Termine: Dienstags 10-14 Uhr (Die konkreten Termine werden kurz vor Semsterbeginn festgelegt.)

  • ECTS-Punkte und Lehrform

    ECTS: 7

    Vorlesung, Leseaufträge, Fallstudien & Präsentationen.

  • Anmeldung

    Aufgrund des didaktischen Konzepts ist die Veranstaltung auf 30 Studierende begrenzt.

    Der Termin, ab dem eine Anmeldung zur Veranstaltung möglich ist, wird rechtzeitig bekannt gegeben. 

    Die Anmeldung hat persönlich per Mail an Andreas Steur zu erfolgen. Anmeldungen von mehreren Teilnehmern sind nicht zulässig. Zu früh versendete Anmeldungen werden nicht berücksichtigt. Die Anmeldung erfolgt nach dem „First Come-First Serve“-Prinzip. Sobald 30 persönliche und fristgerechte Anmeldungen per Mail eingegangen sind, ist der Kurs vollständig besetzt. Danach ist eine Anmeldung zum Kurs nicht mehr möglich. 

  • Bewertungsmethode

    Die Vergabe von Leistungspunkten setzt die aktive Teilnahme an einer Fallstudie sowie die Präsentation und Diskussion der Ergebnisse voraus.

    Für das Modul wird eine Note ermittelt, die sich aus dem Ergebnis der schriftlichen Ausarbeitung der Fallstudie sowie der Präsentation und Diskussion der Ergebnisse ergibt.

  • Schwerpunkt und Studiengänge

    Schwerpunktfächer: Technologie- und Prozessmanagement, Business Analytics, sowie Unternehmensführung und Controlling, Wahlpflicht BWL

    Studiengänge: M.Sc. Wirtschaftswissenschaften, M.Sc. Wirtschaftsmathematik, M.Sc. Wirtschaftschemie, M.Sc. Wirtschaftsphysik und Studiengänge mit Nebenfach Wirtschaftswissenschaften