Land fördert „Immersight“ mit 85000 Euro

Universität Ulm

Das Ulmer Uni Start-Up "Immersight" wird im Rahmen des Programms "Junge Innovatoren" vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) mit 85 000 Euro gefördert. Die vier Nachwuchsunternehmer Dominik Nuß, Simon Singler, Fabian Weiss und Stefan Hörmann konnten Anfang Dezember eine Fachjury des Ministeriums aus Wissenschaft und Wirtschaft vom innovativen Potential ihrer Entwicklung überzeugen.

Die innovative Entwicklung der Jungunternehmer: eine mobilen Raumbrille zur Vermittlung virtueller Realitäten. Das Landesförderprogramm "Junge Innovatoren" fördert mit insgesamt 1,3 Millionen Euro jährlich neun neue Existenzgründungsvorhaben aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen des Landes, zehn bereits laufende werden weitergefördert. "Innovation beginnt mit Forschung. Aber Innovation braucht auch Perspektiven. Wir unterstützen junge Wissenschaftler dabei, sich mit einer innovativen Gründungsidee in Baden-Württemberg selbstständig zu machen", sagt Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

Neben "Immersight", einer Ausgründung der Uni Ulm, wurden auch Existenzgründungsvorhaben des Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Hochschule Reutlingen, den Universitäten Freiburg und Konstanz sowie des Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg in das Förderprogramm aufgenommen. Seit 1995 hat "Junge Innovatoren" bereits über 200 Unternehmensgründungen aus Baden-Württemberg unterstützt und diesen zu einem gelungenen Start verholfen. Das Land hat damit laut MWK-Pressemeldung bundesweit die Vorreiterrolle für die Förderung von Existenzgründungen aus dem wissenschaftlichen Bereich übernommen. Die bislang geförderten Projekte umfassen ein breites Spektrum. Vertreten sind dabei besonders zukunftsträchtige Felder wie Optoelektronik, Biotechnologie, Medizintechnik, Solartechnik, Automatisierungstechnik und Mechatronik.

Das Start-Up "Immersight", 2013 von vier Ulmer Uni-Absolventen gegründet, entwickelt Lösungen im Bereich der virtuellen Realität. Die von ImmerSight entwickelte Raumbrille ist das weltweit erste mobile System für virtuelle Realität, das einfach und flexibel zu benutzen ist und maximale Freiheitsgrade ermöglicht. Dies erlaubt das komplette Eintauchen in den virtuellen Raum mit der eigenen Körperbewegung. Das Besondere: Der Benutzer läuft tatsächlich durch die Planung - bewegt er sich, bewegt sich auch das Bild, das er sieht. Als erste Branche soll die Badplanung von der innovativen Technologie profitieren. Fachlich begleitet bei der Entwicklung der Raumbrille - von der ersten Idee bis zur Marktreife - wurden die Jungunternehmer von Professor Klaus Dietmayer, Leiter des Instituts für Mess-, Regel- und Mikrotechnik an der Universität Ulm. "Immersight" hat bereits zahlreiche Messeauftritte erfolgreich absolviert und diverse Förderpreise erhalten. So waren die vier Jungunternehmer bereits 2012 Hauptpreisträger des mit insgesamt 30 000 Euro dotierten IKT Gründerwettbewerbs des Bundesministeriums für Wirtschaft- und Technologie. Zutritt zur virtuellen Welt fanden mit der 3D-Raumbrille auch die prominenten Tester, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann auf der Hannover-Messe und Bundespräsident Joachim Gauck bei der Weltleitmesse der Metallbearbeitung EMO 2013.

V.l.n.r.: Simon Singler, Winfried Kretschmann, Fabian Weiss, Stefan Hörmann, Theresia Bauer

Verantwortlich: Andrea Weber-Tuckermann