Eckart Rotter
Environment (23) 1990

Das Envirorment vor dem DRK-Gebäude an der Universität Ulm steht in einem schattigen Hain auf einem welligen Gelände, überdacht von hohen Bäumen.Seine Bedingung besteht nicht darin, sich gegen Architektur behaupten zu müssen, sondern es fügt sich als geschlossenes Ensemble in die Natur. Um einen kleinen runden Platz verteilen sich in regelmäßigem Abstand 6 zur Platzmitte offene Schreine (240x70x70cm). In der Reihenfolge wechselt sich jeweils ein Schrein mit Figur und ein Schrein mit Sitzgelegenheit ab.
So ergibt sich für die Benutzer eineSituation, in der sich eine Person jeweils mit einer Figur direkt konfrontiert sieht. Betont wird das noch durch die Bepflasterung, die als Weg in weißem Marmor ausgelegt ist, während die verbleibenden Segmente dunkel abgesetzt sind. Im Gegensatz zu vielen Plastiken dieses Skulpturenpfades, die autonom für sich stehen,wird hier der Betrachter in eine kommunikative Situation mit der Plastik und den zwei anderen Betrachtern gebracht. Der Betrachter befindet sich in einem Gehäuse, das innen den Formcharakter der gegenüber stehenden Plastik besitzt und in einer Farbe gehalten ist, die ebenfalls dem Formcharakter der Plastik entspricht.