Helmut Baitsch in memoriam
Der Präsident der Universität Ulm und der Dekan der Medizinischen Fakultät geben sich die Ehre, einzuladen zu einer akademischen Trauerfeier in memoriam
Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Dr. med. h. c.
Helmut Baitsch
emeritierter Ordinarius für Anthropologie und Wissenschaftsforschung, Rektor der Universität Ulm von 1970-1975
und deren Ehrenbürger
am Montag, 14. Januar 2008 um 14:30 Uhr
im Großen Hörsaal der Medizinischen Klinik Oberer Eselsberg Robert-Koch-Straße 8, Ulm
Helmut Baitsch war ein international renommierter Humangenetiker und Anthropologe. In seiner Amtszeit als Rektor der Universiät Ulm hat er den Ausbau der Medizin und der Naturwissenschaften maßgeblich vorangetrieben.
Als Institutsleiter hat er die Weiterentwicklung der Anthropologie und Wissenschaftsforschung nachhaltig geprägt und sich dabei um die Ethik in der Medizin besonders verdient gemacht.
Er hat das Musische Zentum der Universität Ulm aufgebaut und war mehrere Jahre als Ombudsmann tätig.
Helmut Baitsch hat als Mensch, Wissenschaftler und Hochschullehrer die erfolgreiche Geschichte der Universität Ulm wesentlich mitgeprägt.
Sie wird sein Andenken stets in Ehren halten.
Der Präsident Prof. Dr. K. J. Ebeling und der Dekan Prof. Dr. K.-M. Debatin

- Helmut Baitsch, Universität Ulm - Anthropologie, Hochsträß Foto: Dieter Trüstedt
Akademische Trauerfeier
Entrée
Computerklänge und eine zugeordnete Grafik »Volets Verts«
EMU Experimentelle Musik und Kunst im Musischen Zentrum der Universität Ulm
Begrüßung
Prof. Dr. rer. nat. Karl Joachim Ebeling - Präsident
Vorträge
Dr. jur. Axel Streiter
Ehem. Leiter der Abteilung »Sonderforschungsbereiche« der Deutschen Forschungsgemeinschaft Bonn
»Helmut Baitsch und die Sonderforschungsbereiche«
Prof. Dr. med. Jörg Schmidtke
Direktor des Instituts für Humangenetik der Medizinischen Hochschule Hannover - Mitglied der Deutschen Gesellschaft
für Humangenetik, München
»Helmut Baitsch - Humangenetik, Ethik und Gesellschaft«
Prof. Dr. med. Holger Höhn
Direktor des Instituts für Humangenetik der Universität Würzburg - Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik, München
»Zu neuen Ufern. Die Überwindung des genetischen Reduktionismus«
Schlusswort
Prof. Dr. med. Klaus-Michael Debatin - Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm
Musikalische Umrahmung
Prof. Dr. med. Frieder Keller - Piano
Robert Simon - Cello
anschließend Empfang im Foyer des Klinikums

Volets Verts *) - Entrée
Konzept: Dieter Trüstedt
Bildrealisation: Andhi Pabst
Musik: Dieter Trüstedt
Technik und Bildspiel am 14. Jan. 08: Klaus Schmidtke
Ein Projekt der EMU - Experimentellen Musik Universität Ulm
Die Musik besteht aus dem Zusammenschlagen zweier Steine aus der Iller (Illerurgestein). Der Klang wird einige Oktaven tiefer wiedergegeben, so dass tiefe, lang ausklingende Klanggebilde entstehen. Das Zeitmaß der Klänge ist sehr ruhig im ca. 2 Sekunden Zeitabstand und die Zeiten stehen im Verhältnis von 5 zu 7.
Die Tonhöhen der Steinschläge werden von der Projektion "Volets Verts" gesteuert. Das Bild ist ein Farbverlauf von Blau nach Grün. Die Diagonale gibt eine Art Türkis wieder, das von Dunkel nach Hell reicht. Auf dieser Diagonale sind die Tonhöhen gleich, seitlich der Diagonale weichen die Tonhöhen bis zu einer Oktave ab. Der "Fadenkreuz-Spieler" steuert diese Abweichungen und der Klang-Spieler steuert vor allem die Lautstärke und das Zeitmaß.
Mit Helmut Baitsch hatten wir in der Mitte der 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts viel mit diesen Steinen gespielt - im Rahmen des Projektes "Musik in Therapie und Praxis". Aus diesem Projekt ist später das Musische Zentrum der Universität Ulm entstanden.
*) Volets Verts (franz.) = Grüne Fensterläden, Windläden. Eigentlich sind diese Fensterläden weder grün noch blau, sondern liegen immer irgendwie dazwischen, so dass eine undeutige Farbangabe nicht möglich ist. Damit beschäftigt sich das Musik- und Bild-Projekt.
