► Institut für Psychologie und Pädagogik  

Molekulare Psychologie

Gegenstand der Abteilung ist die Erforschung der molekularen Grundlagen von menschlichem Verhalten. Klassische Zwillingsstudien haben gezeigt, dass interindividuelle Differenzen in Persönlichkeitseigenschaften wie Ängstlichkeit eine erbliche Komponente besitzen. Durch den Fortschritt in der Molekulargenetik ist es nun möglich geworden, die entsprechenden Abschnitte auf der DNA zu identifizieren, die Unterschiede in diesen Bereichen erklären.

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Neuigkeiten

 

08.05.2017
Mit großer Trauer haben wir erfahren, dass unser langjähriger Kooperationspartner Prof. Dr. Jaak Panksepp gestorben ist. Jaak ist der Begründer der Forschungsdisziplin „Affective Neuroscience“ und ist einer der bedeutendsten Emotionsforscher der Welt. Er war ein hervorragender Kollege, großartiger Mentor und vor allen Dingen ein Freund. Er wird fehlen. Ein Nachruf findet sich auf der Webseite seiner letzten Heimatuniversität, genauso wie in zahlreichen Medienberichten.

11.04.2017
Christian Montag und Jaak Panksepp haben eine neue Arbeit über die evolutionären Aspekte der Persönlichkeit im Kontext von interindividuellen Differenzen von Primäremotionen in der Fachzeitschrift Frontiers in Psychology veröffentlicht. Hier geht es zum Artikel

13.03.2017
Gemeinsam mit dem Erstautor Sebastian Markett (Universität Bonn) und weiteren Autoren hat Christian Montag eine neue Arbeit zu den biologischen Grundlagen des Arbeitsgedächtnis in der Fachzeitschrift „Brain Imaging and Behavior“ veröffentlicht.
Hier geht es zum Artikel

20.02.2017
Rayna Sariyska hat eine neue Studie über Internetsucht in der Fachzeitschrift „Additive Behaviors Reports“ veröffentlicht. Hier zeigt sie, dass männliche Internetsüchtige schlechter bei Aufgaben abschneiden, in denen implizites Lernen überprüft wird.
Der Artikel findet sich hier

23.01.2017
Neue Studie über die Interaktion zwischen Alzheimer-Genetik und Persönlichkeit auf Hirnvolumen veröffentlicht (23.01.2017).
Gemeinsam mit Lukas Kunz (Uni Bonn), Nikolai Axmacher (Uni Bochum) und Martin Reuter (Uni Bonn) hat Christian Montag in einer neuen Studie zeigen können, dass eine genetische Variante auf dem APOE Gen in Interaktion mit der Persönlichkeitseigenschaft Gewissenhaftigkeit das Hirnvolumen bei jungen Menschen beeinflusst. Die Arbeit erscheint gerade im Journal of Alzheimer’s Disease.
Hier geht es zur Studie: http://content.iospress.com/articles/journal-of-alzheimers-disease/jad160854?resultNumber=0&totalResults=1&start=0&q=montag+kunz&resultsPageSize=10&rows=10

16.12.2016
Christian Montag, Cornelia Sindermann, Benjamin Becker und Jaak Panksepp haben eine neue Arbeit zum Thema Emotionen und Internetsucht in der Fachzeitschrift „Frontiers in Psychology“ veröffentlicht. Aus den herausgearbeiteten Assoziationen zwischen Primäremotionen und Tendenzen zur Übernutzung des Internets leiten die Autoren ein Rahmenwerk zur molekularen Erforschung der Internetsucht ab. Hier geht es zum Artikel: http://journal.frontiersin.org/article/10.3389/fpsyg.2016.01906/full

29.11.2016
Christian Montag hat gemeinsam mit Katharina Widenhorn-Müller, Jaak Panksepp und Markus Kiefer eine neue Studie über Primäremotionen und depressive Tendenzen in zwei unabhängigen Stichproben veröffentlicht. Das Paper ist gerade bei der Fachzeitschrift Comprehensive Psychiatry erschienen: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0010440X16303947

6.11.2016
Gemeinsam mit Elisabeth Hahn (Universität Saarbrücken) hat Christian Montag (Molekulare Psychologie, Universität Ulm) eine neue Studie über den "Einfluss von Genetik und Umwelt auf interindividuelle Unterschiede in Tendenzen zur Internetsucht" veröffentlicht. Der Artikel ist gerade in der Fachzeitschrift "Addictive Behaviors" erschienen.
Zum Artikel geht es hier: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0306460316303756

27.10.2016
Der neue Kolloquiumskalender für das WS2016/17 ist online: www.molekulare-psychologie.de

20.10.2016
Gemeinsam mit Martin Reuter (Universität Bonn) hat Christian Montag ein neues Buch mit dem Titel "Neuroeconomics" in der Buch-Serie "Studies in Neuroscience, Psychology & Behavioral Economics" im Springer Verlag veröffentlicht. Internationale Experten geben in diesem neuen Buch einen sehr guten Überblick über das nach wie vor junge Forschungsfeld der Neuroökonomik. Ebenfalls ist erwähnenswert: Für Studierende finden sich im Appendix des Buches einfach geschriebene Einführungen in unterschiedliche Methoden der Biopsychologie / Neurowissenschaften.
Hier geht es zum Buch: http://www.springer.com/de/book/9783642359224

15.09.2016
Christian Montag hat gemeinsam mit Tina Zander (Uni Ulm) und Stefan Schneider (Sporthochschule Köln) eine neue Arbeit in dem Raumfahrt-Fachjournal „Acta Astronautica“ veröffentlicht. In ihrer Studie vergleichen die Autoren die Persönlichkeitsstruktur von Parabelfliegern und Kontrollpersonen. Auf Parabelflügen haben Teilnehmer die Möglichkeit, Schwerelosigkeit zu erleben. Üblicherweise werden auf Parabelflügen gerne biopsychologische Studien durchgeführt, um herauszuarbeiten, wie der menschliche Organismus auf Schwerelosigkeit reagiert. In diesem Kontext weisen die Ergebnisse von Montag et al. darauf hin, dass es Persönlichkeitsunterschiede zwischen Parabelfliegern und Kontrollpersonen gibt. Da bekannt ist, dass sich diese Unterschiede in der Persönlichkeit auch in einer unterschiedlichen Biologie manifestieren, müssen in Zukunft auch verstärkt Persönlichkeitseigenschaften von Parabonauten berücksichtigt werden. Ansonsten stellt sich die Frage, in wie weit Ergebnisse von Human-Experimenten auf Parabelflügen verallgemeinert werden können.
Hier geht es zum Artikel http://authors.elsevier.com/sd/article/S0094576516303691

 

 

22.08.2016
Letzte Woche hat das NeuScan Lab (Prof. Becker/Prof. Kendrick) von der UESTC gemeinsam mit den Mitarbeitern der Abteilung Molekulare Psychologie (Prof. Montag) von der Uni Ulm einen deutsch-chinesischen Workshop in Chengdu zum Thema „The impact of oxytocin on prosocial behavior“ durchgeführt. Neben Kollegen aus Heidelberg und Aachen, waren sowohl Prof. Dr. Keller aus Ulm mit seinen Mitarbeitern sowie Mattis Geiger aus der Differentiellen Psychologie dabei. Zusätzlich war der Oxytocin-Experte Adam Guastalla aus Sydney Teilnehmer der Tagung, genauso wie zahlreiche chinesische Forscher aus Chengdu, Shanghai und Beijing. Die Tagung ist von der DFG mitfinanziert worden.

24.07.2016
Christian Montag hat in der neuen Wirtschaftspsychologie Aktuell (02/2016) einen Artikel mit dem Titel "Psychoinformatik: Verräterische Spuren" veröffentlicht. Hier geht es zur neuen Ausgabe der WPA

11.07.2016
Gemeinsam mit Anna Döbler (Uni Mannheim) hat Christian Montag ein DFG-Projekt zum Thema „Vereinbarkeit von Konstruktabdeckung und eindimensionaler statistischer Modellierung durch Item-Response-Theory-Modelle mit lokalen Itemabhängigkeiten und eine Anwendung in der Persönlichkeitspsychologie“ bewilligt bekommen.

08.07.2016
Christian Montag hat gemeinsam mit Jaak Panksepp (Washington State University, WA, USA) ein theoretisches Paper über die molekularen Grundlagen des menschlichen Gesichtsausdruck in der Fachzeitschrift „Motivation and Emotion“ veröffentlicht.Hier geht es zum Artikel06.07.2016Christian Montag hat von der DFG finanzielle Mittel für die Durchführung eines deutsch-chinesischen Workshop zum Einfluss von Oxytocin auf prosoziales Verhalten bewilligt bekommen. Der Workshop wird dieses Jahr im August an der UESTC in Chengdu, China stattfinden.

09.06.2016
Dr. Sebastian Markett von der Universität Bonn war zu Gast in der Abteilung und hat einen Vortrag/Workshop zum Thema "resting state fMRT" gegeben.

08.06.2016
Christian Montag hat eine neue Übersichtsarbeit zum Thema „Psychoinformatik" in dem Fachjournal „Computational and Mathematical Methods in Medicine“ veröffentlicht. Gemeinsam mit Kollegen aus London und Bonn gibt er einen Überblick über die Möglichkeiten, unter anderem Daten aus dem Internet of Things in der psychologischen Forschung zu berücksichtigen. Zusätzlich wird ein Ausblick in Richtung Psychoneuroinformatik gegeben.
Hier geht es zum Artikel

17.05.2016
Cornelia Sindermann hat ihre erste Forschungsarbeit als Erstautorin in Frontiers in Psychology veröffentlicht. In ihrer Studie zeigte sich, dass der 2D:4D Marker der Hand bei Frauen mit der Persönlichkeitseigenschaft Neurotizismus im Zusammenhang steht. Das untersuchte Fingerlängenverhältnis gilt als Marker für den pränatalen Testosteronspiegel. Im Detail waren bei Frauen eher weibliche Hände (in Form von längeren Zeige- zu Ringfingern) mit höheren Neurotizismus-Werten assoziiert. Neurotische Menschen neigen eher zu Ängstlichkeit, depressiven Verstimmungen und sind eher launisch. Besonders anzumerken ist, dass sich der beobachtete Zusammenhang sowohl in einer Stichprobe aus Ulm als auch in einer Stichprobe aus Beijing zeigte. Hier geht es zur Studie: Link

22.03.2016
Ab sofort ist Christian Montag Gastprofessor an der University of Electronic Science and Technology of China (UESTC). Die Universität befindet sich in Chengdu, einer Metropole im Westen von China. Der Großraum Chengdu umfasst 14 Millionen Einwohner. Gemeinsam mit dem international renommierten Forscherteam um Prof. Keith Kendrick, Prof. Ben Becker und Prof. Adam Guastella erforscht Christian Montag den Einfluss von Oxytocin auf das menschliche Gehirn im Kontext von klinischen Störungsbildern aber auch neuroökonomischen Fragestellungen. Christian Montag wird in den nächsten Jahren zwei-drei Monate pro Jahr in der vorlesungsfreien Zeit in Chengdu zahlreichen deutsch-chinesischen Kooperationsprojekten nachgehen. Hier geht es zu der offiziellen Labor-Webseite in China: www.neuscan.org

Als weitere Verstärkung für das Team in China ist Cornelia Sindermann vor Ort an der UESTC für die Betreuung des Genlabors mitverantwortlich. Cornelia Sindermann hat im März 2016 ihren Master in Psychologie absolviert und promoviert nun über die biologischen Grundlagen pro- und antisozialer Tendenzen. Die Datenerhebung in China wird einen wichtigen Bestandteil ihrer Doktorarbeit darstellen.

Cornelia Sindermann vor Ort im Genlabor in Chengdu

19.02.2016:
Benjamin Becker von der UESTC in Chengdu, China und Christian Montag haben eine Übersichtsarbeit über die neurobiopsychologischen Grundlagen von der Partydroge Ecstasy in dem neu erscheinenden Buch „Neuropathology of Drug Addictions and Substance Misuse" veröffentlicht. Zur Buchreihe: Link

18.02.2016:
Martin Melchers von der Universität Bonn hat unter anderem gemeinsam mit Christian Montag eine neue Studie über Empathie und Persönlichkeit in „Frontiers in Psychology“ veröffentlicht. In der Arbeit zeigen sich in Stichproben aus China, Deutschland, Spanien und den USA robuste Zusammenhänge zwischen Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit und Empathie. Hier findet sich der Artikel: Link

16.02.2016:
Bernd Lachmann untersucht in einer neu erscheinenden Studie in „Psychiatry Research" wie Lebenszufriedenheit und problematische Internetnutzung im Zusammenhang stehen. Es ist zwar schon länger bekannt, dass eine Übernutzung des Internets mit geringerer Lebenszufriedenheit assoziiert ist - neu ist allerdings, dass diese Zusammenhänge für Männer und Frauen unterschiedlich ausfallen. Bei Frauen finden sich interessanterweise stärkere Zusammenhänge zwischen den beiden genannten Variablen, obwohl sie insgesamt geringere Internetsucht-Werte als Männer zeigen. Diese neue Arbeit zeigt, dass es möglicherweise für Männer und Frauen unterschiedliche Schwellen gibt, an denen ein Zuviel an Internetnutzung die Lebenszufriedenheit beeinträchtigt. 
Mehr zu dem Artikel hier: Link

Kontakt

Leitung
Prof. Dr. Christian Montag
Heisenberg-Professor
Sprechzeiten
Semester: donnerstags 10:00 - 11:00 Uhr
Wir bitten Sie, sich einen Tag vorher anzumelden.


Sekretariat
Tina Hildebrand
☎ +49 (0)731 50 26551


Postanschrift
Universität Ulm
Fakultät Ingenieurwissenschaften, Informatik und Psychologie
Institut für Psychologie und Pädagogik
Abt. Molekulare Psychologie
D-89069 Ulm

 

 

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