Akademiewochen

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Allgemeine Informationen

Die Frühjahrs- und Herbstakademien beinhalten ein Programm aus Vorträgen, festen Arbeitsgruppen und Führungen an der Universität Ulm.

Dieses Programm wird seit Frühjahr 1992 zweimal jährlich mit großem Erfolg und einer stetig hohen Zahl von etwa 400 - 600 Teilnehmende durchgeführt. 

Getragen wurden und werden diese Akademiewochen von der Bereitschaft und dem Engagement der Dozenten und Dozentinnen innerhalb und außerhalb der Universität Ulm, die ihr Wissen und ihre Zeit im Rahmen dieser Weiterbildungswochen zur Verfügung stellen.

Teilnahme Angebote

Wenn Ihnen das gesamte Angebot der verschiedenen Akademien zu umfangreich ist, wenn es Ihre Kräfte nicht mehr erlauben, eine ganze Woche engagiert mitzuarbeiten, oder wenn Sie einfach noch nicht die Zeit dazu finden können, so bieten wir die Möglichkeit, einzelne Vorträge oder eine Arbeitsgruppe oder auch ein Mittwochsangebot alleine zu buchen. Wir wünschen uns, dass Sie - wenn möglich - das gesamte Angebot wahrnehmen, aber wir verstehen auch, wenn Ihnen dies nicht möglich ist.

Aus dem Vorwort zur Frühjahrsakademie 2019

Prof. Dr. Othmar Marti, März 2019

Kaum sind wir geboren, werden wir auf einer liebevoll gemachten Geburtsanzeige in Zahlen gefasst. Zahlen begleiten uns das ganze Leben, ob wir wollen oder nicht. Wie viele Brezeln dürfen es sein? In welcher Klasse bist du? Zahlen sind die Klammer dieser Frühjahrsakademie. In fünf Vorträgen – von der Medizin zur Wirtschaft, von der Psychologie zur Musik – wollen wir ihre Bedeutung in verschiedenen Wissensgebieten erkunden.

Der erste Vortrag wird die Frage: Kann man alles quantifizieren? kritisch erörtern. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth, Betriebswirt und Ehrensenator der Universität Ulm, wird als Vertreter der Wirtschaft unsere Zahlengläubigkeit beleuchten und werten.

Die kulturelle Begleitveranstaltung am Montagabend wird vom Scherer-Ensemble gestaltet. Helen Willis (Sopran), Heike Viefhaus (Rezitation), Markus Munzer-Dorn (Laute) und Thomas Müller (Bariton und Leitung) tragen Werke von Morley, Dowland und Purcell, Rosseter und Bennet sowie Texte von Shakespeare und Donne unter dem Motto „Liebe und Abschied“ vor.

Wenn wir Zahlen verwenden, profitieren wir von den kulturellen Leis-tungen der vergangenen Tausenden von Jahren. Alle haben beigetragen, Menschen im Zweistromland, im Gangestal, in China, in Arabien und in Europa, um nur die für uns Offensichtlichsten zu nennen. Prof. Dr. Ulrich Stadtmüller, Institut für Zahlentheorie und Wahrscheinlichkeitstheorie, Universität Ulm, und seit kurzem mit viel Zeit zum Nach-denken, berichtet uns in einem allgemein verständlichen Vortrag über die Geschichte der Zahlen.

Sie haben sich sicher auch schon gefragt, wozu, außer um Geld zu machen, so viele Daten über unsere Gesundheit gesammelt werden. Prof. Dr. med. Dr. phil. Eva Winkler, Nationales Centrum für Tumor-erkrankungen (NCT) Heidelberg, wird uns in die Welt von „Big Data“ in der Medizin und der Forschung einführen.

Der Vortrag über „Big Data“ ruft nach einem Beitrag zur Statistik und deren Paradoxien. Hinter jeder Aussage, dass ein Medikament wirksam sei (oder auch nicht), verbergen sich ausgedehnte und ausgefeilte statistische Methoden. Zahlenspielereien: Einige statistische Paradoxien und wie sie ausgenutzt werden hat Prof. Dr. Morten Moshagen, Abteilung Psychologische Forschungsmethoden, Universität Ulm seinen Beitrag zum Thema Zahlen betitelt.

Zum Abschluss der Akademiewoche begeben wir uns in die Welt der Musik, in die Welt von Johann Sebastian Bach. Andreas Weil, Kirchenmusiker, Organist, Chorleiter und Komponist hat sich seit einigen Jahren intensiv mit der Frage Legende oder Wahrheit? Zahlensymbolik im Werk Johann Sebastian Bachs beschäftigt. Bachs Kompositionen sind sehr strukturiert. Akkorde beruhen auf ausgefeilten Zahlenverhältnissen der Tonhöhen, und die Rhythmen sind noch nicht betrachtet. Bachs Welt war auch eine Welt der (Zahlen )Mystik.

Ansprechpartner

Dr. Annette Wettstein
stellv. Geschäftsführung
akademische Mitarbeiterin
Akademiewochen
Forschendes Lernen
Telefon: +49 (0)731 50-26610

Interesse an den Akademiewochen?

Gerne senden wir Ihnen nach Erscheinen das aktuelle Programmheft kostenfrei zu.
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Hörsaal bei einem Vortrag der Akademiewochen
Begrüßung durch Markus Marquard