Die Arten der BANini25 Zertifizierung
Die Arten des Moduls BANini25 sind hier auf dieser Seite, sortiert nach Blütenfarbe, aufgeführt:
Die Brombeere
Die Brombeere Rubus Sect. rubus
Familie: Rosaceae (Rosengewächse)
Größe: 0,5-5 m hoch
Standort: Sonnig bis halbschattig z. B. lichte Wälder oder deren Ränder mit kalk- und stickstoffreichen Böden.
Die Triebe und Unterseite der Blatthauptachsen sind mit zurückgebogenen Stacheln versehen. Die Blätter sind 3-7 teilig gefiedert und die einzelnen Abschnitte sind rund bis elliptisch.
Verwechslungsgefahr: Die Himbeere Rubus idaeus. Die Blattunterseite der Himbeere ist silbrig behaart.
Das Gänseblümchen
Das Gänseblümchen Bellis perennis
Familie: Asteraceae (Korbblütler)
Größe: 5-15 cm groß
Standort: Wiesen und Weiden, Parkrasen, Gärten
immer einköpfig, mit Köpfchen von einem Durchmesser mit 12-22 mm. Die Zungenblüten sind in zwei Reihen angeordnet. Der Stängel ist blattlos und meist sehr kurz. Die Blätter als Blattrosette, grundständig. Der Blütenstand besteht aus Röhren- und Zungenblüten.
bellus = schön
Das Gewöhnliche Hirtentäschel
Das Gewöhnliche Hirtentäschel Capsella bursa-pastoris
Familie: Brassicaceae (Kreuzblütler)
Größe: 5-50 cm
Standort: trockene bis feuchte Brachen, Ruderalflächen, nährstoffreiche Äcker und Gärten
Pflanze ist behaart, der Blütenstand ist zur Fruchtzeit stark verlängert, die Kelchblätter sind grün oder rot, die reifen Früchte (Schötchen) sind dreieckig/ herzförmig und tragen viele Samen.
Verwechslungsgefahr: Acker-Hellerkraut Thlaspi arvense. Die Schötchen von Thlaspi arvense sind rund und flach.
Die Große Brennnessel
Die Große Brennnessel Urtica dioica
Familie: Urticaceae (Brennnesselgewächse)
Größe: 30-150 cm
Standort: Nährstoffreiche Störstellen
kommt oft in großen Beständen vor, der Stängel ist deutlich vierkantig und 3-5 mm im Durchmesser. Die Pflanze hat Brennhaare, die in die Haut eindringen können und ein Mix aus Ameisensäure, Histamin und anderen Substanzen abgeben.
Die männlichen Blütenstände sind gelblich, während die weiblichen weiß oder pink sind. Die Blattbasis ist herzförmig.
Besucher: Zahlreiche Schmetterlingsraupen darunter die Raupen des Kleinen Fuchs oder des Tagpfauenauges
Das Kletten-Labkraut
Das Kletten-Labkraut Galium aparine
Familie: Rubiaceae (Rötegewächse)
Größe: 60-200 cm niederliegend oder auf anderen Pflanzen klimmend
Standort: Nährstoffreiche Standorte, Auwälder, Äcker, Ruderalstellen, in Hecken
Blüten weiß, die Blätter auf der Oberseite mit Stachelchen, Stängel vierkantig
Superkraft: Haftet an und ist demnach Kulturfolger
Verwechslungsgefahr: Waldmeister Galium odoratum. Waldmeister hat einen glatten Stängel und ist gedrungener.
Der Spitz-Wegerich
Der Spitz-Wegerich Plantago lanceolata
Familie: Plantaginaceae (Wegerichgewächse)
Größe: 5-50 cm
Standort: Nährstoffreiche Wiesen, Parkrasen, an Wegen und Äckern
Früchte sind mehrsamige Kapseln, Blätter in Rosetten/ grundständig, die Blätter sind sehr viel länger als breit, die Blätter haben 3-7 deutliche parallele Nerven, die Stiele sind gefurcht, der Blütenstand ist oval und die Pflanze ist überwiegend windbestäubt.
Superkraft: Pflanzensaft wirkt antibiotisch, gegen Husten, Juckreiz und Schwellungen
Die Vogelbeere
Die Vogelbeere Sorbus aucuparia
Familie: Rosaceae (Rosengewächse)
Größe: 5-15 m hoch
Standort: Schneller Besiedler von Brachflächen, Lichtungen, Hecken, Waldränder
Blüten in 200-300 blütigen Rispen, die Frucht ist die Vogelbeere, Zweige haben keine Stacheln, die Blätter sind unpaarig gefiedert mit 9-17 Blättchen, Blättchengrund asymmetrisch, die Blattunterseite ist heller, die Rinde des Baums ist glatt.
Besucher: Die Vogelbeere ist eine sehr wertvolle Futterpflanze für Insekten, Vögel und Säugetiere. Eichelhäher und verschiedene Nagetiere, wie Siebenschläfer, Haselmaus und Feldmaus legen sich im Boden versteckt Wintervorräte der Früchte an.
Die Vogelmiere
Die Vogelmiere Stellaria media agg.
Familie: Caryophyllaceae (Nelkengewächse)
Größe: 3-40 cm hoch
Standort: Nährstoffreiche Äcker und Gärten
Die Pflanze wächst liegend/ aufsteigend, die Blätter sind kreuzgegenständig, die Blüten sind sehr klein und unscheinbar, der Stängel ist rund und einreihig behaart.
Namensherkunft: Lieblingsspeise für Vögel
Superkraft: Die Vogelmiere ist ein Archäophyt. Das bedeutet, dass die Pflanze bei uns ganz ursprünglich nicht vorkam, sondern vor langer Zeit eingeschleppt wurde. Als Schlüsseldatum wird häufig die Zeit vor 1500 verwendet, die Zeit als Christoph Kolumbus Amerika erreichte.
Verwechslungsgefahr: Gewöhnliches Hornkraut Cerastium fontanum
Die Wald-Erdbeere
Die Wald-Erdbeere Fragaria vesca
Familie: Rosaceae (Rosengewächse)
Größe: 5-20 cm
Standort: Lichte Laub- und Nadelwälder, sowie entlang der Waldränder, feuchte, nährstoffreiche Böden.
Lange, dünne oberirdische Ausläufer, die Blätter sind dreiteilig, sehr kleine rote Früchte, die Stängel und die Blattunterseiten sind behaart
Funfact: An einer Pflanze findet man Blüten unterschiedlichen Reifestadiums, weswegen oft nur eine oder zwei Blüten gleichzeitig geöffnet sind. Beim Abreißen erzeugen die Früchte ein Knacken.
Besucher Die Blüten bieten den bestäubenden Insekten ein hohes Pollenangebot. Bestäuber sind häufig Fliegen, Schwebfliegen, Bienen und gelegentlich auch Ameisen.
Der Weiß-Klee
Der Weiß-Klee Trifolium repens
Familie: Fabaceae (Hülsenfrüchtler)
Größe: 5-20 cm hoch
Standort: Weiden, Wiesen, Parkrasen, Wegränder, Äcker
Krautige Pflanze mit Pfahlwurzel, die Triebe sind kriechend (repens), die Blätter sind meist dreiteilig, die Blüten sind zu 40-80 in kugeligen Köpfen
Besucher: Die Pflanze wird von zahlreichen Insekten besucht und dient optimal zur Beobachtungsstation von Bestäubern.
Superkraft: Eiweißreiche Futterpflanze, gehen Symbiose mit Wurzel-Knöllchenbakterien ein und können damit Luftstickstoff fixieren.
Verwechslungsgefahr: Rot-Klee Trifolium pratense.
Die Wilde Möhre
Die Wilde Möhre Daucus carota
Familie: Apiaceae (Doldenblütler)
Größe: 20-100 cm
Standort: Magerrasen, Wiesen, Wegränder, Steinbrüche, Dämme
Vielstrahlige Dolde, im Zentrum meist mit großer schwarz-purpurner steriler Blüte, Dolden sind halbkugelig bis flach, die Blätter sind behaart, der Blütenstand ist dicht und mit einem “Nest” aus verzweigten Hüllblättern umgeben, die Fiederblätter sind eingeschnitten
Funfact: Wildform der Kulturmöhre = Karotte
Besucher: Wichtigste Nahrungspflanze der Schwalbenschwanz-Raupe, zudem leben viele weiter Schmetterlingsraupen in den Blättern darunter auch die Raupe des Totenkopfschwärmers und der Flohkraut-Eule
Die Acker-Kratzdistel
Die Acker-Kratzdistel Cirsium arvense
Familie: Asteraceae (Korbblütler)
Größe: 0,3-1,5 m groß
Standort: Oft an Weg- und Feldrändern, trockene und gelegentlich auch feuchtere, halbschattige Standorte
Der Stängel ist rispig verzweigt (erinnert an eine Rispe), die Pflanze ist vielköpfig, die Blütenkrone ist schmutziglila, der Pappus ist federig, die Blätter sind ganzrandig oder fiederspaltig mit Dornen.
Superkraft: Die Acker-Kratzdistel ist eine Wurzelpionierin, sogar aus abgehackte Wurzelstückchen kann die Pflanze neu austreiben. Die Art wurde aus diesem Grund unter the Worlds Worst Weeds aufgenommen.
Funfact: Die Blüten duften nach Honig.
Die Pflanze ist bei uns ursprünglich nicht heimisch gewesen (Neophyt). Sie kommt eigentlich aus Nord- und Südamerika, Grönland, Südafrika und Australien.
Besucher: Die Pflanze wird von vielen unterschiedlichen Insekten besucht. Insbesondere für Tagfalter ist die Acker-Kratzdistel eine wichtige Nahrungsquelle.
Das Drüsige Springkraut
Das Drüsige Springkraut Impatiens glandulifera
Familie: Balsaminaceae (Balsaminengewächse)
Größe: 0,5-2,5 m hoch
Standort: Feuchte bis nasse Auenbereiche
Blüten sind rot oder rosa, seltener weißlich, die Blätter sind gezähnt und haben am Grund große Drüsen.
Besucher: Die Pflanze wird meist von Honigbienen bestäubt.
Superkraft: Früchte springen bei leichter Berührung (es leicht bereits ein Regentropfen aus) auf und Samen werden weit geschleudert. Die Pflanze hat sehr viel Nektar und wird daher auch als Bienenweide gehandelt. Sie ist jedoch invasiv, also standortfremd und verdrängt bei uns heimische Pflanzen.
Der Rot-Klee
Der Rot-Klee Trifolium pratense
Familie: Fabaceae (Hülsenfrüchtler)
Größe: 15-50 cm
Standort: Nährstoffreiche Wiesen, Felder, lichte Wälder, Wiesen, Weiden, Wegränder, Straßenböschungen
Der Stängel ist aufrecht, Blättchen sind eiförmig bis elliptisch, Blütenköpfe sind 1-2 kugelig
Superkraft: Eiweißreiche Futterpflanze, gehen Symbiose mit Wurzel-Knöllchenbakterien ein und können damit Luftstickstoff fixieren.
Besucher: Bestäuber sind häufig langrüsselige Hummeln. Die Pflanze bietet sich optimal zur Bestäuber-Beobachtungsstation an.
Verwechslungsgefahr: Weiß-Klee Trifolium repens
Der Stinkende Storchenschnabel
Der Stinkende Storchenschnabel Geranium robertianum
Familie: Geraniaceae (Storchenschnabelgewächse)
Größe: 20-40 cm
Standort: schattige, nährstoffreiche Wälder, Hecken
Pflanze stark verzweigt, Teilblütenstände immer mit zwei Blüten (Dichasium), Blüten-Kronblätter mit 3 Längsstreifen, Früchte (Storchenschnabel) ca. 2 cm lang und geschnäbelt, der Stängel ist behaart, die Blätter sind grün und gefiedert, an sonnigen Standorten sind die Blätter oft auch rot.
Besucher: Bestäubt von Bienen, Hummeln, Wespen
Verwechslungsgefahr: Pyrenäen Storchenschnabel Geranium pyrenaicum
Der Berg-Ahorn
Der Berg-Ahorn Acer pseudoplatanus
Familie: Sapindaceae (Seifenbaumgewächse)
Größe: Bis zu 30 m
Standort: Laubmischwälder, feuchte Standorte aber meidet Staunässe
Blüten in hängenden traubenförmigen Rispen, die Blüten erscheinen mit oder nach dem Blattaustrieb, die Blütenkronblätter sind gelb-grün, die Blätter sind drei- bis fünflappig, die Blätter sind grob gesägt oder gekerbt, tief eingeschnitten, der Mittellappen ist meist länger als breit, die Blattstiele sind ohne Milchsaft, der Stamm hat eine schuppig abblätternde Borke
Superkraft: Süßer Pflanzensaft, kann bis zu 600 Jahre alt werden, forstwirtschaftlich wichtige Art
Verwechslungsgefahr: Spitz-Ahorn Acer platanoides. Der Spitzahorn besitzt spitze Lappen und runde Buchten und die Blattstiele verfügen über Milchsaft
Der Wiesen-Löwenzahn
Der Wiesen-Löwenzahn Taraxacum Sect. ruderalia
Familie: Asteraceae (Korbblütler)
Größe: 5-40 cm groß
Standort: Wiesen, Weiden, Ruderalflächen, Äcker,
Die Pflanze ist sehr robust, der Stängel ist blattlos und hat Milchsaft, der Stängel ist hohl und einköpfig, die Blätter sind als Blattrosette grundständig, der Blütenstand der Blüte besteht nur aus Zungenblüten, die außen gelb oder mit violetten Streifen versehen sind. Die Blätter sind meist schrotsägeförmig mit dreieckigen Lappen eingesägt
Die Gattung Taraxacum besitzt mehrere Gruppen (Sektionen) mit vielen Kleinarten, in Wiesen findet man meist ruderalia.
Superkraft: Die Pflanze überlegt häufige Mahd und ist demnach oft auf intensiv genutzten Flächen zu finden. Seit Beginn der Gülle-Wirtschaft hat sich die Art stark und weit verbreitet. Der Löwenzahn bildet rasch die Samen.
Besucher: Neben großen Nutztieren fressen auch Heimtiere wie z. B. Meerschweinchen und Landschildkröten gern den Löwenzahn und vertragen ihn auch sehr gut.
Verwechslungsgefahr: Andere gelbblühende Arten der Familie Asteraceae
Der Scharfe Hahnenfuß
Der Scharfe Hahnenfuß Ranunculus acris
Familie: Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse)
Größe: 0,5-2,5 m hoch
Standort: Wiesen, Gebüsche, nährstoffreiche Standorte, feucht aber nicht nass, Weiden, Ruderalflächen
Charakterart für Löwenzahnwiesen
der Stängel ist rund und anliegend behaart, die geteilten Blätter sind nicht gestielt, Blüten mit fünf Kronblättern, die unteren Stängelblätter sind mehr oder weniger dreiteilig, die Grundblätter sind bis zum Grund geteilt mit 3-5 Abschnitten, die Blätter sind oft dunkel gezeichnet
Verwechslungsgefahr: Kriechender Hahnenfuß Ranunculus repens, Knollige Hahnenfuß Ranunculus bulbosus
Der Gundermann
Der Gundermann Glechoma hederacea
Familie: Lamiaceae (Lippenblütler)
Größe: 10-40 cm groß
Standort: feuchte, fruchtbare Böden, Wiesen, Weiden, Gärten, Laubmischwälder, Auenwälder
Die Oberlippe ist deutlich kürzer, als die Unterlippe, die Blätter sind herz- bis nierenförmig und lang gestielt, die Blätter sind gegenständig
Überlebt den häufigen Schnitt im Parkrasen durch über 1 m lange Ausläufer
Besucher: Die Bestäubung erfolgt meist durch Hummeln oder Pelzbienen, weitere häufige Blütenbesucher sind Schwebfliegen und Aurorafalter, Zitronenfalter und Rapsweißling
Superkraft: Früher wurde die Pflanze als Wundheilmittel verwendet (gotisch “gund” = Eiter, Geschwür)
Funfact: Blätter als Wiesen-After-Eight (mit Schokolade überzogen)
Verwechslungsgefahr: Kriechender Günsel Ajuga reptans. Der Kriechende Günsel zeichnet sich durch einen pyramiden-förmigen Blütenstand aus.
Die Hänge-Birke
Die Hänge-Birke Betula pendula
Familie: Betulaceae (Birkengewächse)
Größe: 15-25 m
Standort: Trockene bis feuchte Gehölze, lichte Laub- und Nadelwälder
Weibliche Kätzchen sind rötlich, aufrecht und männliche Kätzchen sind gelb, hängend. Die Borke der älteren Bäume blättert weiß ab während die Borke der jüngeren Bäume hellbraun ist. Die Blüten erscheinen vor den Blättern und sind windbestäubt, im Herbst zerfallen die Fruchtstände in geflügelte Früchte
Besucher: Birken-Blattroller, Große Birkenblattwespe, Birkenzeisig…
Die Haselnuss
Die Haselnuss Corylus avellana
Familie: Betulaceae (Birkengewächse)
Größe: 5-6 m hoch
Standort: lichte Laubmischwälder, Hecken
Nüsse zu 1-4 (enthalten einen essbaren Samen), Fruchthülle ist zerschlitzt und ca. so lang wie die Nuss, die Blätter sind rundlich, am Grund sind die Blätter herzförmig
Besucher: Nüsse werden von Kleinsäugern (Eichhörnchen, Mäusen) und Vögeln (Kleiber, Häher) verbreitet. Tiere nutzen die Nüsse als Nahrung, durch vergessene Nahrungsverstecke sorgen sie zeitgleich für die Verbreitung der Samen.
Die Rotbuche
Die Rotbuche Fagus sylvatica
Familie: Fagaceae (Buchengewächse)
Kennst du BERTI, die sprechende Buche im Botanischen Garten der Universität Ulm?
Größe: bis 40 m hoch
Standort: Nährstoffreiche Laub- und Nadelmischwälder, schattentolerant aber staunässeempfindlich
Männliche Blüten in hängenden, kugeligen Büscheln, Weibliche Blüten aufrecht. Fruchtbecher verholzend, behaart. Der Fruchtbecher enthält dreikantige Früchte (Bucheckern), die Blätter sind eiförmig (3-7 cm breit, 4-1 cm lang), die Blätter sind randlich bewimpert, schwach wellig gerandet und glänzend, die Rinde ist glatt und weißgrau.
ausgelöste Bucheckern (Früchte) sind roh leicht giftig, geröstet schmecken sie nussig
Die Stiel-Eiche
Die Stiel-Eiche Quercus robur
Familie: Fagaceae (Buchengewächse)
Größe: bis 40 m hoch
Standort: Nährstoffreiche Standorte, Laubmischwälder, Auenwälder, staunässeertragend
Der Stamm der Stiel-Eiche teilt sich oft schon wenige Meter über dem Grund in stark knorrige, gewundene Äste. Die männlichen Blütenstände sind hängende Kätzchen, während die weiblichen Blüten lang gestielte Ähren sind. Die Eichel ist ¼ vom Fruchtbecher umschlossen. Der Fruchtstiel ist sehr lang (Name!), die Blattnerven sind etwas behaart und die Borke ist im Alter tief rissig.
Funfact: Die Eichenblätter und Eicheln auf den Cent Münzen sind nicht wahrheitsgetreu abgebildet. Sowohl die Blätter, als auch die Eicheln sind dabei gestielt dargestellt. Bei der Stieleiche sind die Eicheln gestielt, die Blätter jedoch nicht. Bei der Trauben-Eiche sind die Blätter gestielt, die Eicheln jedoch nicht.
Verwechslungsgefahr: Die Trauben-Eiche Quercus petraea
Die Fichte
Die Fichte Picea abies
Familie: Pinaceae (Kieferngewächse)
Größe: bis 50 m hoch
Standort: nur in kaltgemäßigten oder hochmontanen Klimaten, ist eine flachwurzelnde Pflanze und ist daher auf Systeme mit hoher Wasserverfügbarkeit angewiesen.
Ältere Zweige hängend, junge Triebe kahl, junge Zapfen mit Harztropfen, reife Zapfen hängend und 10-15 cm lang, immer etwas harzig, Nadeln nicht gescheitelt an den Trieben, windbestäubt
Besucher: Borkenkäfer-Befall (v. a. Buchdrucker und Kupferstecher), die durch verstärkte Trockenheit bereits geschwächten Bäume werden vom Borkenkäfer befallen, in vielen Bereichen sterben ganze Bestände ab
Superkraft: Frostresistenz bis zu -60 °C, häufige Weihnachtsbaumart
Verwechslungsgefahr: Weiß-Tanne Abies alba. Die Weiß-Tanne hat stehende Zapfen und die Nadeln sind gescheitelt an den Trieben
Das Einjährige Rispengras
Das Einjährige Rispengras Poa annua
Familie: Poaceae (Süßgräser)
Größe: 2-30 cm groß
Standort: An Wegrändern, in Pflasterritzen, Gärten, Äckern, Trittfluren
Pflanze ist das ganze Jahr blühend, Rispenachse bis 5 cm lang, Rispenäste mit 3-10 Ährchen
Superkraft: Einjährig kann aber unter günstigen Bedingungen auch überwintern, häufigste und am weitesten verbreitete Süßgras-Art, kosmopolitische Art
Funfact: Vom Vieh wird es aufgrund der Größe (sehr klein!) nicht gefressen solange noch weitere hochwachsende Futterpflanze vorhanden sind; auf Weiden, wo wir v. a. Poa annua finden, deutet dies auf eine Überweidung hin.