Informationen zur Schüler-Universität

Die Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften der Universität Ulm führt seit dem Wintersemester 2004/2005 zusammen mit den umliegenden Gymnasien die "Schüler-Universität Ulm" durch.

Zum Konzept

Das Konzept der Schüler-Universität sieht vor, begabten und besonders motivierten Schülern der Oberstufe die Teilnahme an ausgewählten Lehrveranstaltungen der Universität zu ermöglichen. Unser Projekt orientiert sich an der im Wintersemester 2002/2003 eingeführten und sehr erfolgreichen  SchülerUni der Ruhr-Universität Bochum.

Die Idee der Schüler-Universität ist, gute Schüler durch individuell zugeschnittene Angebote zu fördern und ihnen Orientierungshilfe für den Übergang von der Schule an die Universität zu geben. Die Schüler sollen bereits während ihrer Schulzeit die Möglichkeit bekommen, sich eingehend über die an der Universität Ulm angebotenen Studienfächer zu informieren. Gleichzeitig sollen sie einen Eindruck von den Anforderungen eines Studiums erhalten.

Zum Vorgehen

Die Universität führt vor Beginn jeden Semesters (Anfang April und Anfang Oktober) eine Informationsveranstaltung für SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen durch; die Einladung erfolgt über die Schulen und die regionale Presse. In dieser Informationsveranstaltung wird das Konzept und das Vorgehen erläutert; weiterhin werden die einzelnen Vorlesungen kurz vorgestellt. Es handelt sich im Regelfall um die Einführungsvorlesungen der einzelnen Studiengänge.

  • Die Schüler wählen aus dem Programm eine Lehrveranstaltung aus und melden sich mit dem Anmeldeformular an. Die Schulen müssen die Teilnahme des Schülers/der Schülerin genehmigen (Bescheinigung der Schule); die Schüler-Universität ist eine Schulveranstaltung.
  • Das Studiensekretariat der Universität Ulm stellt für ein Semester einen Studierendenausweis aus, der zum Besuch der Lehrveranstaltung und der Nutzung der Einrichtungen (Bibliothek, Rechenzentrum) der Universität berechtigt.
  • Die Schüler nehmen an der Lehrveranstaltung teil und können durch die erfolgreiche Teilnahme an der Prüfung einen Leistungsnachweis erwerben, der im Fall eines späteren Studiums anerkannt werden kann.

Voraussetzungen für die Teilnahme

Voraussetzungen für die Teilnahme von Seiten der SchülerInnen ist neben dem Interesse am Fachgebiet eine hinreichende Motivation und genügend Durchhaltevermögen. Die Teilnahme an der Schüler-Universität ist eine zusätzliche Belastung.

Durch die Schüler-Universität sollen engagierte Schüler und Schülerinnen gefördert werden und Orientierungshilfe für das Studium bekommen. Darunter dürfen jedoch das Engagement und die Leistungen in der Schule nicht leiden. Teilnehmen sollten daher nur geeignete und gute Schüler, die trotz der zusätzliche Belastung durch den Besuch der Lehrveranstaltung keine Schwierigkeiten in der Schule bekommen.

Daher ist die Zustimmung der Schule (und bei Minderjährigen zusätzlich der Eltern) eine zwingende Voraussetzung für die Teilnahme an der Schüler-Universität. Gegebenenfalls ist auch eine Freistellung vom Unterricht erforderlich. Bei Schwierigkeiten können die SchülerInnen oder die Schule die Teilnahme an der Schüler-Universität jederzeit abbrechen.

Erfahrungen

Das Pilotprojekt zur Schüler-Universität Ulm begann im Wintersemester 2004/2005 mit der Öffnung der Vorlesung "Allgemeine Informatik I". An dieser Vorlesung haben 14 SchülerInnen teilgenommen; davon haben 13 die erforderlichen Leistungsnachweise erbracht. Einige der Schüler haben im Sommersemester 2005 mit der Vorlesung "Allgemeine Informatik II" weitergemacht; darüber hinaus wurden weitere Lehrveranstaltungen geöffnet. Im Wintersemester 2005/2006 haben wir zusätzlich einige der Einführungsveranstaltungen der Studiengänge "Wirtschaftswissenschaften" und "Wirtschaftsmathematik" geöffnet.

Mittlerweile beteiligen sich fast alle Studiengänge der Universität Ulm mit der Öffnung einer oder mehrerer Vorlesungen an der Schüler-Universität. Insgesamt haben über 250 Schüler und Schülerinnen an den Vorlesungen im Rahmen der Schüler-Universität teilgenommen. Das Programm im Sommersemester ist in der Regel kleiner, da die Lehrveranstaltungen aufeinander aufbauen und der reguläre Studienbeginn meist das Wintersemester ist.

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