Forschung

Die Forschungsschwerpunkte der Klinische & Gesundheitspsychologie beziehen sich auf Variablen der Gesundheit, hier insbesondere auf den Bereich der Ernährung und sportlichen Betätigung, was in einer Vielzahl von Projekten im Kinder- und Erwachsenenalter sowohl bei gesunden Gruppen als auch bei Personen mit Ess- und Gewichtsstörungen untersucht wird. Seit 2013 ist die Klinische & Gesundheitspsychologie auch Teilnehmer in dem Projekt „Komm mit in das gesunden Boot“ (http://www.gesunde-kinder-bw.de/grundschule/). Auch im betrieblichen Gesundheitsmanagement der Universität Ulm sind wir aktiv vertreten, so im Projekt „Der Eselsberg bewegt sich“ (http://www.uni-ulm.de/misc/iui-gesfuermit.html)

Ein damit assoziierter Forschungsbereich ist die Embodied Cognition, wo der Körper und körperliche Repräsentationen als wesentlich für jede Form von Kognition und Affekt betrachtet werden. Dabei stellt die Wahrnehmung körpereigener Signale (Interozeption) und individuelle Unterschiede in der Sensitivität für körpereigene Signale eine Schlüsselinformation dar, nicht nur für das emotionale Erleben, sondern für viele kognitive Prozesse und Prozesse der Selbstregulation sehr wichtig ist. Eine Vielzahl von Projekten beschäftigt sich mit diesem Schwerpunkt, sowohl bei gesunden Probanden als auch bei klinischen Gruppen wie essgestörten Patientinnen oder somatoformen Schmerzpatienten.Ein weiterer enger Kooperationspartner in diesem Zusammenhang ist die psychosomatische Klinik in Windach am Ammersee (https://klinik-windach.de/) bei der die Veränderung der Interozeption im Verlauf bei verschiedenen klinischen Störungsbildern näher untersucht wird.

Gerade der Einfluss von Persönlichkeit (hier etwa eine Vielzahl von Studien zum Bereich der Alexithymie) und körperlichen Faktoren auf affektive und kognitive Prozesse sowie auf die Wahrnehmung und Bewertung von Schmerz ist ein eigenständiger Forschungsschwerpunkt. Weitere Forschungsthemen beinhalten Fragen zu kognitiven Leistungen und vegetativen Prozessen, zur „crossmodal“ Integration von verschiedenen interozeptiven Eingängen und zur Kontrolle von Essverhalten, auch in Interkation zu Ess- und Gewichtsstörungen.