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Kromfohrländer

Erscheinungsbild

Der Kromfohrländer zählt zu den mittelgroßen Hunden; er erreicht eine Schulterhöhe von 38-46 cm und ein Gewicht von ca. 10-14 kg. Es gibt zwei Haarvarietäten: Rau- und Glatthaar. Die Grundfarbe des Kromfohrländers ist weiß. Hellbraune, rotbraune bis stark dunkelbraune Abzeichen in Form von verschiedenen großen Flecken geben ihm sein charakteristisches Aussehen.

Wesen

Der Kromfohrländer ist ein angenehmer, wachsamer Haus- und Begleithund, wie man ihn nicht oft findet. Treu und anhänglich bedeutet ihm seine Familie alles. Fremden Personen gegenüber verhält er sich zurückhaltend und mißtrauisch.

Trotz seines erfrischenden und manchmal überschäumenden Temperamentes ist er in Wohnungen sehr gut zu halten. Dagegen gehört er auf keinen Fall in einen Zwinger! Er braucht reichlich Auslauf.

Der Kromfohrländer stellt sich ganz auf das Leben in seiner Familie ein. Haben Herrchen oder Frauchen das Bedürfnis nach Ruhe, zieht sich der Kromfohrländer zurück und stört nicht. Auf ein Zeichen seines "Menschen" reagiert er aber sofort, denn für liebevolle Zuwendung und ein Lob ist er immer empfänglich. Sogar der selbstbewusste Kromfohrländer wird dann zum Schmusehund. Seine Lernfähigkeit läßt ihn auffallend schnell und innerhalb kurzer Zeit viele Redewendungen verstehen.

Der Kromfohrländer ist ein idealer Begleiter bei Spaziergängen. Er hat fast keinen Jagdtrieb und kann daher in Wald und Flur ohne Leine laufen. Er entfernt sich nur wenige Meter von Herrchen und Frauchen und hält immer den Kontakt.

Geschichte

Zu den Besonderheiten des Kromfohrländers gehört nicht nur seine vielfältige Erscheinungsform als rau- oder glatthaariger, als kurz- oder langhaariger Hund, sondern auch seine Geschichte. Der Kromfohrländer ist das glückliche Ergebnis einer Zufallspaarung. Im Jahr 1945 fand ein streunender, halbverhungerter Hund im Siegerland ein neues zuhause. Der struppige Hund war von amerikanischen Soldaten auf dem Marsch nach Osten mitgenommen worden. In der Gemarkung Kromfohr setzte er sich ab und wurde schließlich von Ilse Schleifenbaum aufgenommen.

Nach gründlicher Säuberung konnte der Hund identifiziert werden. Es handelte sich um einen französischen Drahthaarvorstehhund, einen Griffon Vendéen. In das Buch der Hundegeschichte kam Peter, so wurde der struppige Hausgenosse genannt, als er eine Foxterrierhündin aus der Nachbarschaft besprang. Wenn die Aufzucht der Welpen kurz nach dem Ende des Krieges auch mit viel Mühe verbunden war, so reizte das Ergebnis des ersten Wurfes doch für weitere Zuchtversuche. Die Jungen wiesen nämlich ein hohes Maß an gemeinsamen Merkmalen auf und waren doch mit keiner anderen Rasse zu vergleichen. Gleichzeitig passten sie in die schwierige Nachkriegszeit, denn sie waren robust und dabei gelehrig und treu.

Frau Schleifenbaum beschloss, diese Hunde zur Rasse durchzuzüchten. Dabei half ihr Otto Borner, der eine zweite Zuchtstätte begründete. Die Hunde wurden unter großem persönlichen Einsatz gezüchtet. So lebten bei Schleifenbaums zeitweilig bis zu 10 Hunde. Bei Borners wurden bis zu 14 Hunde in einem kleinen Haus aufgezogen. Die Rasse wurde durch den Besuch von Hundeausstellungen bekannt macht. Nach 10 Jahren war der Nachweis der Einheitlichkeit der Würfe im Erscheinungsbild und Wesensart geführt. 1955 wurde die Rasse amtlich als neue deutsche Hunderasse international anerkannt. Der "Zwinger vom Wellersberg" von Ilse Schleifenbaum und der "Zwinger vom Lenneberg" von Otto Borner begründeteten damit die Rasse der "Kromfohrländer".

Mit der Anerkennung der Kromfohrländer als Rasse war deren Bestand aber noch nicht gesichert. Eine zweite Generation von Züchtern, Graf Westarp, Werner Rahmann und Helmut Koschnicke verwandte viel Energie, die Zucht auf eine breitere Basis zu stellen, so daß am Ende im Jahr etwa 50 Welpen geboren wurden. Gleichzeitig sorgten sie für eine Verbreiterung der Mitgliedschaft des 1955 gegründeten Rassezuchtvereins der Kromfohrländer e.V., dessen Erster Vorsitzender Helmut Koschnicke war.

Quelle:  Deutscher Rassezuchtverein der Kromfohrländer (http://www.kromfohrlaender.de)

 

 

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Impressum | Letzte Änderung: 28.08.2008