Berufsbegleitender Masterstudiengang Biopharmazeutisch-Medizintechnische Wissenschaften

Im Projekt Cross-Over wird ein durchgängig modularisierter, weiterbildender Masterstudiengang aufgebaut, der die Biopharmazie mit der Medizintechnik verknüpft. Aktuell sind 15 Module im Umfang von jeweils 6 Leistungspunkten in 4 Modulgruppen geplant. Jedes Modul kann auch einzeln als Zertifikatskurs absolviert und abgeschlossen werden. Für die Verleihung des Mastergrads durch die Hochschule Biberach und die Universität Ulm sind der Erwerb von 60 Leistungspunkten aus den Kursmodulen sowie von 30 Leistungspunkten durch die Masterarbeit nachzuweisen.

Ziele des Studiengangs

Die Studierenden erwerben Zusatzqualifikationen an der Schnittstelle zwischen pharmazeutischer Biotechnologie und Medizintechnik und sind in der Lage, das Erlernte in ihrem Arbeitsbereich zu verknüpfen. Sie haben außerdem die Möglichkeit ihr fundiertes interdisziplinäres Fachwissen sowie ihre Arbeitsweise praxisnah und zielorientiert zu schärfen. Der Abschluss qualifiziert die Absolventinnen und Absolventen durch ihren fachübergreifenden Fokus als attraktive Fach- und Führungskräfte in den Bereichen der forschungsnahen Entwicklung, der Produktion und Herstellung, der pharmazeutischen Biotechnologie und/ oder medizintechnische Anwendung. Das flexible Studienmodell macht die Partizipation heterogener Zielgruppen und die Einbindung von Aspekten der Gleichstellung und der Nichtdiskriminierung möglich.

Zum fachlichen Hintergrund der Studienangebote

Die Forschung und die Entwicklung von Impfstoffen, Arzneimitteln, Arzneimittel-Medizinprodukt­kombinationen sowie von neuen diagnostischen Methoden stehen im Fokus von zahlreichen Pharma-, Biotech- und Medizintechnikunternehmen. Die baden-württembergischen Biotechnologie-, Medizintechnik- und pharmazeutischen Unternehmen mit ihren rund 85.000 Mitarbeitern bilden den Kern der produzierenden Gesundheitsindustrie und leisten auch weltweit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der öffentlichen Gesundheit sowie zur Wirtschaftskraft des Landes. Baden-Württemberg ist im Vergleich der Bundesländer der größte Pharma- und Medizintechnikstandort [1]. Innerhalb der roten Biotechnologie und im medizintechnischen Bereich entstehen zunehmend unterschiedliche Arbeitsschwerpunkte als "schnelle Antwort" zu immer komplexer werdenden wissenschaftlichen und medizinischen Fragestellungen. Zudem wächst die Zahl von Dienstleistern, die neue relevante Technologieplattformen im Bereich Gesundheit anbieten. Die Verknüpfung von medizintechnischer und biopharmazeutischer Anwendung nimmt aufgrund der erhöhten Relevanz der personalisierten Medizin und durch die Zunahme von Kombinationen aus medizinischen Geräten und Arzneimitteln stetig eine größere Rolle ein. Diese Tatsachen spiegeln die wachsende Bedeutung von breit anwendbaren Technologieplattformen in der Entwicklung von Arzneimitteln, Medizinprodukten und Diagnostika wieder. Um diese neuen Technologien bedienen zu können, bedarf es jedoch sehr gut ausgebildeten Personals. Der neue Masterstudiengang ist daher ein interdisziplinär angelegtes, hochschul- und fächerübergreifendes, innovatives Weiterbildungsangebot, das den veränderten Bedürfnissen von Arbeitgebern, vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des daraus resultierenden Fachkräftemangels sowie den neuen technologischen Anforderungen, gerecht werden soll. 

 

 


[1] Gesundheitsindustrie Update 2014, Daten und Fakten für Baden-Württemberg (pdf)

Flyer zum Download: