Mobilität

Projekte im Themenfeld Mobilität

1. Weltlabor Testzentrum

Um den nächsten Schritt in der Mobilität, das autonome Fahren von Kraftfahrzeugen, zu ermöglichen, sind Sensoren nötig, welche die Umgebung erfassen. Ein robuster Sensortyp, welcher bereits in heutigen Fahrzeugen zu finden ist, ist der Radarsensor. Ein Radarsensor ermöglicht die Detektion von anderen Verkehrsteilnehmern und Hindernissen selbst bei erschwerten Sichtbedingung wie z.B. Nebel. Hierbei werden Echosignale von ausgesendeten elektromagnetischen Wellen registriert und verarbeitet.
Um aus den Echos ein Abbild der Umgebung zu erstellen, sind viele Signalverarbeitungsschritte nötig. Damit ein solcher Sensor in ein Serienfahrzeug eingebaut werden kann, muss die Funktionalität der Sensorhardware und der Signalverarbeitungskette gewährleistet sein. Dies bedeutet, dass das Zusammenspiel von Aussenden der Wellen, Registrierung der Echos und Erstellung des Umgebungsabbildes analysiert werden muss.  Für die Verifizierung und Entwicklung des gesamten Radarsensors müssen somit sehr viele Testkilometer mit Forschungsfahrzeugen zurückgelegt werden, damit die Funktionalität anhand einer Vielzahl von Verkehrsszenarien überprüft werden kann. Um diesen Prozess massiv zu beschleunigen, wird ein Weltlabor bzw. Testzentrum für Radarsensoren entwickelt, welches eine realistische Umgebung, wie sie im Straßenverkehr auftritt, für einen Radarsensor simulieren kann. Dabei können zuvor aufgenommene Verkehrsszenarien im Labor abgespielt werden und so für den Radarsensor eine Art virtuelle Realität schaffen.

 

Transferformat: Expert Lab

Das Expert Lab bzw. Testzentrum unterstützt den Transfer der akademisch orientierten Forschung in die Industrie, indem Unternehmen im Testzentrum Messungen und Benchmarkings durchführen können bzw. sollen.

Projektleitung

Prof. Dr.-Ing. Christian Waldschmidt
Universität Ulm
Institut für Mikrowellentechnik
Telefon: +49(0)731 50 26356

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Pirmin Schöder
Universität Ulm    
Institut für Mikrowellentechnik
Telefon: +49(0)731 50 26434

 

Simulation von Radarzielen im Weltlabor

Simulation von Radarzielen im Weltlabor

2. Mensch-Maschine-Interaktion beim automatisierten Fahren

Automatisiertes Fahren hat das Potenzial, den Fahrkomfort und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die Voraussetzung für die Nutzung automatisierter Fahrzeuge sind hohe Akzeptanz und angemessenes Vertrauen. Durch menschzentrierte, adaptive Interaktionskonzepte kann dies ermöglicht werden. Grundlage dafür stellt die Entwicklung und Evaluation einer zuverlässigen Messmethode zur Fahrerzustandserfassung dar. Ziel ist es, Fahrerzustandsdaten des automatisierten Fahrens zu erheben und regionalen Firmen und Forschungseinrichtungen verfügbar zu machen.

Transferformate: Augmented-Test-Reality und Innovationszirkel

Zwei Transferkonzepte stehen im Fokus: „Augmented-Test-Reality“ steht für die Erfassung von Sensordaten in realitätsnahen Fahrsimulationen. „Innovationszirkel“ steht für die interdisziplinäre Kompetenzbündelung der Universität Ulm, sowie Kooperationen mit industriellen Partnern.

Projektleitung

Prof. Dr. Martin Baumann
Universität Ulm
Abteilung Human Factors
Telefon: +49(0)731 50 26500

 

Bilder vom Fahrsimulator