Gesundheit/ Bio-technologie

Projekte im Themenfeld Gesundheit/Biotechnologie

1. Viral Vector Core Facility

Aktuell gewinnen sogenannte neuartige biologische Therapeutika, auch „Advanced Therapy Medicinal Products“ (ATMPs) genannt, an Bedeutung für die Behandlung genetisch und nicht-genetisch bedingter Erkrankungen. Hierzu gehören insbesondere Verfahren wie Gentherapie, Zelltherapie und Gewebe Engineering.
Der Transfer von Nukleinsäuren in Zielzellen spielt bei diesen Technologien häufig eine entscheidende Rolle. Virale Vektoren sind derzeit das beste Vehikel für einen effizienten Gentransfer in anderweitig schwer erreichbare Zielzellen bzw. Zielgewebe. Trotz der Relevanz viraler Vektoren mangelt es besonders kleinen und mittelgroßen Unternehmen sowieakademischen Laboren oft an Know-How zu ihrer Herstellung in erforderlicher Qualität. Diese Lücke soll durch die Etablierung einer Viral Vector Core Facility im Rahmen des InnoSÜD-Projekts geschlossen werden. Mit der Etablierung dieser Einrichtung möchten wir eine kompetente Anlaufstelle schaffen, die akademische und industrielle Klienten berät und unterstützt bzw. auch passende virale Vektoren maßgeschneidert produziert.

 

Transferformat: Open Lab

Als „Open Lab“ möchte die Core Facility Teil einer technischen Infrastruktur sein, die den bidirektionalen Transfer von Innovationen und Technologien zwischen biomedizinisch orientierten akademischen und industriellen Institutionen in der Region fördert.

Projektleitung

Dr. Astrid Kritzinger
Universität Ulm
Abteilung für Gentherapie
Telefon: +49(0)731 500 46118

 

 

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Dipl. -Ing. Oliver Frank
Universität Ulm
Abteilung für Gentherapie
Telefon: +49(0)731 500 46118
 

 

Bilder vom Open Lab der Viral Vector Core Facility

Herstellung viraler Vektoren

Schematische Darstellung der Herstellung viraler Vektoren im Open Lab

Herstellungsprinzip und das Team der Viral Vector Core Facility

Die Viral Vector Core Facility: Schematische Darstellung des Herstellungsprinzips und Portraitaufnahmen des Teams

2. Anwendungsorientierte Promotionen in der Biomedizin (Kooperation mit der Hochschule Biberach)

Biotherapeutika wie Antikörper, Glykoproteine, Peptide und ATMPs (advanced therapy medicinal products) gehören aktuell zu den medizinisch wichtigsten Substanzklassen in Forschung & Entwicklung. Die Schritte von der Idee hin zur präklinischen und klinischen Entwicklung ist komplex und erfordert mehrfach Wissens- und Technologietransfer auf verschiedenen Stufen der Entwicklung.
Üblicherweise erfolgen diese Transferaktivitäten fragmentiert, weil bei jeder Stufe der Weiterentwicklung andere Personen/Wissenschaftler involviert sind.
Es sollen Demonstrationsprojekte durchgeführt werden –  hier spezifisch in den Gebieten der onkolytischen Virotherapie und der Exosomenprozessierung – die in anwendungsorientierten Promotionen in einem iterativen Prozess zunächst zwischen UU und HBC die erforderlichen Entwicklungsschritte (Produktkandidat, Produktion, Funktionalität, Pharmakologie, Pharmakodynamik) durchlaufen.
Am Ende könnte als Ergebnis der Transfer in die industrielle Verwertung stehen.

Transferformat: Transfer über Köpfe

Der Transfer erfolgt in diesem Projekt primär „über Köpfe“, d.h. die Doktoranden werden verschiedene Stufen des Projekts selber in den verschiedenen Institution und Abteilungen durchführen und somit einen sehr breiten wissens- und technologiebasierten sowie transferorientierten Zugang zum Projekt erlangen.

Projektteam: Prof. Dr. Stefan Kochanek, Prof. Dr. Kerstin Otte, Dr. Astrid Kritzinger, Dr. Lea Krutzke, Robin Steiner, M.Sc., Christoph Keysberg, M.Sc.

Wissenschaftliche Mitarbeiter

Robin Steiner, M.Sc.
Universität Ulm
Abteilung für Gentherapie
Telefon: +49(0)731 500 44706
 

Christoph Keysberg, M.Sc.  
Hochschule Biberach
Institut für angewandte Biotechnologie


 

Beispiele für anwendungsorientierte Promotionen

3. Skalierungslabor

Im vorliegenden Themenschwerpunkt soll, am Beispiel der Herstellung von Wertprodukten aus Seitenströmen der Biotechnologie und der Papier- und Holzstoffindustrie, ein flexibles Skalierungskonzept für verschiedene Verfahrenskombinationen entwickelt werden. Dafür steht experimentelle Ausrüstung zur Verfügung, in der verschiedene thermische Trennoperationen sowie Untersuchungen zur Reaktionstechnik auf unterschiedlichen Produktionsskalen durchgeführt werden können. In Kombination mit validierten mathematischen Modellen und numerischer Simulation, soll die Übertragung neuer Prozesse vom Labor- über den Pilotmaßstab bis hin zur mobilen Produktionsanlage vor Ort demonstriert werden. Eine systematische Vorgehensweise für die Anwendung auf konkrete Fragestellungen erlaubt eine hocheffiziente Projektbearbeitung für eine große Bandbreite von Technologie-Reifegraden.

Die Verschränkung der Expertise zu verschiedenen Technologien ermöglicht die wirtschaftliche und sichere Umsetzung von Prozessideen in innovativen und praxistauglichen Lösungen. Das Konsortium verfügt über folgende Kompetenzen: Verfahrensentwicklung, Thermische Trenntechnik und Reaktionstechnik, experimentelle Untersuchungen, Modellierung und Simulation, Risikobewertung und Prozessüberwachung, in situ-Analytik, technische Dokumentation und Entwicklung von integrierten Energiekonzepten.

Für Unternehmen bedeutet unser Angebot eine Möglichkeit, die Brücke zwischen angewandter Forschung und industrieller Umsetzung zu schlagen. Durch experimentelle Untersuchungen für eine große Breite an verfahrenstechnischen Grundoperationen mit begleitender mathematischer Modellbildung und numerischer Simulation wird ein wichtiger Schritt in Richtung Realisierung in der Produktion gesetzt. Die Übertragung in den Produktionsmaßstab wird analytisch begleitet, energetisch optimiert und entsprechend DIN EN ISO 13485 validiert.

 

Transferformat:

Durch die Schaffung eines experimentell untersuchten und mathematisch modellierten Referenzprozesses können belastbare und validierte Transferleistungen für Unternehmen angeboten werden. Der im Projektverlauf entwickelte und optimierte Modellversuch dient dazu, die Leistungsfähigkeit der Pilotanlage und Simulation darzustellen. Es wird im Projektverlauf ermittelt, welche Einzelangebote aus dem gewonnenen Expertisen-Portfolio in attraktive Transferleistungen für Unternehmen kombinierbar sind.

Projektleitung

Prof. Dr. Heike Frühwirth
Hochschule Biberach
Institut für Angewandte Biotechnologie
Telefon: +49(0)7351 582 434
 

Prof. Dr.-Ing. Robert Güttel
Universität Ulm
Institut für Chemieingenieurwesen
Telefon: +49(0)731 50 25700
 

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Dr.-Ing. Farzad Lali
Universität Ulm
Institut für Chemieingenieurwesen
Telefon: +49(0)731 500 46118