Mikroskope der verschiedenen Typen
sind das wichtigste Hilfsmittel der Cytologie.
Durch
Kombination der verschiedenen Mikroskoptypen, wie Lichtmikroskop, Transmissionselektronenmikroskop
(TEM) und Rasterelektronenmikroskop (REM) können optimale Ergebnisse
erzielt werden.
Im Gegensatz zum TEM bei dem die
Elektronen das Objekt durchstrahlen, eignet sich das Rasterelektronenmikroskop
für ungeschnittene Zellen oder Gewebe, die erzeugten Bilder erscheinen
dreidimensional. Allerdings ist die Auflösung des REM mit 10 nm und
die effektive Vergrößerung von bis zu 20 000fach deutlich schlechter
als im TEM (Auflösung 0,1 nm). Subzelluläre Organellen werden
daher eher im TEM betrachtet.
Größe
biologischer Strukturen und Einsatzbereich verschiedener Mikroskopiearten
Um den Elektronenstrahl effektiv zu bündeln wird der Elektronenstrahl nach Verlassen der Anode durch einen Doppelkondensor geleitet. Bei den Kondensoren handelt es sich um elektromagnetische Spulen, welche Elektronen fokussieren können, ebenso wie Glaslinsen die Lichtwellen.
Im Gegensatz zum TEM fehlen dem REM Objektiv- und Projektivlinsen. Die Endlinse des mehrstufigen Kondensorlinsensystems wird jedoch häufig als „Objektiv“ bezeichnet, da sie der starken Bündelung des Elektronenstrahls dient.
Der nun punktförmige Elektronenstrahl
tastet Punkt für Punkt und Zeile für Zeile die Oberfläche
des zu untersuchenden Objekts ab. Dieser Vorgang wird auch als „Rasterung“
bezeichnet.
Hierbei wird die Energie der Elektronen der Oberflächenmoleküle des Objekts erhöht. Die Elektronen werden also angeregt und können zum Teil auch ganz aus dem Objekt entfernt werden. Bei der Rasterung des Objekts entstehen also Strahlung und Wärme und ein Strahl sekundärer Elektronen, die aus dem bestrahlten Material stammen. Dieser sekundäre Elektronenstrahl wird detektiert und auf einem Fernsehschirm abgebildet. Auf diesem sieht man dann pro Objektdetail auf das der primäre Elektronenstrahl fällt einen Punkt (Pixel).
Da die Elektronen aus den Atomen der Oberfläche des betrachteten Objektes stammen erhält man Abbildungen der Oberfläche mit einer sehr guten Tiefenschärfe. Der Grad der Elektronenstreuung hängt vom Winkel der Oberfläche relativ zum Strahl ab, sodass im Bild helle Stellen und Schatten entstehen, was einen sehr guten dreidimensionalen Eindruck vermittelt.
Da dem REM Objektiv- und Projektivlinsen fehlen, muss die Vergrößerung erreicht werden, indem bei gleichbleibender Pixelzahl ein kleinerer Objektausschnitt abgerastert wird.
Man verwendet daher die sogenannte Kritisch-Punkt-Trocknung.
Die fixierten und getrockneten
Präparate werden anschließend mit einer dünnen, leitenden
Metallschicht belegt, um statische Aufladungsphänomene, welche die
Bildqualität beeinträchtigen würden, zu vermeiden. Man verwendet
hierfür zum Beispiel Gold, aber auch Kohle.

Ansicht eines Facettenauges
In der vergrößerten
Ansicht sind Schrumpfartefakte zu sehen.

Mundwerkzeug einer Zecke Mundwerkzeug einer Zecke
von
unten betrachtet
von oben betrachtet

Schuppen auf einem Schmetterlingsflügel
Tarsus

Glomerulus
Kalkablagerung auf dem Panzer einer Assel