Die Begegnung im Hörsaal und der Austausch zwischen Forschenden und Bürgerschaft auf Augenhöhe sind eine wunderbare Gelegenheit, sich persönlich weiterzubilden. (Teilnehmerin der Akademiewochen, 82 Jahre)

Ankündigung nächste Akademie

Die Herbstakademie 2026 findet vom 28. September bis 1. Oktober statt. Eine Anmeldung ist voraussichtlich ab 1. August unter https://akademie.zawiw.de/ möglich.

Akademiewochen

Wissen vermitteln, Begegnung, Austausch und Diskussion ermöglichen

  • Ein gesellschaftlich relevantes Thema im Blick unterschiedlicher Forschungsperspektiven
  • Ein vielseitiges Programm aus Vorträgen, Arbeitsgruppen und Führungen für die interessierte Bürgerschaft
  • Ein Weiterbildungsangebot im Kompaktformat - flexibel, individuell und offen für alle
  • Seit über 30 Jahren erfolgreich mit regelmäßig 400 bis 500 Teilnehmenden

Zweimal im Jahr veranstaltet das Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW) an der Universität Ulm die sogenannten Akademiewochen, die Frühjahrsakademie Ende März und die Herbstakademie Ende September.
Als Weiterbildungsangebote im Kompaktformat kommen die Akademiewochen mit ihrer thematischen Ausrichtung und in ihrer zeitlichen Struktur insbesondere den Wünschen der Menschen im „dritten Lebensalter" entgegen. Willkommen sind jedoch alle, die sich mit zentralen gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen möchten und dabei den aktuellen Stand wissenschaftlicher Diskussionen aus verschiedenen Forschungsperspektiven kennenlernen wollen. Die Akademiewochen sind anmelde- und gebührenpflichtig.

Allgemeine Informationen zu den Akademiewochen

  • Montag bis Donnerstag von 10:00 bis 16:00 Uhr am Campus der Universität Ulm - i.d. R. ein wissenschaftlicher Fachvortrag am Vormittag, an den Nachmittagen Arbeitsgruppen und Mittwochsangebote.
  • Die Vorträge (10:00 - 11:45 Uhr) beleuchten das Thema der Akademie aus unterschiedlichen Fachdisziplinen und laden die Zuhörerschaft zur Diskussion ein.
    Die Nachmittagsangebote (14:00 - 16:00 Uhr) zeichnen sich durch ein vielfältiges Themenspektrum aus und können ganz nach persönlichem Interesse belegt werden.
  • Während einer Akademiewoche können Sie eine einzige Arbeitsgruppe belegen. Diese findet an zwei oder drei Nachmittagen statt. Sie arbeiten hier zusammen mit weiteren Akademieteilnehmer:innen an einem Thema. Die methodische Gestaltung der Arbeitsgruppen ist so angelegt, dass die aktive Mitarbeit der Teilnehmer:innen im Vordergrund steht.
  • Am Mittwochnachmittag besteht die Möglichkeit, unterschiedliche Einrichtungen innerhalb und außerhalb der Universität Ulm kennen zu lernen (Mittwochsangebote).
  • Arbeitsgruppen und Mittwochsangebote sind teilnehmerbegrenzt.

Wenn Ihnen das gesamte Angebot zu umfangreich ist, bieten wir die Möglichkeit, einzelne Vorträge oder nur eine einzelne Arbeitsgruppe zu buchen.

Zeitliche Struktur
  • Anmelde- und kostenpflichtig
  • Anmeldung online, schriftlich oder telefonisch - ab 1. Februar für die Frühjahrsakademie, ab 1. August für die Herbstakademie.
    Weitere formale Voraussetzungen für die Teilnahme an einer Akademiewoche gibt es keine. Die Veranstaltungen stehen allen offen, die an einer wissenschaftlichen Betrachtungsweise interessiert sind.
  • Gesamtprogramm (alle Vorträge, eine Arbeitsgruppe und ein Mittwochsangebot):
    € 90,00 normal bzw. € 80,00 für Mitglieder des Förderkreises des ZAWiW
  • Ja nach persönlichen Interessen ist es möglich, einzelne Teilleistungen zu einem geringeren Entgelt zu buchen:
    Nur alle 5 Vorträge € 50,00 | Einzelner Vortrag € 15,00 | Arbeitsgruppe 4h/6 h € 40,00/50,00
  • Darüber hinaus können für die Zeit einer Akademie vergünstigte Wochenkarten für den ÖPNV und Parkkarten gebucht werden.
  • Alle Informationen und das Programm der aktuellen Akademie auf https://akademie.zawiw.de/

 

 

202628. Sept. - 1. Oktober Herbstakademie
20275. - 8. April Frühjahrsakademie
 27. - 30. September Herbstakademie

 

Sekretariat ZAWiW
Telefon: +49 (0)731 50-26601
Telefax: +49 (0)731 50-26609
info(at)zawiw.de
Postadresse: Albert-Einstein-Allee 11 | 89081 Ulm

Verantwortlich für die Akademiewochen: Dr. Annette Wettstein

Rückblick Frühjahrsakademie 2026
ZusammenLeben. Verbinden statt spalten

Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist kein Selbstläufer. In Zeiten von Krisen, Polarisierung, wachsender Ungleichheit und tiefgreifendem Wandel steht das Zusammenleben unter Druck. Die Frühjahrs-akademie 2026 fragte daher unter dem Leitmotiv „ZusammenLeben. Verbinden statt spalten“ danach, was unsere Gesellschaft zusammenhält und wie dieses Miteinander gestärkt werden kann.

Den Auftakt machte Gilda Sahebi mit einem kritischen Blick auf die Erzählung der gespaltenen Gesellschaft. Sie zeigte, wie Polarisierung politisch und medial befördert wird und welche verbindenden Kräfte im Alltag bereits wirksam sind. Beate Küpper analysierte auf Grundlage der aktuellen Mitte-Studie den Zustand demokratischer Einstellungen in Deutschland – zwischen der Sorge vor Rechtsextremismus und einer stabilen demokratischen Grundhaltung der Mehrheit.
Nils Goldschmidt rückte Gerechtigkeit als ethischen und ökonomischen Kompass für sozialen Zusammenhalt und nachhaltigen Wohlstand ins Zentrum. Anna Reinhardt thematisierte das Zusammenleben in der alternden Migrationsgesellschaft und fragte nach solidarischen Antworten unter Bedingungen sozialer Ungleichheit. Den Abschluss bildete Stefanie Bremer mit einem persönlichen und politischen Plädoyer für Steuer- und Vermögensgerechtigkeit als Schlüssel zu fairer Teilhabe und Zukunftsfähigkeit.

Das Programm.

Das Titelbild der Frühjahrsakademie 2026: Gesichter aus farbigen Flächen in Mosaikform zusammengesetzt
Gemeinsam eröffneten die fünf Vorträge der Frühjahrsakademie 2026 einen facettenreichen Dialog über Demokratie, Gerechtigkeit, Vielfalt und Verantwortung – und luden dazu ein, das Verbindende neu zu entdecken und aktiv zu gestalten.

Weitere Rückblicke

Die Herbstakademie widmete sich dem Thema „Sicher in der digitalen Welt“. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung aller Lebensbereiche rücken Sicherheit, Datenschutz und der Schutz der Privatsphäre immer stärker in den Fokus. Unsichere Software, Identitätsdiebstahl, Datenlecks und gezielte Cyberangriffe gehören bereits heute zu unserem Alltag. Unternehmen sehen sich professionell organisierten Angriffen ausgesetzt, Privatpersonen müssen den Umgang mit ihren persönlichen Daten immer bewusster gestalten und öffentliche IT-Infrastrukturen geraten immer häufiger unter Druck oder geraten durch proprietäre Lösungen in Abhängigkeiten. Aus unterschiedlichen Forschungs- und Wissenschaftsperspektiven fragen wir danach, wie Souveränität und Privatsphäre angesichts dieser Bedrohungen geschützt werden können. 

Das Programm.

Herbstakademie 2025 - Sicher in der digitalen Welt. Wie bedroht sind Souveränität und Privatsphäre?

Die Medizin befindet sich in einem dynamischen Wandel, der durch bahnbrechende Entdeckungen sowie zunehmende Digitalisierung und Personalisierung geprägt ist. Neue Technologien, innovative Behandlungsmethoden und das wachsende Verständnis für die Wechselwirkungen zwischen Gesundheit und Gesellschaft gestalten die Zukunft der medizinischen Versorgung.

Die Frühjahrsakademie beleuchtete die zentralen Fragen: Was bedeuten „Nutzen“ und „Wirkung“ in der Medizin? Wie definieren wir den Erfolg medizinischer Maßnahmen und wie können wissenschaftliche Erkenntnisse den Alltag von Patienten verbessern? Im Fokus steht auch die Förderung von Gesundheitskompetenz, die sowohl individuell als auch systemisch gestärkt werden muss. Vorträge zu genetischen Ursachen von Tumorerkrankungen, personalisierten Immuntherapien und modernen Medikamenten ergänzten das Programm.

Vor 75 Jahren wurde mit dem Grundgesetz die Grundlage für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung gelegt. Freiheit und Demokratie gelten seither als Grundpfeiler unserer Gesellschaft und geraten dennoch in der heutigen Zeit nicht nur weltweit – sondern auch in Deutschland – unter Druck. Wie resilient kann unsere Demokratie angesichts der Krisen der Gegenwart sein? Welche Freiheiten brauchen wir als demokratische Gesellschaft? Und wie bewahren wir Freiheit und Demokratie auch für die zukünftigen Generationen?
Die Herbstakademie widmet sich, wie auch das Wissenschaftsjahr 2024, dem Thema Freiheit und Demokratie. Dabei sollen die aktuellen Herausforderungen aus verschiedenen Perspektiven thematisiert und mögliche Lösungsansätze diskutiert werden.

Das Programm der Herbstakademie 2024