Vortrag zur Masterarbeit
Verwendung von Compressed Sensing zur Spitzenwertreduktion und zur Behandlung von Clipping-Effekten in OFDM
Florian Wäckerle (Supervisor: Robert Fischer)
Monday, July 9, 2012, 3:45 pm
Uni West, Room 43.2.101
Das Modulationsverfahren Orthogonal Frequency-Division Multiplexing (OFDM) hat in den letzten Jahren in vielen Anwendungen (DSL, WLAN, DVB) sehr stark an Bedeutung gewonnen. Nachteil ist jedoch der sehr hohe Spitzenwertfaktor des OFDM-Sendesignals, d.h. die Spitzenleistung des Sendesignal liegt erheblich über der mittleren abgestrahlten Leistung. Dies erschwert die Realisierung von Senderendstufen deutlich. Aus der Literatur sind unterschiedliche Spitzenwert-Reduktionsverfahren für OFDM bekannt. Besonders interessant sind dabei diejenigen Verfahren, die sich einer mehrfachen Signalrepräsentation bedienen und aus den gegebenen Möglichkeiten das Sendesignal mit den günstigsten Eigenschaften auswählen, insbesondere Selected Mapping (SLM). Daneben sind sie Ansätze Tone Reservation (TR) und Active Constellation Expansion (ACE) von praktischem Interesse.
Alle bekannten Verfahren haben den Nachteil, dass sie eine zum Teil erhebliche Komplexität aufweisen. Insbesondere sind eine Vielzahl von (inversen) diskreten Fourier-Transformationen zu berechnen.
Herr Wäckerle hatte die Aufgabe, Methoden des Compressed Sensing zur sendeseitigen Spitzenwert-Reduktion einzusetzen. Ziel war es, die Spitzenwerte aufwandsgünstiger zu lokalisieren um sie nachfolgend zu vermeiden. Ebenfalls von Interesse waren extrem einfache Reduktionsverfahren, die dann aber nichtlineare Verzerrungen erzeugen. Hier bietet sich der empfangsseitige Einsatz von Compressed Sensing an, um die entstandenen Verzerrungen zu detektieren und schließlich zu eliminieren.