Prof. Dr. Claus Braxmaier

54 Jahre alt, geboren in Villingen-Schwenningen, verheiratet, 2 Töchter (26a und 23a).

Ausbildung:

  • Studium der Feinwerktechnik an der Fachhochschule Furtwangen im Schwarzwald zum Dipl.-Ing. (FH) (1992)
  • Studium der Physik an der Universität Konstanz zum Dipl.-Phys. (2001)
  • Promotion in Experimentalphysik bei Prof. Dr. Jürgen Mlynek an der Uni Konstanz zum Dr. rer nat. (2001)

Industrie:

  • 1992-1993: Entwicklungsingenieur am IMIT (Institut für Mikro- und Informationstechnik) Villingen-Schwenningen
  • 2001-2005: Systembeauftragter bei Airbus Defence & Space Friedrichshafen für Erdbeobachtungsmissionen und wissenschaftliche Missionen

Wissenschaftliche Tätigkeit:

  • 2005-2012: W2-Professur für Physik und Regelungstechnik an der HTWG Konstanz
  • 2012-2021: W3-Professur für Raumfahrttechnologie an der Universität Bremen in Kooperation zum DLR Bremen (Institut für Raumfahrtsysteme) und Direktor Raumfahrttechnologie am ZARM (Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation, Fallturm)
  • Seit 2005: Betreiben  des Industrie-Kooperationslabors: „Laboratory for Enabling Technologies“ bei Airbus Defence & Space Friedrichshafen
  • Seit 1.3.2021 W3-Professur für Quantenmetrologie an der Universität Ulm in der Fakultät für Ingenieurswissenschaften in Kooperation zum DLR Ulm (Institut für Quantentechnologien)

Arbeitsfelder an der Uni und am DLR:

Forschung an und Entwicklung von neuartigen, höchstauflösenden, optischen Messsystemen für terrestrische (autonome Mobilität) und Weltraumanwendungen zur Bestimmung von Raum, Zeit/Frequenz und Beschleunigung.

Dabei sind derzeit vor allem satellitengestützte Erdbeobachtung (z.B. Bestimmung des Erd-Schwerefeldes), wissenschaftliche Missionen (z.B. zur Gravitationswellenbestimmung oder zur Überprüfung des Äquivalenzprinzips und der Rotverschiebung) und zukünftige GNSS (Global Navigation Satellite Systems), wie weitere Generationen von GALILEO im Fokus.

Dazu arbeiten wir momentan an kompakten, optischen Sensorsystemen in Kooperation zur Raumfahrtindustrie. Die Abstands- und Winkelmessung wird über die Methode der Laserinterferometrie bewerkstelligt, die Zeit- & Frequenzmetrologie über optische Uhren (hochauflösende Spektroskopie z.B. in Moleküluhren) und Frequenzreferenzen, wie optische Kavitäten. Beschleunigungen werden optomechanisch (Akzelerometer mit Glas-Testmassen, die interferometrisch ausgelesen werden) und über BECs (Bose-Einstein-Kondensate und Atominterferometer zur Auslesung)  gemessen. Ziel ist die Demonstration der Technologien im Feld (z.B. auf der ISS, wie „COMPASSO".

Universitätsprojekte dazu bieten wir z.B. über den im Herbst 2021 startenden Zukunftscluster QSENS „Quantensensorik der Zukunft“ oder  „Quantentechnologie für Anwendungen der Zukunft" an; unser relevantes Projekt heißt darin QSPACE.

Prof. Dr. Klaus Braxmaier

Kontakt

claus.braxmaier(at)uni-ulm.de

Lehre

- Universität Ulm: Modul Quantenengineering (Dr. Lisa Wörner)
- Universität Bremen, HTWG Konstanz: Systems Engineering, Raumfahrttechnologie, Physik, Mess- & Regelungstechnik