In Ulm gab es ein Konzentrationslager

Sonntag, 21. April 2013, 14:30 Uhr
Ort: KZ-Gedenkstätte im Fort Oberer Kuhberg
Eine historische (Ein-) Führung für Ulmer Studierende

In Ulm zu studieren, könnte für eine Studentin, einen Studenten heißen, sich auch für die Geschichte dieser Stadt in der Zeit des Nationalsozialismus zu interessieren.

Wer solche Interessen hat, ist eingeladen zu dieser Führung durch die Ulmer KZ-Gedenkstätte im Fort Oberer Kuhberg. Hier befand sich zwischen November 1933 und Juli 1935 das Konzentrationslager des Landes Württemberg. Eingekerkert waren etwa 600 politische und weltanschauliche Gegner des Regimes, darunter vor allem Sozialdemokraten, Kommunisten und auch drei katholische Pfarrer.

Zweck dieses Lagers war es, die Eingekerkerten durch Terror und Folter in ihren Überzeugungen und in ihrer Persönlichkeit zu brechen und den Rest der Bevölkerung einzuschüchtern. Dieser authentische Tatort repräsentiert einen wesentlichen Baustein zur Etablierung des NS-Systems, einen Baustein, von dem das Gesamtgebilde „NS-Staat“ zu betrachten und zu verstehen ist. Heute steht die Gedenkstätte unter dem Leitgedanken, „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Das heißt, am Ort angetasteter Menschenwürde soll Sensibilität und Aufmerksamkeit für solche Antastungen in der Gegenwart gestärkt werden.

Wer zum genannten Termin keine Zeit hat, kann auch an einem anderen Sonntag um 14:30 Uhr kommen und an einer Führung teilnehmen.
Weitere Infos : (0731) 213 12

Alle sind herzlich eingeladen.

Konditionen

Die Gebühr von 2,- € ist in der KZ-Gedenkstätte zu bezahlen.