Innovation: Konzept zur Verbesserung der Objekterkennung in der Kommissionierung durch Mensch-Roboter-Kooperation

Das Konzept basiert auf der Kooperation von Menschen und Robotern, um die Erfüllung von Kommissionier-Aufträgen zu gewährleisten und das Lernen der Roboter zu unterstützen. Ein häufig eingesetzter Mechanismus zur Objekterkennung sind Neuronale Netze, die eine ausreichende Datengrundlage erfordern, um trainiert zu werden. Diese Datengrundlage ist in der Praxis der Kommissionierung meistens ein Problem, da sich die Artikel in einem Lager und damit deren Daten oft verändern.

Ein zentrales Element des Konzepts ist daher der Emergency Call. Das entspricht einem Notruf, wenn ein Roboter Probleme bei der Erkennung hat. Ein hinzugerufener Mensch unterstützt den Roboter bei der Erkennung und speichert Daten der Situation, um parallel zur Auftragsbearbeitung das Trainieren des Neuronalen Netzes zu ermöglichen. Das Forschungsprojekt wird im Rahmen einer Promotion bearbeitet. Es wird mit einem Demonstrator im Logistiklabor der Technischen Hochschule Ulm (THU) erprobt. Professoren der THU und der Universität Ulm betreuen die Promotionsvorhaben.

Wie wird aus einem Roboter ein Kollege?

Was diese Innovation so besonders macht

Fehler können bei automatisierter Kommissionierung niemals vollkommen ausgeschlossen werden, sie kommen auch bei menschlichen Kommissionierern vor. Ein Roboter in der Kommissionierung wird daher auf absehbare Zeit immer auf die Zusammenarbeit mit Menschen angewiesen sein. Aber durch das Konzept können Roboter aus ihren Fehlern lernen und auf neue Artikel trainiert werden, um mit der Zeit immer zuverlässiger zu arbeiten.

Institut für Betriebsorganisation und Logistik an der Technischen Hochschule Ulm

Das Institut unter der Leitung von Prof. Dr. Norbert Bartneck betreibt Lehre, Forschung und Beratung entlang der Wertschöpfungskette Beschaffung - Produktion - Distribution. Im Fokus steht dabei das gesamte Spektrum von Strategieentwicklung über Planung bis zur Umsetzung. Dabei wird in allen Bereichen besonderer Wert auf die Integration von IT-Systemen, Prozessen und Organisation gelegt mit dem Ziel, durchgehende und schlanke Geschäftsprozesse zu realisieren.

Kooperatives Promotionskolleg „Cognitive Computing in Socio-Technical Systems“

Das Promotionskolleg ist eine Kooperation der Universität Ulm und der Technischen Hochschule Ulm. Es dient der Entwicklung innovativer Konzepte für Kognitive Maschinen und die aufkommende Ära des Cognitive Computing, indem es Promotionsprojekte finanziell und strukturell ermöglicht.