Schriftliche Prüfung

Das erste große Examen kommt nach vier Semestern und es werden tatsächlich Themen aus allen sieben großen Fächern der Vorklinik abgefragt. Die insgesamt 320 Fragen teilen sich folgendermaßen auf die Teilgebiete auf.

Tag 1

  • 20 Fragen - Physik
  • 20 Fragen - Chemie
  • 60 Fragen - Physiologie
  • 60 Fragen - Biochemie

Tag 2

  • 20 Fragen - Biologie
  • 60 Fragen - Medizinische Soziologie/Psychologie
  • 80 Fragen - Anatomie

Oft sind die Grenzen nicht scharf denifiniert und man findet in den Biologie-Fragen eine Frage zur Mikroskopischen Anatomie, oder andersherum. Insofern sind diese Werte nicht als fix anzusehen.

Ihr schreibt alle gleichzeitig in der Donauhalle und bekommt am Anfang euren Sitzplatz zugewiesen und Schmierpapier, falls genug vorhanden - dieses geht manchmal aus. Ist aber nicht nötig, ihr bekommt nämlich ein Heft mit den Fragen, wo genug Platz für Rechenwege usw. ist. Ihr kreuzt nichts im Fragenheft an, sondern nur auf dem separaten Antwortbogen! ;)

Mündliche Prüfung

Diese soll laut Vorgabe mindestens drei Stunden und maximal vier Stunden gehen. Jeder Studierender wird ungefähr eine Viertelstunde zu den Fächern Anatomie, Biochemie und Physiologie gefragt. Ihr werdet immer zu vier Studierenden einer Prüfungsgruppe zugeteilt und werdet nacheinander gefragt. Jenachdem in welcher Gruppe ihr seid, entscheidet sich in welcher Reihenfolge die Fächer abgeprüft werden. Diese ist unterschiedlich, damit sich nicht mehrere Gruppen gleichzeitig im Präpsaal befinden.

Es läuft, wie man sich eine mündliche Prüfung so vorstellt, man bekommt schlichtweg Fragen gestellt. In Anatomie wird man sowohl mikroskopisch, als auch makroskopisch geprüft. Ihr müsst also sowohl ein Mikroskopisches Präparat erkennen, als auch am Körperspender Strukturen benennen können.

Es kann der Stoff der ersten vier Semester abgefragt werden und wie immer in mündlichen Prüfungen, ist es sehr Prüferabhängig was und wie es gefragt wird. Grundsätzlich gilt aber, dass die Prüfer nur prüfen, ob ihr für den klinischen Studienabschnitt geeignet seid. Don't panic! :)

Bestehen und Benotung

Die Prüfungskommission besteht aus drei Dozenten, jeweils einer aus einem Fachgebiet. Täuscht euch nur nicht, dass die Dozenten aus unterschiedlichen instituten kommen. Der Großteil kennt sich und vor allem wissen sie genau, wie das Prüfverhalten ist.

"Ich weiß, dass Herr Prof. XXX gerne selber erklärt, statt euch erklären zu lassen. Ich merke das sofort!", wurde uns augenzwinkernd von einem Prüfer gesagt. Keine Sorge, sie wollen euch nichts böses, aber schenken tun sie euch die Prüfung auch nicht.

Einer der Prüfer hat den Prüfungsvorsitz und teilt euch später die Noten mit, die sich aus gleichen Teilen aus den Einzelnoten in den drei Fächern bestehen. Es hängt von der Kommission ab, ob sie euch die Einzelnoten nennen, oftmals wird nur das Gesamtergebnis mitgeteilt.

Am Ende wird einfach der Mittelwert aus mündlicher und schriftlicher Note gebildet und das ist dann eure "Physikumsnote". Diese zählt schon für eure Abschlussnote - und zwar 50%! 

REALISTISCH betrachtet hat die Note aber keinerlei Auswirkungen. Es gibt einige Dinge, die durch die Physikumsnote entschieden werden, so z. B. ERASMUS-Plätze und Promotionsstipendien, aber am Ende wird es nicht schaden, wenn ihr keine 1 fabriziert habt.