Wert- und risikoorientierte Unternehmenssteuerung

Kurseinheit 1: Der Risikomanagementprozess im Versicherungsunternehmen

Kapitel 1    Risiko

  1. Risikobegriff
  2. Risikoklassifizierung

Kapitel 2    Risikomanagement    

  1. Rechtliche Rahmenbedingungen
  2. Risikomanagement-Modell
  3. Risikoplanung
  4. Risikoidentifikation
  5. Risikobewertung
  6. Risikohandhabung
  7. Controlling

Kapitel 3    Risikomaße

  1. Standardabweichung
  2. Lower Partial Moments
  3. Value at Risk
  4. Expected Shortfall und Tail Value at Risk
  5. Axiomensystem für Risikomaße
  6. Praktische Erwägungen

Kapitel 4    Diversifikation, Zusammenhangsmaße und Copulas

  1. Diversifikationseffekt
  2. Zusammenhangsmaße
  3. Copulas

Kapitel 5    Kapitalallokation

  1. Arten des Risikokapitals
  2. Prozess der Kapitalallokation
  3. Allokationsverfahren
  4. Axiomatik von Kalkbrener
  5. Kapitalallokation bei Gruppen

Kurseinheit 2: Wertorientierte Unternehmenssteuerung

Kapitel 6    Vorhandenes und benötigtes Risikokapital

  1. Bausteine der wert- und risikoorientierten Steuerung
  2. Baustein 1: Vorhandenes Risikokapital
  3. Baustein 2: Benötigtes Risikokapital
  4. Reaktionsmöglichkeiten bei zu geringer Risikokapitalausstattung

Kapitel 7    Kapitalkosten und Konzepte der Erfolgsmessung

  1. Baustein 3: Kapitalkosten
  2. Baustein 4: Erfolgsmessung
  3. Unternehmenswertkonzepte

Kapitel 8    Organisation der wertorientierten Steuerung

  1. Blickwinkel der wertorientierten Steuerung
  2. Hauptkomponenten der wertorientierten Steuerung

Kurseinheit 3: Aufsichtsrechtliche Fragestellungen

Kapitel 9    Allgemeine Einführung

  1. Regulierung von Versicherungsunternehmen
  2. Risikokapital
  3. Solvabilität
  4. Solvency I
  5. Solvency II
  6. Entstehung von Solvency II

Kapitel 10    Säule 1 von Solvency II

  1. Bewertung der Kapitalausstattung
  2. Ermittlung der Mindestkapitalanforderung
  3. Ermittlung der Solvenzkapitalanforderung

Kapitel 11    Säule 2 von Solvency II

  1. Inhaltlicher Aufbau und Prinzipien
  2. Kernelemente der Säule 2

Kapitel 12    Säule 3 von Solvency II

  1. Allgemeines zu Säule 3
  2. Marktdisziplin
  3. Offenlegung
  4. Regelungen der Rahmenrichtlinie
  5. Consultation Paper 58
  6. Harmonisierung

Kapitel 13    MaRisk VA als deutsche Antizipation

  1. Überblick und allgemeiner Aufbau
  2. Ziele der MaRisk VA
  3. Grundsatz der Proportionalität
  4. Inhalt der MaRisk VA

Die Autoren

Der Autor des Kurses Wert- und risikoorientierte Unternehmenssteuerung ist Hans-Joachim Zwiesler

Prof. Dr. Hans-Joachim Zwiesler ist Vorsitzender des Kuratoriums am Institut für Finanz- und Aktuarwissen-schaften in Ulm und Professor an der Universität Ulm. Dort ist er maßgeblich am Forschungs- und Studien-schwerpunkt „Versicherungen/Finanzdienstleistungen" im Rahmen des Studienganges "Wirtschaftsmathematik" beteiligt. Darüber hinaus hatte er Professuren an Universitäten in Syracuse und San Diego inne. Seit 2005 ist er Mitglied des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Versicherungs- und Finanzmathematik.

Ziele des Kurses

Der Kurs vermittelt die theoretischen Grundlagen der Wert- und risikoorientierten Unternehmenssteuerung. Es werden die Begriffe „Risiko“ und „Wert“ im Zusammenhang mit Unternehmenssteuerung abgegrenzt und die Messung, Analyse und Steuerung der Risiken vorgestellt. Außerdem wird auf Solvabilitätsvorschriften und die wichtigsten Modelle der wertorientierten Steuerung eingegangen. Der Kurs wurde zum WS 2007/08 erstmals angeboten, zum Wintersemester 2011/2012 grundlegend überarbeitet und ist auf die von der DAV nach PO III zu diesem Gebiet angegebene Stoffübersicht im Rahmen der DAV-Grundwissenprüfung ausgerichtet. Er eignet sich idealerweise zur Einarbeitung in die Thematik sowie zur Vorbereitung auf die entsprechende DAV-Grundwissenprüfung nach PO III.

Voraussetzungen zur Kursteilnahme

Neben den in den Zulassungsvoraussetzungen geforderten mathematischen Grundlagen werden gute Kenntnisse in Lebensversicherungsmathematik, Schadenversicherungsmathematik, Finanzmathematik und Rechnungslegung für Versicherer vorausgesetzt. Idealerweise wird der Kurs erst gegen Ende der Ausbildung und nach dem Kurs Modellierung besucht.

Bearbeitungsaufwand

Zur besseren Einschätzung, wie viel Zeit für die Bearbeitung von Lehrtext, Eigenübungen im Fernkursskript und den Einsendeübungen (Kursübungen) benötigt werden, haben wir die Teilnehmer vergangener Kurse nach Ihrem Bearbeitungsaufwand befragt. Da der Kurs vollständig neu verfasst wurde und die zeitliche Einschätzung auf den Rückmeldungen zum alten Lehrtext basieren,  können die nachfolgenden Zeiten nur als Richtwert dienen.

Durchschnittlich wurden benötigt:

  • für den Lehrtext: 5 Stunden pro Woche
  • für die Beispiele und Übungen: 2 Stunden pro Woche
  • für die Kursübungen: 4 Stunden pro Kursübung