Bernhard Heiliger
Ulmer Tor
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Die viele Tonnen schwere Stahlplastik, das "Ulmer
Tor" mit einer Höhe von 470 cm, einer Breite von
800 und einer Tiefe von 650 cm wurde von Bern-
hard Heiliger speziell für den Kunstpfad an der Uni
Ulm konzipiert, entworfen und gebaut. Den
Initiatoren des Pfades ging es darum, mit einer
grossen Plastik auf der Fläche im Norden der
Gebäudekomplexe ein "Gegenstück" zu Niki de St
Phalles "Le poete et sa muse" zu plazieren, um
durch Verringerung der Dominanz dieses überra-
genden Werkes in der naturgestalteten Umgebung
Freiraum für weitere, kleinere Arbeiten anderer
Künstler zu schaffen. Um dies zu erreichen musste
diese von der Grösse und Masse aber auch von der
Qualität der künstlerischen Aussage her dem
Poeten und seiner goldenen Muse ebenbürtig sein.
Ein Kontrast im Hinblick auf Material und Kunst-
richtung wurde angestrebt. Die Anforderungen
konnte der Stahlplastiker von Weltruf, Bernhard
Heiliger, in idealer Weise erfüllen.
Die Hauptteile der Stahlplastik von 2 cm Stärke
sind seitlich als Torpfosten in Form eines Dreieckes
und eines unregelmässigen Viereckes gestaltet, der
Torbogen aus senkrecht zueinanderstehenden
flächenhaften Kreissegmenten Eine regelmässig
gekrümmte ca. 5 cm dicke Stange vollzieht die
Rundung des Torbogens nach, flächige Platten
betonen die Horizontalbewequng und teilen den
Raum in der Tiefe. Der Grundriss der Plastik ist
trichterförmig dermassen gestaltet, dass man aus
der Distanz nur einen Teil des Tordurchmessers
wahrnimmt, im Sog des Trichters unmittelbar vor
dem Durchlass aber die volle Ausdehnung des
Durchlasses erkennt und nun direkt auf den Nord-
eingang der Universität blickt Diese Gestaltung mit
Trichter, relativ engem Durchlass und die erst im
letzten Augenblick freigegebene Sicht auf den
Zugang zur Universität symbolisiert gewisserma-
ssen die Schwierigkeit mit Numerus clausus und die
Anstrengungen und Aufwendungen die unternom-
men werden müssen, um an die Universität zu
gelangen. In der entgegengesetzten Richtung öffnet
sich das Tor nach Verlassen der Uni in die Weite
der Natur und des Himmels, die Zukunft ist offen!