Willkommen bei der AG Meyer zu Reckendorf
Traumatische Nervenverletzungen und periphere Neuropathien können zu dauerhaften motorischen und sensorischen Einschränkungen sowie chronischen Schmerzen führen. Obwohl periphere Nerven eine intrinsische Regenerationsfähigkeit besitzen, reicht diese häufig nicht aus, um die Funktion vollständig wiederherzustellen oder fortschreitende Nervenschädigungen zu kompensieren.
Unsere Arbeitsgruppe untersucht die zellulären und molekularen Mechanismen, die diese Regenerationsprozesse steuern. Im Mittelpunkt stehen Schwann-Zellen, ihr Zusammenspiel mit Axonen und Immunzellen sowie die Bedeutung von Stoffwechselregulation und mitochondrialer Funktion. Unser Ziel ist es, neue pharmakologische Ansätze zur Förderung der Nervenregeneration zu entwickeln.
Aktuelle Forschungsschwerpunkte
Stoffwechsel und Mitochondrien
Wir untersuchen, wie mitochondriale Funktion, Lipidstoffwechsel und Glykolyse in Schwann-Zellen die Nervenregeneration und die Entstehung diabetischer Neuropathie beeinflussen. Ziel ist es, metabolische Prozesse gezielt zu modulieren, um Nervenschädigungen zu begrenzen und die Regeneration zu fördern.
Schwann-Zell-Plastizität und Remyelinisierung
Wir erforschen, wie Schwann-Zellen zwischen reparaturfördernden und myelinisierenden Zuständen wechseln und die Wiederherstellung der Myelinscheiden ermöglichen. Im Fokus stehen dabei der Transkriptionsfaktor SOX10 und das bioaktive Lipid Sphingosin-1-phosphat (S1P).
Immunmodulation und gezielte Therapien
Wir untersuchen, wie sich das Zusammenspiel von Schwann-Zellen und Makrophagen therapeutisch beeinflussen lässt. Dazu verfolgen wir pharmakologische Ansätze mit Glucocorticoiden und S1P sowie die lokale Anwendung vorbehandelter Makrophagen und die Entwicklung von Nanopartikeln zur zellspezifischen Wirkstoffabgabe.
Seneszenz und Neuromentstehung
An menschlichem Nervengewebe untersuchen wir, ob seneszente Schwann-Zellen zu Fibrose und anhaltender Entzündung nach traumatischen Nervenverletzungen beitragen. Daraus möchten wir pharmakologische Ansätze zur Modulation dieser Prozesse ableiten.
Mitglieder
Klinische Wissenschaftler*innen (GEROK)
Stefanie Deininger
Postdoktorand*innen
Dr. Antonia Seitz
Naturwissenschaftliche Doktorand*innen
Pranav Nanda Kumar
Sina Beck
Mirjam Barth
Medizinische Doktorand*innen
Anna Blechschmid
Mathilda Dausacker
Maximilian Hammrich
Master Student*innen
Sara La Greca
Funding
Deutsche Forschungsgemeinschaft
SFB1149
Medical Scientist Programm der Uni Ulm
Eliteprogramm für Postdoktorand*innen der BaWü Stiftung
Novartis Oppenheim Förderpreis
Tel.: 0731 50 22897
sofia.meyer-zu-reckendorf@uni-ulm.de
Albert-Einstein-Allee 11
Neues Forschungsgebäude, N27
89081 Ulm