Die Batterie von Bagdad
Heutige Erkenntnisse:


Chemische Kenntnisse
 

Metalle:

  • Gold, Silber und Kupfer
  • Quecksilber, Zinn und Blei
  • Antimon und Eisen
  • Zink (in Indien als Metall bekannt, im Mittelmeerraum nicht, es könnte den Parthern, als "Nachbarn" der Inder, zugänglich gewesen sein)
  • Legierungen:

  • Zinn- und Arsenbronzen
  • Elektrum (Legierung aus Silber und Gold)
  • Salze:

  • Kochsalz
  • Alaun (Kaliumaluminiumsulfat)
  • Kupfer- und Eisensulfat
  • Salpeter (Kaliumnitrat)
  • Ammoniumchlorid
  • Pottasche (Dikaliumcarbonat) und Soda (Dinatriumcarbonat)
  • Kupferacetat
  • Säuren:

  • Essig
  • Fruchtsäuren (z.B. Zitronensaft)
  • Weinsäure

  •  

    Untersuchung der potentiellen Spannungsquelle
         (Thomas Zagermann: Experimentelle Untersuchungen an vermuteten antiken Spannungsquellen)
     
    Als ungeeignet für den Betrieb von Galvanischen Zellen erwiesen sich leicht zugängliche Chemikalien wie Glucose, Saccharose, Essig und Pottasche.
    Eine Kombination von Alaun und Salpeter ergab gut funktionierende Zellen, die bis zu 18 Stunden Strom (an einen 22 Ohm-Widerstand) lieferten. Auch verdünnte Kupfersulfatlösungen lieferten bis zu 20 Stunden konstante Spannungen von 500-300mV.

    Bei Versuchen an mit Paraffin (als Ersatz für Bitumen) verschlossenen Zellen zeigte sich folgendes:
    Nicht alle Zellen blieben dicht (möglicherweise aufgrund der Wasserstoffentwicklung in manchen Zellen), so dass doch Luft und der darin enthaltene Sauerstoff Zugang zur Reaktion fanden.
    Die Salpeter/Alaun-Zellen erwiesen sich als vom Luftsauerstoff unabhängig, ebenso Kupfersulfatzellen. Bei reinen Ammoniumchloridzellen erwies sich die Sauerstoffzufuhr als wesentlich - ohne Sauerstoff ist keine Reaktion möglich.



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