BAGSO-Fachtagung "Vielfalt der Bildung im Alter"
Das ZAWiW stellt seine Projekte vor

Universität Ulm

Die BAGSO-Fachtagung in Neudietendorf zum Thema „Bildung im Alter: Barrieren überwinden, Vielfalt fördern, Gesellschaft stärken“ am 14. November war mit über 100 Teilnehmenden gut besucht, darunter auch drei Mitarbeitende des ZAWiW.

Vielfalt und Teilhabe für ältere Menschen
Die Begrüßung erfolgte durch den ehemaligen BAGSO-Vorsitzenden Franz Müntefering. Der inzwischen selbst 83-jährige betonte, dass ältere Menschen Menschen mit Potenzialen sind, deren Teilhabe ermöglicht werden muss.

Prof. Dr. Julia Steinfort-Diedenhofen ging in ihrem Eröffnungsvortrag „Bildung im höheren Lebensalter-Perspektivem im Angesicht großer gesellschaftlicher Transformation“ der Frage nach, ob Bildung dem Gefühl der Überforderung und des Unbehagens angesichts der aktuellen Herausforderungen etwas entgegensetzen oder vielleicht sogar die Antwort sein kann. 
Nach einem Austauschgespräch mit einem Vertreter des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend konnten die Teilnehmenden zwischen vier Workshops wählen. 

Gut besuchte Workshops zum Thema „Übergang in den Ruhestand“ mit Dr. Markus Marquard
Dr. Markus Marquard bot den Workshop „Übergang in den Ruhestand“ an, der sehr gut besucht war. Dabei wurde zunächst das Thema „Übergang in die nachberufliche Phase“ thematisiert und wie die Auseinandersetzung damit gestaltet werden kann. Die Teilnehmenden, die entweder selbst vor diesem Übergang stehen oder ihn professionell begleiten wollen, diskutierten über die verschiedenen Aspekte die nachberufliche Phase zu gestalten Markus Marquard motivierte dazu, den „Ruhestand“ als Lebensalter neuer Freiheiten zu begreifen und aktiv bunt zu gestalten.

Neben dem Workshop Übergang konnte zwischen „Bildung im Alter für mehr Gesundheit“, kultureller und politischer Bildung gewählt werden.


Drei Projekte des ZAWiW bei der Projektvorstellung beim Gallery-Walk
In der Mittagspause fand bereits ein reger Austausch zwischen den Projektbeteiligten statt, der beim anschließenden Gallery-Walk vertieft werden konnte. Hier stellten Projekte aus der Bildungsarbeit mit älteren Menschen ihre Arbeit vor. 

Mit dabei war auch das am ZAWiW angesiedelte Projekt H2 Wandel, das den Dialog zwischen Wissenschaft und Bürgerschaft rund um die Energiewende und (grünen) Wasserstoff schafft und ehrenamtliche Wasserstofflots*innen weiterbildet und begleitet.

Auch das Projekt DiBiWohn, das die soziale und digitale Teilhabe älterer Menschen im vierten Lebensalter im Betreuten Wohnen und in der stationären Langzeitpflege stärken will, stellte sich vor. Dabei werden Internetneulinge von ehrenamtlichen Technikbegleiter*innen auf ihrem Weg in die digitale Welt unterstützt.

Aber auch das ZAWiW selbst stellte sich unter dem Motto „Weiterbildung und Lernen - für sich, mit anderen, für die Gesellschaft“ mit seinen verschiedenen Programmlinien und Formaten vor. Auch die Vorstellung des ViLE-Netzwerks stieß auf breites Interesse. 

Die beeindruckende Vielfalt der dargestellten Bildungsangebote für Senior*innen zeugt von einer breiten Palette an Möglichkeiten, die auf die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse dieser Zielgruppe abzielen. Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass die Vernetzung zwischen den verschiedenen Organisationen und Initiativen wichtig für die Bildungsarbeit ist. Ein herzlicher Dank geht dabei an Anna Krükel und die BAGSO für die hervorragende Organisation der Veranstaltung, die diese wertvolle Plattform für den Austausch und die Weiterentwicklung von Bildungsangeboten für Senior*innen ermöglicht hat.
 

Franz Münterfering, BAGSO Vorsitzender von 2015 bis 2021