Epidemiologie von Krebs- und Herzkreislauferkrankungen mit den Daten des Vorarlberg Health Monitoring and Promotion Program (VHM&PP) Datensatz

Projektteam am Institut  Kilian Rapp,  Jochen Klenk,  Gabriele Nagel,  Daniela Oesterle

Die Gesundenuntersuchung ist eine medizinische Vorsorgeuntersuchung, die sich an die erwachsene Bevölkerung in Vorarlberg, dem westlichsten Bundesland von Österreich, richtet. Die Gesundenuntersuchung wird vom Arbeitskreis für Vorsorge- und Sozialmedizin (aks) in Zusammenarbeit mit den Sozialversicherungsträgern, dem Bundesministerium für Soziale Sicherheit und Generationen, der Vorarlberger Landesregierung und der Vorarlberger Ärztekammer durchgeführt. Das Ziel der Untersuchung ist die Primär- und Sekundärprävention von Stoffwechsel-, Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen. Zusätzlich zur körperlichen Untersuchung und der Abnahme von Blut zur Bestimmung verschiedener Laborparameter vervollständigen Beratung und Motivierung der Teilnehmer die Gesundenuntersuchung. Die Gesundenuntersuchung wird in den Praxen der niedergelassenen Ärzte in Vorarlberg durchgeführt. Ab dem 19. Lebensjahr können alle Vorarlberger Bürger bis zu jährlich einmal kostenfrei an dieser Untersuchung teilnehmen. Die Gesundenuntersuchung wurde 1972 eingeführt. Seit 1983 stehen elektronisch gespeicherte Daten zur wissenschaftlichen Auswertung zur Verfügung. Eine Verknüpfung der Daten mit dem Krebsregister und der Todesursachenstatistik ist auf individueller Ebene möglich.

Die Auswertung der Daten erfolgt in Kooperation mit dem aks Vorarlberg (Prim. Dr. Hans Concin) und der Universität Innsbruck (Prof. Dr. Hanno Ulmer).

Schwerpunkte des Instituts für Epidemiologie der Universität Ulm sind der Einfluss von Übergewicht und damit einhergender metabolischer Faktoren auf das Auftreten von Krebs- und Herzkreislauferkrankungen und auf die Gesamtmortalität.

Beitrag des Instituts

stat. Auswertung, Datenerfassung für Unterstudie Demenz 2000

 

 

Projektlaufzeit

2004 -

 

 

Kooperationspartner                                     

Prim. Dr. Hans Concin, Arbeitskreis für Vorsorge- und Sozialmedizin (aks); Prof. Dr. Hanno Ulmer und Dr. Alexander Strasak, Abteilung für Medizinische Statistik, Informatik und Gesundheitsökonomie, Medizinische Universität Innsbruck; Wilhelm Oberaigner, Krebsregister Tirol und Vorarlberg

 

ProjektförderungRudolf und Clothilde Eberhardt-Stiftung


Knochendichte und Krebsrisiko bei Frauen

Aufgrund des demographischen Wandels wird der Anteil älterer Personen in der Bevölkerung zunehmen und damit auch altersassoziierte Erkrankungen wie Osteoporose und Krebserkrankungen. Bei postmenopausalen Frauen sind Osteoporose und Brustkrebs zwei häufige Krankheitsbilder. Hohe lebenslängliche Östrogenexposition ist mit höherem Brustkrebsrisiko assoziiert. Knochenmasse spiegelt die Östrogenexposition wider. Es gibt Belege, dass die Knochendichte ist positiv mit dem Brustkrebsrisiko und invers mit dem Kolonkarzinomrisiko assoziiert.

Mit den Daten des Vorarlberger Health Monitoring&Prevention Programms (VHM&PP) untersuchen wir die Bedeutung der Knochendichte als intermediärem Faktor der Tumorgenese bei Frauen. 

 

 

Kooperationspartner:

Dr. Hans Concin, aks Bregenz, Österreich

Gefördert durch: H.W. & J. Hector-Stiftung