Die Citizen-Science-Landschaft im Süden Deutschlands ist vielseitig und voller spannender Projekte und Menschen. Und doch weiß man manchmal gar nicht so genau, was und wen es in der Nähe gibt. Genau das wollte das Netzwerk für Bürgerwissenschaften Ulm ändern: Am Dienstag, 19. Mai 2026, lud es rund 20 Vertreter:innen aus Wissenschaft und Praxis zum ersten Netzwerktreffen Citizen Science Süddeutschland in den Botanischen Garten der Universität Ulm ein. Teilnehmende aus Ulm, Nürnberg, Stuttgart, Tübingen, Mannheim, Karlsruhe und weiteren Städten tauschten Projekterfahrungen aus, diskutierten gemeinsame Herausforderungen und legten den Grundstein für eine dauerhafte regionale Zusammenarbeit.
Im Fokus des Treffens standen das gegenseitige Kennenlernen von Akteur:innen und Projekten aus Süddeutschland, die Reflexion und Weiterentwicklung der Citizen-Science-Praxis sowie die Diskussion konkreter Kooperationsmöglichkeiten.
Als zentrales Ergebnis wurde die AG Süd gegründet – eine informelle Arbeitsgruppe für Citizen-Science-Akteur:innen in Süddeutschland. Die Gruppe wird sich künftig halbjährlich in Botanischen Gärten der Region begegnen, die als inspirierende Orte der Begegnung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft bewusst gewählt wurden. Ergänzend sind regelmäßige Online-Formate geplant.
Ein besonderes Anliegen der neuen Arbeitsgruppe ist die Skalierung erfolgreicher Ansätze: Projekte, die vor Ort entwickelt wurden, sollen nicht in der Schublade verschwinden, sondern gezielt an weiteren Standorten in Süddeutschland zum Einsatz kommen.
Fachliche Impulse lieferte Julia Brandt von der HTW Berlin mit Einblicken in die Handreichung Citizen Science an Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die praxisnahen Anregungen stießen auf großes Interesse und bereicherten die Diskussion.
