@city

Im Projekt @City (Automated Cars and Intelligent Traffic in the City) steht das automatisierte Fahren und der intelligente Verkehr in der Stadt im Mittelpunkt. Dabei soll nicht nur der Fahrer im Stadtverkehr bestmöglich unterstützt werden, sondern auch die Interaktionen zwischen dem Fahrzeug und anderen (schwächeren) Verkehrsteilnehmern eine wichtige Rolle spielen. Aufgrund der sich schnell verändernden Umgebung reichen konventionelle Methoden, die beispielsweise in gut strukturierten Umgebungen wie Autobahnen schon heute eingesetzt werden, meist nicht aus, um die komplexen Situationen ausreichend genau zu beschreiben.

Ziel des Projekts @City ist es daher, leistungsfähige und robuste Algorithmen für das Situationsverstehen des automatisierten Fahrens im Stadtverkehr und die urbane Umgebungsrepräsentation zu entwickeln und zu erproben. Aufbauend darauf werden neue automatisierte Fahrfunktionen für die Stadt konzipiert, die den Fahrer auch in diesen komplexen Situationen mit hoher Informationsdichte und sehr kurzen Reaktionszeiten die bestmögliche Unterstützung bietet. Weiterhin soll ein gemeinsames Verständnis zum automatisierten Fahren in der Stadt gefunden werden, in dem unter anderem Mindestfunktionalitäten und sicherheitsrelevante Aspekte definiert sind.

 

Im Teilprojekt "Lokalisierung" soll eine hochgenaue digitale Referenzkarte die übliche Sensorik zur Umgebungserfassung (Kamera, Radar, LiDAR) als zusätzliche Informationsquelle so unterstützen, dass das Fahrzeug die komplexe urbane Infrastruktur hinreichend genau beschreiben kann.

Die Algorithmen müssen zudem in der Lage sein, auch bei Ausfällen des dGPS-Systems oder beispielsweise bei Verdeckungen, welche in urbanen Gebieten häufig vorkommen, das eigene Fahrzeug präzise zu lokalisieren.

 

Dafür werden Methoden und Konzepte entwickelt, die auf die speziellen Herausforderungen im Stadtverkehr angepasst sind. Weiterhin soll eine Plausibilisierung der HD-Karte unter Berücksichtigung einer ungenauen Lokalisation und verrauschter Sensordaten erfolgen, so dass zur Laufzeit unter anderem Widersprüche erkannt und diese anhand eines Gütemaßes ausgedrückt werden können. Anschließend erfolgt eine Fusion zur Aktualisierung der veralteten Kartendaten.

Zum Abschluss des Projekt erfolgt die Darstellung der entwickelten automatisierten Fahrfunktionen in verschiedenen Pilotanwendungen, wie beispielsweise das Überqueren eines Zebrastreifens, das Einfahren in einen Kreisverkehr oder an dynamischen Engstellen.

Ansprechpartner

Engel Nico, M. Sc.
Raum: 41.1.224
Telefon: +49 (0)731 50 15479
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