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(Stand: 04.05.2026)
Aktuell können keine weiteren Anträge bewilligt werden!
Mit dem “Zukunftsprogramm Hochschule 2030” stärkt das MWK Baden-Württemberg die Hochschulen im Land. Ein Kernelement des Zukunftsprogramms ist das Transformationsbudget. Es soll den Hochschulen ermöglichen, ihre Studienangebote weiter zu verbessern und attraktiver zu gestalten. Da die Expertinnen und Experten aus der Lehre in den Fächern die Bedarfe am besten kennen, hat das Präsidium der Universität Ulm entschieden, einen Großteil der für 2026 zur Verfügung stehenden Mittel in einem internen Verfahren auszuschreiben. Mittel können für Maßnahmen in den nicht-medizinischen Fakultäten* beantragt werden, im Vordergrund steht die Verwendung als Sachmittel. Die Anträge werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet und bewilligt, solange das Budget nicht ausgeschöpft ist.
*Für Maßnahmen in der Medizinischen Fakultät steht ein eigenes Budget zur Verfügung.
(Stand: 04.05.2026)
Aktuell können keine weiteren Anträge bewilligt werden!
Sehr geehrte Damen und Herren, mit der Summe der bislang gestellten Anträge ist das vorhandene Budget erschöpft. Weitere Anträge können deshalb aktuell nicht mehr bewilligt werden. Sie können weiterhin Anträge einreichen, wir sammeln diese auf einer Warteliste für den Fall, dass Mittel frei werden (z. B. weil bei der inhaltlichen Prüfung festgestellt wird, dass einzelne Anträge doch nicht bewilligt werden können oder Ausgaben in Vorhaben geringer sind als kalkuliert).
Verwenden Sie für Ihren vollständigen Antrag bitte die folgenden Vorlagen: Antrag mit Maßnahmenbeschreibung (.docx, .pdf), Kostenkalkulation (.xlsx, .pdf). Senden Sie Ihren Antrag per E-Mail (Betreff: Transformationsbudget 2026) an das Zentrum für Lehrentwicklung. In der Regel erhalten Sie innerhalb einer Woche Rückmeldung.
Alternative Fördermöglichkeiten:
Prof. Dr. Birte Glimm1 & Dr. Jens Kohlmeyer2
1Institut für Künstliche Intelligenz, IIP; 2Servicegruppe Informatik, IIP
Ziel des Projekts ist die Steigerung der Sichtbarkeit und Attraktivität der deutschsprachigen Informatikstudiengänge der Universität Ulm, insbesondere für internationale Studieninteressierte. Im Fokus steht die Bewerbung eines neuen Bachelorprogramms, das einen integrierten Deutschspracherwerb im ersten Studienjahr mit anschließender Integration in den regulären deutschsprachigen Studiengang kombiniert.
Die Maßnahme umfasst gezielte Marketingaktivitäten wie regionale Werbung (z. B. in öffentlichen Verkehrsmitteln), die Schaltung von Premiumprofilen auf internationalen Studierendenportalen (z. B. MyGermanUniversity), sowie die Erstellung und Verbreitung von Informationsmaterialien (Flyer, Poster) an ausgewählten Schulen im Ausland. Ziel ist es, neue Zielgruppen zu erschließen und qualifizierte Studierende frühzeitig anzusprechen.
Prof. Dr. Birte Glimm1 & Dr. Jens Kohlmeyer2
1Institut für Künstliche Intelligenz, IIP; 2Servicegruppe Informatik, IIP
Ziel der Maßnahme ist die Verbesserung der Lern- und Arbeitsbedingungen für Studierende durch die Einrichtung schallgedämpfter Raum-im-Raum-Lösungen („Lernkapseln“). Geplant ist die Installation von zwei Einzelarbeitsplätzen für konzentriertes Lernen sowie zwei Lernkapseln für Kleingruppen (2–4 Personen), die insbesondere für projektbasierte Lehrformate genutzt werden können.
Die Kapseln bieten eine akustisch abgeschirmte Umgebung innerhalb bestehender Lernflächen und sind mit grundlegender Infrastruktur (Stromversorgung, Netzwerkanbindung, ggf. Displays) ausgestattet. Insbesondere im Kontext kollaborativer Formate (z. B. im Bereich Software Engineering) wird dadurch selbstorganisiertes Lernen und Gruppenarbeit nachhaltig unterstützt.
Prof. Dr. Birte Glimm1 & Dr. Jens Kohlmeyer2
1Institut für Künstliche Intelligenz, IIP; 2Servicegruppe Informatik, IIP
Ziel des Projekts ist die Modernisierung eines Seminarraums der Informatik (O28-1002) zur Unterstützung interaktiver und hybrider Lehr- und Vortragsformate. Hierzu wird der Raum mit digitalen Whiteboards, einem Live-Coding-Setup sowie Audio- und Video-Technik für hochwertige Übertragungen ausgestattet. Lehrende können Inhalte dynamisch entwickeln (z. B. Programmcode, Herleitungen), während Studierende vor Ort und remote aktiv eingebunden werden. Vor dem Hintergrund sinkender Verfügbarkeit von Tutorinnen und Tutoren gewinnen solche interaktiven Formate zunehmend an Bedeutung. Die geplante Ausstattung ermöglicht es, diese Formate durch interaktive Elemente wie Live-Coding didaktisch aufzuwerten und den Wegfall kleinteiliger Betreuung teilweise zu kompensieren. Dadurch wird die Qualität und Zugänglichkeit der Lehre nachhaltig verbessert.
Prof. Dr. Timo Ropinski1 & Prof. Dr. Birte Glimm2
1Institut für Medieninformatik, IIP; 2Institut für Künstliche Intelligenz, IIP
Beim Agentic Engineering werden KI-Agenten eingesetzt, und komplexe Software Systeme zu implementieren. Diese Fähigkeit wird branchenübergreifend als kritisch erachtet: 85% der Unternehmen berücksichtigen agentenbasierte Systeme [1], und AI Engineer ist das am schnellsten wachsende Jobfeld in den USA [2]. Da Cloud-basierte KI-APIs aufgrund der Abonement-Modelle für Lehrveranstaltungen wirtschaftlich nicht tragbar sind, sind Studierende faktisch von dieser kritischen Technologie ausgeschlossen. Daher soll GPU-Hardware angeschafft werden, die Open-Source-Modelle (Qwen Code, Mistral, Code Llama etc.) zusammen mit Open Source Agentic-Frameworks wie OpenCode lokal bereitstellen können. Somit können Studierende Agentic Engineering mit echten, modernen Tools praktizieren, und sich somit diesen zukunftsorientierten, hochgradig marktfähigen Skillset aneignen, womit sich die Universität Ulm als Vorreiter in der KI-Ausbildung positioniert.
[1] McKinsey Global Survey on AI (2025)
[2] LinkedIn Jobs Report (2025)
Prof. Dr. Dr. Olga Pollatos & Lorenz Rapp
Institut für Psychologie und Pädagogik, IIP
Mit der geplanten Erweiterung und Modernisierung des bestehenden EEG-Systems auf ein High-Density System wird die methodische Infrastruktur der psychologischen Lehre gezielt gestärkt. Das EEG ermöglicht Studierenden einen anschaulichen und praxisnahen Zugang zu einer zentralen psychologischen Forschungsmethode, welche für die Lehre sehr gut nutzbar ist. Zusätzlich erlaubt ein High-Density-System eine präzisere räumliche Erfassung von Gehirnaktivität mit einem detaillierteren Bild der zugrunde liegenden neuronalen Aktivität und ermöglicht somit den Zugang zu erweiterten Analyseverfahren. Dadurch können Datenerhebung, Signalverarbeitung und Auswertung differenzierter vermittelt und eigenständig praktisch erprobt werden. Die Maßnahme bringt aktuelle Forschungsstandards direkt in die Lehre und stärkt die Verbindung zwischen Theorie und Anwendung. Studierende profitieren von einer forschungsnahen Ausbildung mit modernem Equipment, erweiterten methodischen Kompetenzen und einer besseren Vorbereitung auf wissenschaftliche und klinische Tätigkeiten.
Prof. Dr.-Ing. Christian Waldschmidt & Prof. Dr.-Ing. Christian Damm
Institut für Mikrowellentechnik, IIP
Ein zentraler strategischer Forschungsfokus der Fakultät liegt auf autonomen Systemen. Das Institut für Mikrowellentechnik leistet hierzu einen wesentlichen Beitrag durch ein breites Spektrum an Projekten - von DFG- frühzeitig zugänglich zu machen, ist die Anschaffung eines humanoiden Roboters geplant, der in unterschiedlichen Lehrformaten eingesetzt werden soll. Kurzfristig ist die Entwicklung eines neuen Projektversuchs vorgesehen, in dem Studierende mithilfe von Doppler-Radarsensoren Bewegungsabläufe erfassen und
interpretieren lernen (Zielgruppe: BMT, ETIT, IST, CIT). Darüber hinaus soll der humanoide Roboter zeitnah im „Radar Design Project" eingesetzt werden, um die Leistungsfähigkeit der dort von Studierenden entwickelten Radare in einem Anwendungskontext zu demonstrieren (ETIT, IST, CIT, BMT). Mittelfristig ist die Konzeption eines interdisziplinären Lehr-Projekts geplant, in dem Studierende ein Umfelderfassungssystem für humanoide Roboter entwickeln (alle Ingenieur- und Informatikstudiengänge, CSE). Darüber hinaus ermöglicht der Humanoid neue Impulse für die Forschung im Schwerpunkt autonome Systeme.
Dr.-Ing. Margarita Puentes-Damm
Studienkommission Ingenieurwissenschaften, IIP
Das Grundpraktikum Elektrotechnik ist ein Pflichtmodul in den Bachelorstudiengängen Elektrotechnik und Informationstechnik (ETIT) sowie Informationssystemtechnik (IST). Darüber hinaus wird dieses Modul auch als Wahlmodul in den Studiengängen Informatik, Chemieingenieurwesen und Lehramt NWT angeboten. Nur in dieser Lehrveranstaltung können unsere Studierenden die praktischen Grundlagen erwerben, die sie für ihr Studium benötigen. Daher ist es sehr wichtig, dass das Labor entsprechend ausgestattet ist. Das Labor wird zudem für alle Projekte der WissenSchaffer genutzt.
Prof. Dr.-Ing. Christian Damm
Studiendekan Ingenieurwissenschaften, IIP
Die vorhandenen Stehpulte sind alt und teilweise sehr wackelig. Sie besitzen keine elektronische Höhenverstellbarkeit und sind nur umständlich mechanisch an die Rednergröße anpassbar. In einigen Räumen gibt es überhaupt keine Stehpulte, und es muss ein gewöhnlicher Tisch bei Vorlesungen benutzt werden. Durch die Ausstattung aller Seminarräume mit zeitgemäßen ergonomischen Stehpulten soll die Qualität der Lehre durch Verbesserung der Lehrbedingungen verbessert werden.
Prof. Dr. Cornelia Herbert
Angewandte Emotions- und Motivationspsychologie, IIP
Gesundheitskompetenzen in den Bereichen körperliche Aktivität, Ernährung, Gehirngesundheit und Lebensstil sind zentrale Bausteine der globalen Gesundheitsförderung. Als Future Skills sind sie im Studium Game-Changer für neue Karrierewege. Dafür braucht es anspruchsvolle Lehrangebote, in denen Studierende digitale Assessment-Tools als Schlüsseltechnologien und Methoden der Gesundheitsförderung einsetzen, Kenntnisse aus Grundlagenfächern mit der Anwendung verbinden und die Analyse von Gesundheitsdaten ethisch und datenschutzkonform durchführen, um digitale Gesundheitsstrategien zu entwickeln. „TEACHING4HEALTH“ verbindet Schlüsselressourcen aus Labor und Praxis - digital, kompetent, chancengerecht, nachhaltig, transdisziplinär – als Teil des Schwerpunkts Mensch, Technik, Gesundheit der Ulmer Psychologie und der Fakultät IIP.
Prof. Dr.-Ing. habil. Dietmar Kissinger
Institut für Elektronische Bauteile und Schaltungen
Durch die Anschaffung von modernem Lötequipment werden die von Studierenden im Rahmen von Projekten und Abschlussarbeiten genutzten Lötarbeitsplätze um zusätzliche Funktionalität erweitert, welche einem modernen Standard entsprechen. Das die bereits bestehenden Lötstationen ergänzende Equipment trägt dazu bei, Studierende mit verschiedensten Löttechniken vertraut zu machen und somit optimal auf spätere Herausforderungen vorzubereiten.
Dr. rer. nat. Matthias Mack
Institut für Psychologie und Pädagogik, IIP
Zur Verbesserung der praxisnahen Ausbildung im Labor und der forschungsnahen Lehre im Bereich Biopsychologie sollen zwei Tiefkühlgeräte angeschafft werden. Damit wird die sachgerechte Lagerung biologischer Proben für Lehrveranstaltungen und Abschlussarbeiten gewährleistet (z. B. Testproben, Serum/Plasma bei -80 °C sowie Zellen und Zelllinien bei -50°C).
Die Proben werden in curricular verankerten Veranstaltungen eingesetzt und dienen dort der Vermittlung methodischer Grundlagen der Probenverarbeitung und Datenerhebung. Zudem wird die zukünftige Lagerung von Proben aus weiteren Studien sichergestellt und für Abschlussarbeiten verfügbar gemacht. Die Maßnahme stärkt nachhaltig die Verzahnung von Forschung und Lehre.
Prof. Dr. Fedor Jelezko1, Prof. Dr. Claus Braxmaier2, Prof. Dr. Berndt Koslowski1, Dr. Mohammed Ashari1, Dr. Gloria Gessinger3 & Dr. Maria-Verena Kohnle3
1Institut für Quantenoptik, Nawi; 2DLR-QT & Institut für Mikroelektronik, IIP; 3SK Physik, Nawi
Technologien der optischen Quantensensorik und der Zeitmessung spielen in der modernen Technik eine wesentliche Rolle. In Ulm werden diese Bereiche am DLR-Institut für Quantentechnologie erforscht, wobei Prof Braxmaier zu den weltweit führenden Experten auf diesem Gebiet gehört. Ziel dieses Projekts ist es, Experimente in diesem wichtigen Bereich in den Studienplan der Universität Ulm zu integrieren.
Das forschungsnahe Praktikum vereint Experimente zur quantenoptischen Uhr und optomechanischen Beschleunigungsmessung und schafft damit ein einzigartiges Lehrangebot mit direkter Anbindung an aktuelle Forschungsthemen der Universität Ulm. Studierende
arbeiten an Versuchen, die eng an laufende Projekte angelehnt sind, und erhalten so einen realitätsnahen Einblick. Durch die konsequente Nutzung digitaler Laborbücher (eLab FTW) wird die Lehre nachhaltig digitalisiert und qualitativ verbessert. Dies stärkt methodische und digitale Kompetenzen und hebt die Ausbildung klar vom klassischen Praktikum ab. Für Masterstudiengänge wie Quantum Engineering, Biophysics, Physics, ETIT und CIT entsteht ein interdisziplinäres Lehrformat mit starkem Forschungsbezug.
Prof. Dr. Fedor Jelezko1, Prof. Dr. Claus Braxmaier2, Prof. Dr. Berndt Koslowski1, Dr. Mohammed Ashari1, Dr. Gloria Gessinger3 & Dr. Maria-Verena Kohnle3
1Institut für Quantenoptik, Nawi; 2DLR-QT & Institut für Mikroelektronik, IIP; 3SK Physik, Nawi
Die Quantenwissenschaft und -technologie spielt eine immer wichtigere Rolle in den Bereichen Informationsverarbeitung, Informationssicherheit, Navigation, Energie und Gesundheitswesen. Die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte ist für die Stärkung der Forschungs und für die neue Quanten-Technologiebranche von entscheidender Bedeutung. Obwohl theoretische Aspekte der Quantenwissenschaft in unserem Studienplan gut abgedeckt sind, müssen die praktischen Fähigkeiten ausgebaut werden. Die Durchführung von Praktika stellt jedoch oft eine Herausforderung dar, da die experimentellen Aufbauten sehr kostspielig und komplex sind. Wir werden drei experimentelle Plattformen realisieren, die es ermöglichen, die Erzeugung nichtklassischer Photonen, Elemente des Quantencomputings und die Quantensensorik mithilfe von NV-Zentren in Diamanten zu demonstrieren.
Prof. Dr. Alexander Kühne & apl. Prof. Dr. Ulrich Ziener
Institut für Organische Chemie III (Makromolekulare Chemie), Nawi
Im makromolekularen Praktikum (6.–7. Fachsemester) soll ein neuer Versuch zur Synthese und Charakterisierung von Polyradikalen eingeführt werden, um die Lehre stärker an aktuelle Forschungsfelder anzubinden und moderne spektroskopische Methoden zu vermitteln.
Zentral ist der Einsatz der EPR-Spektroskopie zur Analyse von Elektronenspinkopplungen (ferro-/antiferromagnetisch) und des elektronischen Grundzustands (Triplett vs. Singulett). Die Auswertung erfolgt mittels Bleaney-Bowers-Formalismus auf Basis temperaturabhängiger Messungen unter Verwendung von flüssigem Stickstoff. Ergänzend werden lichtinduzierte Spin-Prozesse untersucht. Hierfür ist die Beschaffung eines EPR-Spektrometersystems mit Temperaturkontrolle und optischer Anregung vorgesehen. Die Umsetzung ist aufgrund vorhandener Infrastruktur
unmittelbar möglich.
Prof. Dr. Max von Delius & Dr. Frank Dissinger
Institut für Organische Chemie I, Nawi
Im Zuge der Fertigstellung der Baumaßnahme „O26 Wasserschaden“ soll ein Raum der Studienkommission Chemie als moderne Analytik- und Präparationsumgebung für die organisch-chemische Lehre erschlossen werden (insgesamt fünf Laborpraktika pro Jahr). Hierzu werden ein gaschromatographisches Analysesystem (GC) sowie eine leistungsfähige Vakuum-Trockenstation beschafft und durch einen digitalen Arbeitsplatz zur Datenauswertung ergänzt. Ziel ist es, Studierenden den Zugang zu zeitgemäßen instrumentellen Methoden zu ermöglichen und die experimentelle Ausbildung stärker an aktuellen wissenschaftlichen und industriellen Standards auszurichten. Insbesondere die eigenständige Durchführung und Auswertung analytischer Messungen stellt eine wesentliche Erweiterung des bisherigen Lehrangebots dar. Die Maßnahme zeichnet sich durch eine hohe Umsetzbarkeit aus, da notwendige Infrastruktur und Räumlichkeiten bereits vorhanden sind. Dadurch kann kurzfristig eine signifikante Verbesserung der Ausbildungsqualität für eine große Zahl von Studierenden erreicht werden.
Prof. Dr. Dirk Ziegenbalg
Institut für Chemieingenieurwesen (CIW), Nawi
Im Masterpraktikum "Advanced Lab Chemical Engineering" sollen Studierende künftig ein Roboter-Laborsetup selbst programmieren, betreiben und datengetrieben analysieren. Das Setup besteht aus zwei Cobot-Armen (igus ReBeL), Greifern, Kameras, einer Linearmotor- Achse als Probenweg sowie Steuer- und Analyse-Laptops. Kernfunktionen sind Autosampling, Inline-Messungen und geschlossene Regelkreise aus Experiment-Planung, -Durchführung und -Auswertung mittels KI-/ML-Modellen (Self-Driving-Lab-Konzept). Die Maßnahme verknüpft Kompetenzen des Chemieingenieurwesens mit Robotik, Automatisierung und datengetriebener Prozessführung.
… Partialoxidationen im „Advanced Lab Chemical Engineering“
Prof. Dr. Dirk Ziegenbalg & Prof. Dr. Robert Güttel
Institut für Chemieingenieurwesen (CIW), Nawi
Am CIW existiert eine Festbett-Mikroreaktor-Anlage für heterogen katalysierte Partialoxidationen (z. B. CO-Oxidation, Methanol → Formaldehyd), die aktuell nicht lehrtauglich betrieben werden kann: Gasdosierung, Temperierung, Steuerung und Sicherheitsinfrastruktur sind veraltet oder nicht mehr funktionsfähig. Beantragt wird die gezielte Instandsetzung und Modernisierung der bestehenden Anlage für das MSc-Pflichtpraktikum „Advanced Lab Chemical Engineering“: Erneuerung von MFCs, Rohrofen und PID-Regelung, moderne DAQ-/HMI-Technik, kompakte NDIR-Online-Analytik, Anbindung an die vorhandene GC-Analytik am CIW und Sicherheitsinfrastruktur.
Prof. Dr. Enrico Rukzio
Institut für Medieninformatik, IIP
Die Maßnahme zielt auf die Anschaffung eines laufenden, verkörperten KI-Systems zur Integration in die Lehre der Informatik und verwandter Studiengänge ab. Verkörperte künstliche Intelligenz ist ein zentrales Zukunftsthema und gewinnt in Lehre, Forschung und Industrie zunehmend an Bedeutung. Im Fokus steht die Mensch–Roboter-Interaktion im Kontext der Mensch–Computer-Interaktion, insbesondere unter den Paradigmen embodied interaction, tangible interaction und social robotics. Studierende erwerben praxisnahe Kompetenzen in der Entwicklung und Anwendung intelligenter, interaktiver Systeme sowie moderner KI-Methoden. Der zweibeinige intelligente Roboter verfügt über zahlreiche Freiheitsgrade in Taille, Armen und Händen sowie über taktile Sensorik, wodurch komplexe, intelligente Interaktions- und Manipulationsaufgaben realisiert werden können. Dadurch werden projektbasiertes Lernen und interdisziplinäre Anwendungen im Bereich KI und intelligenter Systeme unterstützt. Insbesondere in Studiengängen wie Informatik, Software Engineering, Künstliche Intelligenz und Cognitive Systems entsteht ein signifikanter Mehrwert. Die Maßnahme stärkt nachhaltig die Attraktivität und Modernität des Studienangebots. Der zweibeinige intelligente Roboter wird zudem in Praktika, Projekten und Abschlussarbeiten sowie im Studierendenmarketing (z. B. Tag der offenen Tür) eingesetzt. Die Universität Ulm positioniert sich damit als Vorreiterin in der praxis- und forschungsnahen Lehre im Bereich intelligenter, verkörperter KI-Systeme.
Prof. Dr. Dirk Ziegenbalg, Prof. Dr.-Ing. Robert Güttel & Prof. Dr Thomas Grützner
Institut für Chemieingenieurwesen (CIW), Nawi
Große Sprachmodelle (LLMs) sind ein zentrales Werkzeug in Forschung, Studium und industrieller Praxis des Chemieingenieurwesens — von Literatur-/Patentrecherche über Code-Generierung bis zur Aufbereitung von Messdaten. Kommerzielle Cloud-Dienste sind in der Lehre aus Datenschutz- und Reproduzierbarkeitsgründen problematisch. Beantragt wird ein kompakter, lokal am CIW betriebener GPU-Server, der 20–40 Studierenden datenschutzkonform Zugang zu offenen LLMs (z. B. Qwen, Mixtral, Llama) über eine Web-Oberfläche bietet. LLMs werden in allen Teilen der Curricula der Studiengänge Chemieingenieurwesen und Chemical Engineering didaktisch als modernes Forschungswerkzeug eingeführt.
Prof. Dr. Andre Guettler
Institute of Strategic Management and Finance, MaWi
Das Social Media Team der Mathe/Wiwi Fakultät soll die relevante Zielgruppe potenzieller Studienanfänger über bestehende aber v.a. auch neue Studiengänge wie den Bachelorstudiengang „Business Management und Digitale Transformation“ informieren. Damit soll eine relevante Lücke im Studierendenmarketing beseitigt werden.
… Screening-Werkzeuge
Prof. Dr.-Ing. Thomas Grützner
Institut für Chemieingenieurwesen, Nawi
Mit der Erweiterung und Auffrischung unserer Datenbank- und Simulations- und computergestützten Prädiktionswerkzeuge bringen wir rechnergestützte Stoffdatenrecherche, thermodynamische Modellierung und Prozessentwicklung direkt in die Lehre. Die aktualisierten Datenbanken sowie die neue Möglichkeit zum automatisierten Solvent-/Entrainer-Screening ermöglichen einen modernen, industrienahen Zugang zur Auslegung thermischer Trennprozesse. Studierende arbeiten damit nicht nur „über“ digitale Werkzeuge, sondern wenden sie selbstständig auf reale verfahrenstechnische Fragestellungen an. Im Bachelor-Kurs „Digitale Werkzeuge I“ wird die Software genutzt, um den Umgang mit Stoffdaten, Datenbanken und modellbasierter Entscheidungsfindung praktisch zu erlernen. Im Master „Thermal Process Engineering II“ können Studierende in Gruppenarbeiten eigenständig Solventscreenings durchführen und geeignete Lösungsmittel für die Lösemittelextraktion systematisch bewerten. Damit wird aus abstrakter Thermodynamik ein aktiver, datenbasierter Entwicklungsprozess. Die Maßnahme stärkt Problemlösekompetenz, digitale Methodenkompetenz und Teamarbeit zugleich. Sie verbindet aktuelle industrielle Praxis mit forschungsnaher Lehre und erhöht die Attraktivität unserer Studienangebote.
Prof. Dr. Simeon Schudy1, Prof. Dr. Sandra Ludwig1 & Dr. Alexander Rieber2
1Institut für Volkswirtschaftslehre, MaWi; 2SK Wirtschaftswissenschaften, MaWi
Im Rahmen der Transformation der Lehre soll die IT-Infrastruktur des Ulmer Labors für Entscheidungsexperimente (ULESS) aufgerüstet werden. Vorgesehen sind moderne Computerarbeitsplätze, Eye-Tracker und VR-Brillen. Die Ausstattung erlaubt es, Lehrveranstaltungen stärker an Anwendungssituationen auszurichten. Studierende erhalten die Möglichkeit, die Planung und Durchführung von Experimenten zu erlernen, nutzen neue digitale Technologien und werten Daten selbst aus. Dies erweitert die Methodenvielfalt und bringt neue Anknüpfungspunkte (auch zur psychologischen Aufmerksamkeits- und Verhaltensforschung). So werden in den Bereichen Wirtschaftsinformatik, Business Management und digitale Transformation, aber auch in den Wirtschaftswissenschaften neue methodische, digitale und praxisbezogene Kompetenzen unmittelbar erfahrbar.
Prof. Dr. Marcus Fändrich
Institut für Proteinbiochemie, Studiendekan Biologie, Nawi
Im Rahmen der Weiterentwicklung der praktischen Lehre in den Studiengängen der Biologie
ist die Beschaffung von zehn modernen Routine-Mikroskopen mit integrierter HD-WLAN-
Kamera geplant. Ziel des Vorhabens ist es, die bestehende Geräteausstattung gezielt zu
erweitern und zugleich veraltete, nicht mehr funktionsfähige Mikroskope zu ersetzen. Durch
die neuen Geräte wird eine Ausbildung der Studierenden in kleineren Gruppen möglich sein.
Darüber hinaus werden die Kameras eine digitale Übertragung mikroskopischer Präparate in
Echtzeit auf Projektionsflächen ermöglichen. Lehrende können somit Präparate gezielt
demonstrieren, Strukturen gemeinsam analysieren und Arbeitsschritte unmittelbar erläutern.
Die Lehre kann somit deutlich anschaulicher und interaktiver gestaltet werden. Dies
verbessert die didaktischen Möglichkeiten erheblich und fördert die Digitalisierung der Lehre.
… Lehre in den Ingenieurwissenschaften
Prof. Dr.-Ing. Christian Damm
Institut für Mikrowellentechnik, IIP
Die Maßnahme zielt auf die Integration moderner KI-Methoden für biomedizinische Sensorik (z. B. Diagnostik), Materialcharakterisierung sowie Radarsensorik in der Bio- und Kryosphäre. Diese Bereiche werden sich revolutionär durch KI verändern. Grundlage ist eine lokale Kl-Infrastruktur, die es ermöglicht, mit aktuellen Forschungsdaten sicher und datenschutzkonform z u arbeiten sowie KI-Methoden experimentell z u erproben, ohne Einschränkungen durch externe Dienste (z. B. im Hinblick auf DSGVO, Urheberrecht oder Vertraulichkeit). Studierende erwerben Kompetenzen im Umgang mit modernsten Kl- Technologien, einschließlich deren kritischer Bewertung und verantwortungsvoller Anwendung. Durch die Verknüpfung von Theorie und Arbeit mit realitätsnahen Datensätzen wird die Qualität der Lehre nachhaltig verbessert. Die Maßnahme stärkt zukunftsrelevante Schlüsselkompetenzen und bereitet Absolventinnen und Absolventen auf zentralegesellschaftliche Herausforderungen i n Gesundheit, Nachhaltigkeit und digitaler Transformation vor.
Dr. Mareike Hillebrand & Prof. Dr. Harald Baumeister
Institut für Psychologie und Pädagogik, IIP
Das neue Psychotherapeutengesetz stellt die universitäre Lehre vor neue Herausforderungen: Psychotherapeutische Techniken und Methoden stehen seit 2020 im Fokus des Psychologiestudiums und sind individuell und dabei trotzdem effizient zu vermitteln. Der hiermit verbundene Bedarf an innovativen Lehr- und Lernformaten soll mit der Entwicklung eines KI-gestütztes Lernsystems auf Basis eines intelligenten Avatars gedeckt werden. ELIAS unterstützt den Aufbau psychotherapeutischer Handlungskompetenzen durch die Simulation realitätsnaher, klinischer Szenarien und individuellem Feedback. Ziel des Projekts ist die (Weiter-)Entwicklung und Erprobung eines skalierbaren KI-Avatars für die psychotherapeutische Ausbildung, der sowohl in Hochschulen als auch in klinischen Ausbildungs- einrichtungen für eine vertiefte praxisbezogene Prüfungsvorbereitung eingesetzt werden kann.
Prof. Dr. Sebastian Kranz1, Prof. Dr. Rouven Trapp2 & Prof. Dr. Steffen Zimmermann3
1Institut für Nachhaltige Unternehmensführung, MaWi; 2Institut für Controlling/Studiendekan Wirtschaftswissenschaften, MaWi; 3Institut für Business Analytics/Stellvertretender Dekan Fakultät Mathematik und Wirtschaftswissenschaften
Es soll eine lokale GPU-basierte Infrastruktur aufgebaut werden, mit der große
Sprachmodelle und darauf aufbauende KI-Tutoren, datenschutzkonform, kostengünstig und
flexibel in der Lehre eingesetzt werden können. Darüber hinaus soll die Infrastruktur einen
allgemeinen lokalen API-Zugang zu leistungsfähigen Open-Source-Sprachmodellen
bereitstellen, der in Lehrveranstaltungen, z.B. zu agentischen System, für Abschlussarbeiten
und kursbasiertes Wissensmanagement genutzt werden kann. Ziel ist es, Studierenden
einen niederschwelligen Zugang zu modernen KI-Systemen zu ermöglichen, ohne auf
kommerzielle Anbieter angewiesen zu sein. Die KI-Tutoren sollen durch Lehrende flexibel
gestaltbar und sinnvoll evaluierbar sein und auf die API Infrastruktur aufgesetzt werden. Der
Betrieb wird mit dem KIZ und der Infrastruktur der Informatik koordiniert.
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Wir beraten Sie gerne!
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