Berufsbegleitender Studiengang Innovations- und Wissenschaftsmanagement (M.Sc.)

Der Studiengang Innovations- und Wissenschaftsmanagement wird zum Ende des Sommersemesters 2025 eingestellt. Zum Sommersemester 2019 wurden letztmalig BewerberInnen zu diesem Studiengang zugelassen. Selbstverständlich wird allen eingeschriebenen Studierenden der Abschluss ihres Studiums noch ermöglicht werden.
Gleichzeitig hat die Fakultät entschieden, den Master-Studiengang Business Analytics, der bisher eine umfassende Mathematikausbildung erwartete, auch für z.B. Wirtschaftswissenschaftler zu öffnen. Der Studienplan von Business Analytics wird überarbeitet und zusätzliche Module aus dem wirtschaftswissenschaftlichen Bereich aufnehmen. Dadurch werden mehr Wahlmöglichkeiten geschaffen und der Studiengang damit auch für Wirtschaftswissenschaftler interessant.

Unternehmen ebenso wie öffentliche Forschungseinrichtungen weisen einen stetig wachsenden Transformationsbedarf auf. Der Wettbewerbsdruck bei Unternehmen führt zum Zwang, ständig die Effizienz und Effektivität zu verbessern. Gleichzeitig sind Unternehmen gefordert, neue und innovative Produkte in immer kürzeren Zeiträumen am Markt einzuführen. Auch auf Forschungseinrichtungen lastet der Innovationsdruck: Der Forschungsoutput muss mit effizientem Ressourceneinsatz gewährleistet werden. Daher ist Management Know-how zur Führung und Weiterentwicklung der Forschungsorganisation notwendig. Diesen Themensträngen widmet sich das Studienprogramm „Innovations- und Wissenschaftsmanagement“. Die Kernelemente des Programms, Management Essentials und Prozessmanagement bilden das Fundament des Masterstudiengangs. Darauf bauen die beiden Vertiefungsrichtungen Technologie- und Innovationsmanagement sowie Wissenschaftsmanagement auf. Der Studiengang vermittelt neue und erprobte Methoden zu Innovation, Wissenschaftsmanagement, Effizienz- und Effektivitätssteigerung.

Der Studiengang Innovations- und Wissenschaftsmanagement (IWM) verbindet wichtige Aspekte des Managements von Unternehmen oder Forschungseinrichtungen mit den Themen des strategischen und operativen Prozessmanagements. Die Studierenden erarbeiten sich Kenntnisse in zentralen Themen wie Strategie- oder Finanz- und Nachhaltigkeitsmanagement. Dabei liegt der Fokus auf den Bereichen Prozesse, Innovationen und Wissenschaft. Neben der kundenorientierten Gestaltung, Lenkung und Weiterentwicklung betrieblicher Prozesse werden wichtige Referenzprozesse, z.B. aus den Bereichen Technologie- und Innovationsmanagement, dem Produktmanagement oder der Geschäftsmodell-Innovation analysiert und nach Möglichkeit im eigenen Unternehmen angewendet.

Die erlernten Fähigkeiten werden innerhalb des Studiums entweder im Bereich Technologie- und Innovationsmanagement oder im Wissenschaftsmanagement vertieft.

Der Schwerpunkt Technologie- und Innovationsmanagement (TIM) verbindet drei zentrale Bereiche: Strategie & Innovation, Prozesse und Technologie. Der Bereich Strategie & Innovation legt den Schwerpunkt auf die Zukunftssicherung des Unternehmens durch Innovationen, während der Bereich Prozesse auf die operationelle Exzellenz zur Umsetzung von Strategien und Innovationen fokussiert. Und der Bereich Technologie setzt betriebliche Prozesse um - man denke etwa an Produktionstechnologien oder Informations- und Kommunikationstechnologien.

Im Schwerpunkt Wissenschaftsmanagement (WM) wird die Organisation und Steuerung von Hochschul- und Wissenschaftseinrichtungen erklärt. Den Studierenden wird die praxis- und entscheidungsrelevante Führung der Wissensproduktion vermittelt.
 

Ein erfolgreich abgeschlossenes Masterstudium in Innovations- und Wissenschaftsmanagement soll befähigen
  1. zur Identifikation von Innovationspotenzialen und deren prozessualer Umsetzung entlang des gesamten Lebenszyklus,
  2. zur Projekt-Durchführung und der Präsentation von Projektergebnissen in allgemein verständlicher Form,
  3. zur Umsetzung von Veränderungsvorhaben in ihren Unternehmen, Hochschul- und Forschungseinrichtungen und zur Erzielung von Effizienz- und Effektivitätsgewinnen sowie die Sicherstellung einer zukünftig, adäquaten Ausrichtung,
  4. zur Übernahme von Führungspositionen in Forschungseinrichtungen und Wissenschaftsorganisationen, Ausgestaltung einer zukunftsfähigen Innovations- und Technologiestrategie sowie deren operativen, prozessualen und organisatorischen Umsetzung im Unternehmen,
  5. zur Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Universität sowie
  6. zum Zugang zu einer Promotion.
     

Abgeleitet aus dem Bedarf und den Anforderungen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen baut das Studienprogramm Innovations- und Wissenschaftsmanagement auf den grundlegenden Managementmodulen und dem Prozessmanagement die beiden Vertiefungsblöcke auf. Es kann nur eine der beiden Vertiefungsrichtungen gewählt werden.

Die Studierenden erarbeiten sich im Bereich Management Essentials grundlegende Kenntnisse in zentralen Themen wie Strategie- und Finanzmanagement. Dabei liegt der Fokus auf den Bereichen Prozesse, Innovationen und Wissenschaft. Weiterhin eignen sie sich Methoden zur kundenorientierten Gestaltung, Lenkung und Entwicklung betrieblicher Prozesse an. Die Prozesse sollen hinsichtlich Zeit, Qualität, Flexibilität und Kosten verbessert werden. Neben Methoden werden hier zusätzlich Referenzprozesse vermittelt. Die Studierenden entscheiden sich entweder für die Vertiefungsrichtung Technologie- und Innovationsmanagement und lernen dabei die Prozesse von einer Produkt- oder Dienstleistungsidee bis zum kommerzialisierten Produkt oder zur Dienstleistung zu verstehen, methodisch zu untermauern und anwendungsnah zu erproben. Oder sie wählen die Vertiefungsrichtung Wissenschaftsmanagement und sind nach dem Studium in der Lage, die Organisation und Steuerung von Hochschul- und Wissenschaftseinrichtungen umzusetzen. Der Fokus liegt auf der praxis- und entscheidungsrelevanten Führung der Wissensproduktion.
 

Insbesondere soll eine Absolventin oder ein Absolvent des Masterstudiengangs Innovations- und Wissenschaftsmanagement:
  • Finanzkennzahlen beurteilen, Investitionsentscheidungen treffen und begründen können,
  • die Funktion, die Prozesse und die Instrumente des strategischen Managements kennen und beherrschen,
  • die Grundlagen und Konzepte des strategischen Prozessmanagements kennen, das Metamodell des Prozessmanagements beschreiben und auf praktische Anwendungsbeispiele anwenden können,
  • die relevanten Methoden zur Entwicklung von Technologiestrategien, zur Bewertung von Technologien erklären sowie die wesentlichen Prozesse des Technologie- und Innovationsmanagements darstellen können,
  • in der Lage sein, die Akteure, Felder und Leistungen des Wissenschaftssystems und der wissenschaftlichen Einrichtungen zu beschreiben sowie Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen dem Management in der Wissenschaft und der Wirtschaft zu identifizieren,
  • nach Absolvieren des Schwerpunktbereiches "Technologie- und Innovationsmanagement"
    • ein tiefes Verständnis für den Produktmanagementprozess entwickelt haben, um diesen im Unternehmen umzusetzen,
    • den Ansatz des Design Thinking beherrschen, anhand realer Problemstellungen alle Design-Phasen eigenständig durchführen und einen finalen Prototypen für das Problem entwickeln können,
    • in der Lage sein, wichtige Gestaltungsmerkmale zur Steigerung der Innovationsfähigkeit von Unternehmen zu erklären und anzuwenden,
  • nach Absolvieren des Schwerpunktbereiches "Wissenschaftsmanagement"
    • einen Überblick über Aufbau, Förderung und Entwicklungen des Wissenschaftssystems haben und Konzepte der Personal- und Organisationsentwicklung sowie verschiedene Perspektiven zu Führung und Leitung kennen,
    • die Prozesse und Instrumente des Marketing auf Wissenschaftseinrichtungen übertragen und anwenden können,
    • vertiefte Kenntnis von Methoden, Aufbau und Praxis von Evaluation und Qualitätsmanagement in Hochschulen und Forschungseinrichtungen erlangt haben,
    • die Rahmenbedingungen von (drittmittelfinanzierter) Forschung sowie die Anforderungen, die an die Leistungsbereiche eines modernen Forschungsmanagements gestellt werden, überblicken
  • sich in weiteren (Wahl-)Bereichen vertiefen und spezialisieren.

 

Studierende erwerben im Studiengang ein Portfolio an fachlichen und überfachlichen Kompetenzen: Sprachlich-kommunikative Kompetenzen werden während der Präsenzphasen, die Befähigung zur Teamarbeit durch gemeinsam zu bearbeitende Case Studies geschult. Die Fähigkeit berufsfeldbezogene gesellschaftliche Fragestellungen zu reflektieren, wird begleitend in den Fachmodulen erworben. Die Studierenden beschäftigen sich, z.B. im Rahmen des Moduls Nachhaltigkeitsmanagement auch mit den Auswirkungen von Innovationen und Unternehmensentscheidungen (auch von Forschungseinrichtungen) auf ihre regionale und globale Umwelt. Dabei sollen unter anderem moralische Kompetenzen mit Bezug zur Ressourcenknappheit, zum Klimawandel und zu sozialen Problemen vermittelt werden.
 

Folgende Abbildung fasst den Aufbau des Programms auf einen Blick zusammen:

 

  • Kernelemente des Programms sind die Management Essentials und das Prozessmanagement. Beide Blöcke bilden das Fundament des Programms. Darauf bauen die beiden Vertiefungen, in Technologie- und Innovationsmanagement sowie in Wissenschaftsmanagement auf.
  • Die Module beinhalten umfassende Praxisphasen, in denen die erlernte Theorie z.B. im eigenen Unternehmen begleitet umgesetzt werden kann.
  • Der hohe Onlineanteil im Studiengang ermöglicht das Angebot verschiedener Webinare, die von ausgewiesenen Experten rund um den Globus gehalten werden. Zielsetzung der Webinare ist es den Studierenden Praxis- und Expertenwissen zu ausgewählten Themen der Module aus den Fundamenten und den Vertiefungen zu vermitteln.
  • Alle Module des Masterprogramms können auch einzeln als Zertifikatskurse belegt werden. Für jedes erfolgreich absolvierte Modul wird ein Zertifikat der Universität Ulm ausgestellt, welches zu einem späteren Zeitpunkt auch als Studienmodul im Masterprogramm angerechnet werden kann.

Inhalte

Abgeleitet aus dem Bedarf und den Anforderungen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen baut das Studienprogramm Innovations- und Wissenschaftsmanagement auf den grundlegenden Managementmodulen und dem Prozessmanagement die beiden Vertiefungsblöcke auf. Es kann nur eine der beiden Vertiefungsrichtungen gewählt werden.

  • Fundament 1: Management Essentials
    Zielsetzung des Blocks Management Essentials ist es, Kenntnisse in zentralen Themen wie Strategie, Finanz- und Personalmanagement zu vermitteln. Dabei liegt der Fokus auf den Bereichen Prozesse, Innovationen und Wissenschaft.
  • Fundament 2: Prozessmanagement
    Zielsetzung des Blocks Prozessmanagement ist es, die kundenorientierte Gestaltung, Lenkung und Entwicklung betrieblicher Prozesse darzustellen. Die Prozesse sollen hinsichtlich Zeit, Qualität, Flexibilität und Kosten verbessert werden. Neben Methoden werden hier grundlegende Referenzprozesse vermittelt.
  • Vertiefung 1: Technologie- und Innovationsmanagement
    Zielsetzung des Blocks Technologie- und Innovationsmanagement ist es, die Inhalte der Prozesse von einer Produkt- oder Dienstleistungsidee bis zum kommerzialisierten Produkt oder Dienstleistung zu verstehen, methodisch zu untermauern und anwendungsnah zu erproben.
  • Vertiefung 2: Wissenschaftsmanagement
    Zielsetzung des Blocks Wissenschaftsmanagement ist es, die Organisation und Steuerung von Hochschul- und Wissenschaftseinrichtungen zu erklären. Der Fokus liegt auf der praxis- und entscheidungsrelevanten Führung der Wissensproduktion.

Jedes angebotene Modul baut eine oder mehrere der folgenden fünf Schlüsselkompetenzen auf:

  • Gestaltungskompetenz
    Unter Gestaltungskompetenz verstehen wir die Fähigkeit, betriebliche Herausforderungen zu erkennen sowie zukunftsgerichtet und nachhaltig zu lösen.
  • Führungskompetenz
    Die Entwicklung der Führungskompetenz beabsichtigt die Studierenden mit Planungs- und Steuerungsinstrumenten vertraut zu machen und die eigene Wirkung als Führungskraft zu erhöhen.
  • Entwicklungskompetenz
    Der Aufbau der Entwicklungskompetenz hat das Ziel, betriebliche oder technologische Potenziale und Innovationen zu identifizieren und diese zu qualifizieren.
  • Veränderungskompetenz
    Die Veränderungskompetenz ist die Fähigkeit Veränderungen in der Organisation unter Berücksichtigung der persönlichen und individuellen Ebene umzusetzen.
  • Umsetzungskompetenz
    Die Entwicklung der Umsetzungskompetenz zielt darauf ab, Strategien, Prozesse und Technologien durch adäquate Strukturen im Unternehmen zu implementieren.

Art des Studiums
berufsbegleitender Masterstudiengang

Abschluss
Master of Science (M. Sc.)

Zulassungsvoraussetzungen

  • Hochschulabschluss mit 210 ECTS und ein Jahr Berufserfahrung
    oder
  • Hochschulabschluss mit 180 ECTS und zwei Jahre Berufserfahrung

ECTS Credits
90

Studiengebühr
13.200 - 15.900 €

Unterrichtssprache
deutsch

Abschluss des Studiums Master of Science (M.Sc.)   Certificate of Advanced Studies (CAS) Kontaktstudium (Zertifikat)
Studienumfang 90 ECTS-Punkte (inkl. Masterarbeit)   10 Leistungspunkte Module im Umfang von 4 bis 6 Leistungspunkten
Regelstudienzeit 3 Semester in Vollzeit bzw. 6 Semester in Teilzeit   in 1 Semester berufsbegleitend absolvierbar jedes Modul 1 Semester
Studienorganisation ca. 80% Selbstlern- und 20% Präsenz-Phasen
Module Pro Modul 4 bis 6 Leistungspunkte nach ECTS (1 ECTS entspricht ca. 30 Stunden Workload).
Die Module können einzeln gebucht und belegt werden.
Struktur/Inhalt Es müssen 5 Pflichtmodule und 5 Wahlpflichtmodule belegt werden. Die verbleibenden ECTS werden durch eine Masterarbeit im Umfang von 30 Leistungspunkten abgedeckt.   Es kann aus fünf Modulen gewählt werden: Strategisches Prozessmanagement, Operatives Prozessmanagement, Methoden der Geschäftsmodell-Innovation, Operatives Technologie- und Prozessmanagement, Marketing in Wissenschaftseinrichtungen Den Kontaktstudierenden stehen alle Module des Studiengangs zur Auswahl.
Bewerbung/Anmeldung     Anmeldung CAS Anmeldung für einzelne Module
Bewerbungsschluss   15. März bzw. 15. September
Kosten Bei einer Immatrikulation sind Studiengebühren und verschiedene Beiträge zu entrichten.   Details zu den CAS Für die Zertifikatskurse im Kontaktstudium werden je nach Umfang des Moduls Entgelte in unterschiedlicher Höhe fällig.
Zulassungs-voraussetzungen - Hochschulabschluss mit 210 ECTS + 1 Jahr Berufserfahrung
oder
- Hochschulabschluss mit 180 ECTS + 2 Jahre Berufserfahrung
1. Hochschulabschluss
Akkreditierung Akkreditiert vom Akkreditierungsrat
Kontakt und Beratung Nutzen Sie unser Kontaktformular oder schreiben Sie eine Nachricht an saps(at)uni-ulm.de.
Telefonisch sind wir unter +49 (0)731/50-32401 für Sie erreichbar!