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| Gisela
v. Bruchhausen Sous le ciel (13) 1989 |
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Die
Arbeit entstand als erste große Plastik in der Reihe Gisela v Bruchhausen's
Gitter- und Rahmenkonstruktionen. Bei diesen Arbeiten geht es ihr vor
allem um die wechselseitige Durchdringung von Innen und Außen in
der plastischen Struktur. Offensichtlich ist die Plastik kein massives
Volumen, das sich gegen den Raum abschließt; aber sie besteht ebensowenig
in einem losen Gestell, das lediglich räumliche Verhältnisse
akzentuiert. Ihr Ort erscheint sowohl nach außen geöffnet als
auch, umgekehrt, in sich gefaßt zu sein, da der Raum als immaterielle
Beziehungsgröße - als Intervall, Proportion oder Negativkörper
- in den konkreten Aufbau einbezogen ist. Sous le ciel liegt eine Maquette
zugrunde, die die Kunstform allerdings nur als grobe Orientierung verwendet
hat, um Plattenstahl in bestimmte Formen zu schneiden Der Aufbau erfolgte
nach konstruktiven Gesichtspunkten und mußte, der Veränderung
des Maßstabes entsprechend, neu erarbeitet werden. Die Plastik enthält
keine vor- gefundenen Teile, sondern alle Formen sind eigens zugeschnitten
und die Rundungen, in ihren Kippungen und Drehungen, mittels einer Biegemaschine
hergestellt. Die Farbe hat eine eigene, von der Materialoberfläche
unabhängige Bedeutung. Sie ist keine dekorative Außenhaut und
in ihrer Funktion auch nicht bloß auf die Differenzierung substanzieller
Formen beschränkt. In Sous le ciel hat Gisela von Bruchhausen erstmals
versucht, den Zusammenhang von Innen und Außen durch eine Art "plastisches
Licht" zu verdeutlichen, indem sie das Blau so angebracht hat, als
würde die Reflexion eines imaginären Himmels die Plastik von
allen Seiten umspielen Daher der Titel: "Unterm Himmel". |
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