Seminar elektronische Musik in Theorie und Praxis
Dr. Wolf-Dieter Trüstedt (Musisches Zentrum)
Prof. Dr.-Ing. Michael Weber (MI)
Zeit und Ort
Freitag: 19. April / 26. April / 24. Mai / 31. Mai / 5. Juli 2013
jeweils 10-13 Uhr im Musikhaus MUZ Universität Ulm
Allgemeines
• Maximale Teilnehmerzahl: 12
• Anmeldeformalitäten: per E-Mail an
Michael Weber

- Pure-Data-Teiltonfelder mit Klängen des Chin-Instrumentes
Aktuelle Informationen
Die Studierenden lernen die Basics des Musikprogrammes PureData pd und den mathematischen, psychoakustischen und ästhetischen Hintergrund im Kontext von Kunst und Wissenschaft. Im künstlerischen Aspekt werden Programme mit mehreren freien Zeitströmen (Polytempic) und den zugeordneten Musik-Ereignissen (Geräusche, Klänge, Töne) entworfen.
Inhalte des Seminars
• Pure Data Programmieren - Einführung
• Kennenlernen früherer Projekte: Synthesizer (geometrische Klänge), Sample-Player (Phonem-Spieler akustischer Aufnahmen), Laptop-Tastatur-Spiel, Sequenzer (Spiel von Ton-Kaskaden), Musik-Recorder und -Player in pd.
• Die rhythmischen und melodischen Differenzierungen in den Arbeiten von Xenakis und Riley basieren u.a. auf der Phasenverschiebung und im Tempowechsel mehrerer parallel laufender Sequenzer. Die Inhalte der Sequenzer werden in diesem Seminar aus einfachen mathematischen Formeln gebildet (Folgen, Reihen, Relationen, Fraktale).
• Präsentation der im Seminar entwickelten Musikarbeiten auf YouTube.
• Seminar-Referate: Themen aus dem Buch: The Theory and Technique of Electronic Music, Miller Puckette - kostenfreie pdf-Ausgabe in crca.ucsd.edu/~msp/techniques.htm oder eigene Themen.
Vorarbeit
• PureData pd-extended download (open source und freeware) puredata.info/downloads
• Tutorial (freeware) - www.pd-tutorial.com/german/index.html
• Laptop mit installiertem und getestetem pd-Programm und und Kopfhörer mitbringen.
Rückfragen
Dr. Wolf-Dieter Trüstedt

- Die 8 Rechtecke werden in ihrer Helligkeit live (d.h. synchron) von der Musik gesteuert.
Unten: Das Pure-Data-Patch für Musik und Bild.
Die acht a-Töne auf dem Flügel (d.h. jedes a über alle Oktaven) werden nach der Formel 3.75*x*(1-x) aus der Chaos-Theorie in der Tonhöhe variiert. Die Variation steuert gleichzeitig die Helligkeit der 8 Rechtecke in der Grafik. Die Grafik selbst bleibt im Spiel unverändert - kann aber gegen eine neue Grafik ausgetauscht werden - z.B. für der nächsten Satz in der Musik.

- Pure-Data-Patch mit der extended Version von PD aufgebaut - für Musik und Grafik. Das Bild wird z.B. über den Laptop auf einen Beamer übertragen, während das Programm selbst auf dem Laptop sichtbar und somit direkt spielbar bleibt. Die wichtigsten Zugriffe (Spiel der 8 a-Töne mit note on und note off, Bild-Wechsel, Farbwechsel, Lautstärke) werden direkt mit der Laptop-Tastatur gespielt.

- Pure-Data-Seminar Sommer 2007 / Musikhaus des Musischen Zentrums der Universität Ulm


