Aktuelle Meldung

Auf Spurensuche durch die Jahrtausende
– Summer Science Camp 2026

Universität Ulm

Von der Steinzeit bis zu den Schlüsseltechnologien von morgen: Beim Summer Science Camp 2026 der Ulmer 3-Generationen-Uni gingen Schüler*innen der Klassen 5 bis 8 eine Woche lang auf wissenschaftliche Spurensuche. Gemeinsam mit Wissenschaftler*innen, Studierenden und ehrenamtlichen SeniorConsultants wurde geforscht, experimentiert und ausprobiert.

Vom 3. bis 7. August 2026 verwandelte sich die Universität Ulm für die Teilnehmenden des Summer Science Camps in einen großen Forschungsraum. Unter dem Motto „Spurensuche durch die Jahrtausende“ führte die Reise von den Lebenswelten unserer steinzeitlichen Vorfahren über Medizin und Naturwissenschaften bis hin zu aktuellen Zukunftstechnologien.

Zum Auftakt ging es weit zurück in die Vergangenheit. Bei Ausflügen ins Museum für Urgeschichte und Eiszeitkunst Blaubeuren, ins Steinzeitdorf Ehrenstein und die Archäologische Schmiede von Pierre Stoll in Blaubeuren, begegneten die Teilnehmenden einigen der bedeutendsten Zeugnisse der Steinzeit und der Metallzeiten vor unserer Haustür. Die jungen Forschenden untersuchten echte archäologische Funde, beschäftigten sich mit der Frage, wie Menschen vor Jahrtausenden lebten, und konnten viele Dinge selbst ausprobieren: Im archäologischen Schmiedekurs lernten sie alles über das Schmieden in der Römerzeit, das Entfachen von Feuer auf Steinzeitart und das Malen wie an einer Höhlenwand in der Eiszeit.

Noch weiter zurück in der Zeit führte die Reise in die Jurazeit und damit in die Welt der Dinosaurier. Bei einer nachgestellten paläontologischen Ausgrabung schlüpften die Teilnehmenden selbst in die Rolle von Forschenden und spielten die Entdeckung und Untersuchung einer bislang unbekannten Dinosaurierart nach bis zu ihrer Veröffentlichung in der Fachwelt.

Von der Vergangenheit führte die Forschungsreise weiter über die Nutzung historischer Heilpflanzen in die moderne Medizin. Im Skills Lab konnten die Schülerinnen und Schüler medizinische Techniken kennenlernen und selbst praktisch tätig werden. Bei der Arbeit mit moderner Simulationstechnik und im VR-Schockraum erhielten sie Einblicke in die Notfallmedizin.

Wie könnten dagegen die Technologien der Zukunft aussehen? Dieser Frage gingen die Teilnehmenden unter anderem bei Workshops zu Quantencomputern, zu chemischen Experimenten auf höchstem Niveau und zum Bau und der Steuerung von Marsrovern nach. Dass Wissenschaft auch ganz praktisch in Bewegung kommt, zeigte sich beim Thema Solarenergie. In der Solarwerkstatt wurde experimentiert, konstruiert und getestet, bis selbst gebaute Solarfahrzeuge ins Rollen kamen. Beim Programmieren wiederum lernten die Teilnehmenden, wie sich mit wenigen Befehlen eigene Abläufe entwickeln und digitale Aufgaben lösen lassen.

So verband das Science Camp Archäologie, Biologie, Chemie, Medizin, Elektrotechnik und Informatik zu einer gemeinsamen Frage: Wie hat Wissen das Leben der Menschen verändert – und welche Ideen und Techniken brauchen wir für die Zukunft?

Eine besondere Rolle spielten dabei auch 2026 die ehrenamtlichen SeniorConsultants. Sie begleiteten die Kinder und Jugendlichen durch die Campwoche, unterstützten beim Experimentieren und Forschen und brachten ihre eigenen Erfahrungen und Perspektiven ein. Genau dieser Austausch zwischen den Generationen gehört zum Grundgedanken der Ulmer 3-Generationen-Uni: miteinander, voneinander und übereinander zu lernen.

Zum Abschluss der Woche kamen die Teilnehmenden noch einmal zusammen, um ihre Erlebnisse und Erkenntnisse Revue passieren zu lassen. Hinter ihnen lagen fünf Tage voller Experimente, Begegnungen und neuer Fragen – und eine Forschungsreise, die gezeigt hat, dass die Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft miteinander verbunden sind – und wie daraus die Ideen von morgen entstehen.