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Das Programm zur Frühjahrsakademie 2026 ist da!

Universität Ulm

Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist kein Selbstläufer. Er entsteht dort, wo Menschen einander vertrauen, sich gehört fühlen, Regeln als fair erleben und Chancen gerecht verteilt werden. Zusammenhalt entscheidet darüber, wie widerstandsfähig und zukunftsfähig unsere Demokratie ist. Die Frühjahrsakademie, die vom 23. bis 26. März unter dem Titel "ZusammenLeben. Verbinden statt spalten" an der Uni Ulm stattfindet, Ulm fragt daher, was unsere Gesellschaft trägt – und wie das Zusammenleben aktiv gestaltet werden kann.

Krisen, Polarisierung und wachsende Ungleichheit belasten weltweit und in Deutschland die liberale Demokratie und die offene Gesellschaft. Extremistische Akteure nutzen diese Spannungen, um Misstrauen, Hass und Gewalt zu schüren. Gleichzeitig zeigt sich: Eine breite Mehrheit der Bevölkerung steht zur Demokratie und engagiert sich aktiv gegen Rechtsextremismus.

Mehr Gemeinsamkeiten als Spaltung
Oft wird unsere Gesellschaft als gespalten beschrieben. Im Alltag zeigt sich jedoch: Die Menschen verbindet mehr, als sie trennt. Kritik richtet sich häufig nicht gegen die Demokratie selbst, sondern gegen ihr Funktionieren – etwa bei sozialer Sicherheit oder der öffentlichen Daseinsvorsorge. Demokratie muss daher im Alltag erfahrbar sein. Dort, wo Vertrauen und faire Chancen bestehen, entsteht gemeinschaftliches Handeln und wirtschaftliche Stabilität. Gerechtigkeit wird so zum zentralen Leitprinzip politischen und wirtschaftlichen Handelns.

Vielfalt gestalten, Teilhabe sichern
In der alternden Gesellschaft stellen sich Fragen von Zugehörigkeit, Anerkennung und Teilhabe neu. Deutschland wird gleichzeitig älter, jünger und vielfältiger. Ein gelingendes Zusammenleben erfordert Strukturen, die Vielfalt fördern und Benachteiligungen abbauen. Auch die wachsende Vermögensungleichheit rückt zunehmend in den Fokus, mit spürbaren Folgen für Bildungschancen, demokratische Teilhabe und gesellschaftliche Stabilität.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist eine gemeinsame Aufgabe
Die Vorträge der Frühjahrsakademie 2026 bieten Impulse, Zusammenhalt neu zu denken und Wege zu erkunden, wie ein solidarisches Miteinander gestärkt werden kann.

Den Auftakt macht Gilda Sahebi mit einem kritischen Blick auf die Erzählung der gespaltenen Gesellschaft. Sie zeigt, wie Polarisierung politisch und medial befördert wird und welche verbindenden Kräfte im Alltag bereits wirksam sind. Beate Küpper analysiert auf Grundlage der aktuellen Mitte-Studie den Zustand demokratischer Einstellungen in Deutschland – zwischen der Sorge vor Rechtsextremismus und einer stabilen demokratischen Grundhaltung der Mehrheit.
Nils Goldschmidt rückt Gerechtigkeit als ethischen und ökonomischen Kompass für sozialen Zusammenhalt und nachhaltigen Wohlstand ins Zentrum. Anna C. Reinhardt thematisiert das Zusammenleben in der alternden Migrationsgesellschaft und fragt nach solidarischen Antworten unter Bedingungen sozialer Ungleichheit. Den Abschluss bildet Stefanie Bremer mit einem persönlichen und politischen Plädoyer für Steuer- und Vermögensgerechtigkeit als Schlüssel zu fairer Teilhabe und Zukunftsfähigkeit.

Gemeinsam eröffnen die fünf Vorträge einen facettenreichen Dialog über Demokratie, Gerechtigkeit, Vielfalt und Verantwortung – und laden dazu ein, das Verbindende neu zu entdecken und aktiv zu gestalten.

Die kulturelle Begleitveranstaltung lädt passend zum Titel der Akademiewoche zum gemeinsamen Singen ein. Im Vordergrund stehen die Freude und das Gemeinschaftserlebnis, nicht das korrekte Notenlesen.

Die Arbeitsgruppen und Mittwochsangebote bieten erneut ein breites Themenspektrum – von Künstlicher Intelligenz und IT-Sicherheit über ökonomische und biologische Fragestellungen bis hin zu kreativen Angeboten wie Schreiben und Malen.

Das gesamte Programm der Frühjahrsakademie 2026 und die Möglichkeit zur Anmeldung

Eine Anmeldung ist vom 1. bis 28. Februar möglich.

Titelbild der Frühjahrsakademie 2026 "ZusammenLeben. Verbinden statt spalten"