Ankündigung nächste Akademie
Die Herbstakademie 2026 findet vom 28. September bis 1. Oktober statt. Eine Anmeldung ist voraussichtlich ab 1. August unter https://akademie.zawiw.de/ möglich.
Die Begegnung im Hörsaal und der Austausch zwischen Forschenden und Bürgerschaft auf Augenhöhe sind eine wunderbare Gelegenheit, sich persönlich weiterzubilden. (Teilnehmerin der Akademiewochen, 82 Jahre)
Die Herbstakademie 2026 findet vom 28. September bis 1. Oktober statt. Eine Anmeldung ist voraussichtlich ab 1. August unter https://akademie.zawiw.de/ möglich.
Wissen vermitteln, Begegnung, Austausch und Diskussion ermöglichen
Zweimal im Jahr veranstaltet das Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW) an der Universität Ulm die sogenannten Akademiewochen, die Frühjahrsakademie Ende März und die Herbstakademie Ende September.
Als Weiterbildungsangebote im Kompaktformat kommen die Akademiewochen mit ihrer thematischen Ausrichtung und in ihrer zeitlichen Struktur insbesondere den Wünschen der Menschen im „dritten Lebensalter" entgegen. Willkommen sind jedoch alle, die sich mit zentralen gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen möchten und dabei den aktuellen Stand wissenschaftlicher Diskussionen aus verschiedenen Forschungsperspektiven kennenlernen wollen. Die Akademiewochen sind anmelde- und gebührenpflichtig.
Wenn Ihnen das gesamte Angebot zu umfangreich ist, bieten wir die Möglichkeit, einzelne Vorträge oder nur eine einzelne Arbeitsgruppe zu buchen.
| 2026 | 28. Sept. - 1. Oktober Herbstakademie |
| 2027 | 5. - 8. April Frühjahrsakademie |
| 27. - 30. September Herbstakademie |
Sekretariat ZAWiW
Telefon: +49 (0)731 50-26601
Telefax: +49 (0)731 50-26609
info(at)zawiw.de
Postadresse: Albert-Einstein-Allee 11 | 89081 Ulm
Verantwortlich für die Akademiewochen: Dr. Annette Wettstein
Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist kein Selbstläufer. In Zeiten von Krisen, Polarisierung, wachsender Ungleichheit und tiefgreifendem Wandel steht das Zusammenleben unter Druck. Die Frühjahrs-akademie 2026 fragte daher unter dem Leitmotiv „ZusammenLeben. Verbinden statt spalten“ danach, was unsere Gesellschaft zusammenhält und wie dieses Miteinander gestärkt werden kann.
Den Auftakt machte Gilda Sahebi mit einem kritischen Blick auf die Erzählung der gespaltenen Gesellschaft. Sie zeigte, wie Polarisierung politisch und medial befördert wird und welche verbindenden Kräfte im Alltag bereits wirksam sind. Beate Küpper analysierte auf Grundlage der aktuellen Mitte-Studie den Zustand demokratischer Einstellungen in Deutschland – zwischen der Sorge vor Rechtsextremismus und einer stabilen demokratischen Grundhaltung der Mehrheit.
Nils Goldschmidt rückte Gerechtigkeit als ethischen und ökonomischen Kompass für sozialen Zusammenhalt und nachhaltigen Wohlstand ins Zentrum. Anna Reinhardt thematisierte das Zusammenleben in der alternden Migrationsgesellschaft und fragte nach solidarischen Antworten unter Bedingungen sozialer Ungleichheit. Den Abschluss bildete Stefanie Bremer mit einem persönlichen und politischen Plädoyer für Steuer- und Vermögensgerechtigkeit als Schlüssel zu fairer Teilhabe und Zukunftsfähigkeit.
Das Programm.
Die Herbstakademie widmete sich dem Thema „Sicher in der digitalen Welt“. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung aller Lebensbereiche rücken Sicherheit, Datenschutz und der Schutz der Privatsphäre immer stärker in den Fokus. Unsichere Software, Identitätsdiebstahl, Datenlecks und gezielte Cyberangriffe gehören bereits heute zu unserem Alltag. Unternehmen sehen sich professionell organisierten Angriffen ausgesetzt, Privatpersonen müssen den Umgang mit ihren persönlichen Daten immer bewusster gestalten und öffentliche IT-Infrastrukturen geraten immer häufiger unter Druck oder geraten durch proprietäre Lösungen in Abhängigkeiten. Aus unterschiedlichen Forschungs- und Wissenschaftsperspektiven fragen wir danach, wie Souveränität und Privatsphäre angesichts dieser Bedrohungen geschützt werden können.
Das Programm.
Die Medizin befindet sich in einem dynamischen Wandel, der durch bahnbrechende Entdeckungen sowie zunehmende Digitalisierung und Personalisierung geprägt ist. Neue Technologien, innovative Behandlungsmethoden und das wachsende Verständnis für die Wechselwirkungen zwischen Gesundheit und Gesellschaft gestalten die Zukunft der medizinischen Versorgung.
Die Frühjahrsakademie beleuchtete die zentralen Fragen: Was bedeuten „Nutzen“ und „Wirkung“ in der Medizin? Wie definieren wir den Erfolg medizinischer Maßnahmen und wie können wissenschaftliche Erkenntnisse den Alltag von Patienten verbessern? Im Fokus steht auch die Förderung von Gesundheitskompetenz, die sowohl individuell als auch systemisch gestärkt werden muss. Vorträge zu genetischen Ursachen von Tumorerkrankungen, personalisierten Immuntherapien und modernen Medikamenten ergänzten das Programm.
Vor 75 Jahren wurde mit dem Grundgesetz die Grundlage für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung gelegt. Freiheit und Demokratie gelten seither als Grundpfeiler unserer Gesellschaft und geraten dennoch in der heutigen Zeit nicht nur weltweit – sondern auch in Deutschland – unter Druck. Wie resilient kann unsere Demokratie angesichts der Krisen der Gegenwart sein? Welche Freiheiten brauchen wir als demokratische Gesellschaft? Und wie bewahren wir Freiheit und Demokratie auch für die zukünftigen Generationen?
Die Herbstakademie widmet sich, wie auch das Wissenschaftsjahr 2024, dem Thema Freiheit und Demokratie. Dabei sollen die aktuellen Herausforderungen aus verschiedenen Perspektiven thematisiert und mögliche Lösungsansätze diskutiert werden.