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Donnerstag, 20. November 2008
"Globalisierung, Weltfinanzsystem, Nachhaltigkeit – Die Welt braucht einen 'Global Marshall Plan'"
Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher

Die Welt sieht sich spätestens seit der Weltkonferenz von Rio 1992 vor der Herausforderung, eine nachhaltige Entwicklung bewusst zu gestalten. Das bedeutet insbesondere eine große Designaufgabe bezüglich der Wirtschaft, nämlich die Gestaltung eines nachhaltigkeitskonformen Wachstums bei gleichzeitiger Herbeiführung eines (welt-) sozialen Ausgleichs und den Erhalt der ökologischen Systeme.
Die Chancen zur Erreichung dieses Ziels vom Charakter einer Balance sind aber alles andere als gut. Mögliche prinzipielle Zukunftsperspektiven sind ein Kollaps oder eine Ressourcendiktatur, wahrscheinlich verbunden mit Terror und Bürgerkrieg.

Der Vortrag beschreibt verschiedene Optionen und entwickelt eine Doppelstrategie, wie man am besten mit dieser Situation umgeht. Dies wird aus Sicht der europäischen bzw. deutschen Politik beleuchtet.

(je 6,50 €)




Donnerstag, 04. Dezember 2008
"Grenzen des Wachstums als die Herausforderung gesellschaftlichen und unternehmerischen Handelns"
Dr. Friedrich Hinterberger

Wirtschaft ist das System, mit dem wir gemeinsam (gesellschaftlich) das herstellen und verteilen, was alle haben möchten: ein gutes Leben. „Gut leben“ heisst aber nicht unbedingt „mehr haben“ - was angesichts der immer sichtbarer werdenden ökologischen Grenzen des Wachstums ohnehin nicht mehr möglich wäre. Diese Erkenntnis erfordert jedenfalls die Verantwortung aller Beteiligten für das Ganze; Verantwortung in all unseren Rollen (als Produzenten, Konsumenten, Wähler, Eltern, ...) und gesellschaftliche (=politisch gesetzte) Rahmenbedingungen, innerhab derer sich die individuelle Verantwortung entfalten kann. An beidem mangelt es
derzeit allenthalben.

Friedrich Hinterberger zeigt in seinem Referat, wie diesen beiden Aspekten zukunftsfähigen Wirtschaftens zum Durchbruch verholfen werden kann.

(je 6,50 €)




Donnerstag, 22. Januar 2009
"Ende der Artenvielfalt? Gefährdung und Vernichtung von Biodiversität"
Prof. Dr. Josef. H. Reichholf

Zu den großen Herausforderungen unserer Zeit gehört die Erhaltung der Lebensvielfalt auf der Erde. In Jahrmillionen ist sie entstanden, in Jahrzehnten rotten wir immer größere Teile davon aus. Ist das Artensterben die notwendige Folge der Bevölkerungszunahme der Menschheit? Lassen sich die Verluste noch eindämmen? Reichen die umfangreichen Schutzmaßnahmen für die Natur für ihre Erhaltung nicht aus?

Solche und weitere Fragen stehen im Zentrum der Ausführungen zur Biodiversität der Erde. Es geht darum, wie sie entstand, welche Bedeutung sie hat und ob wir Chancen haben, sie zu retten. Überraschendes zeigt sich: Städte sind zu Rettungsinseln für die Artenvielfalt geworden. Der Artenbestand ist global noch gar nicht bekannt und der größte Teil der Naturverluste in den Tropen wird nicht von der wachsenden Bevölkerung verursacht, sondern von uns, von Deutschland und der EU, weil wir Futtermittel und Bioenergie in riesigen Mengen von dort importieren. Die Krise der Biodiversität drückt Kernprobleme von Globalisierung und Klimaveränderung in aller Deutlichkeit aus.

(je 6,50 €)