The Information Hiding Patterns Project
Ziel des Projekts ist die Vereinheitlichung der Terminologie und Taxonomie für Methoden der Steganographie. Dieses Projekt wird von einem Konsortium von derzeit zehn Institutionen aus fünf Ländern vorangetrieben.
Steganographie umfasst diverse Verstecktechniken, die sich über verschiedene Domänen erstrecken, wie z. B. die Steganographie in digitalen Medien, die Text-Steganographie, die Steganographie in cyber-physischen Systemen, die Netzwerk-Steganographie (verdeckte Netzwerkanäle), lokale verdeckte Kanäle und verdeckte Out-of-Band-Kanäle. Allerdings ist die zugehörige Terminologie in den verschiedenen Domänen nicht einheitlich. Um dieses Problem zu bewältigen, wurde 2015 mit der Einführung der sogenannten „Hiding Patterns“ (Wendzel et al., 2015) ein erster Versuch unternommen, der Verstecktechniken abstrakter beschreibt. Trotz wesentlicher Verbesserungen besteht die Haupteinschränkung der ursprünglichen Taxonomie darin, dass sie nur den Fall der Netzwerk-Steganographie berücksichtigt. Das Projekt treibt die Vereinheitlichung der Terminologie und Taxonomie über alle Bereiche der Steganographie (sowie angrenzender Bereiche) voran.
Webseite: https://patterns.omi.uni-ulm.de
ATTRIBUT
Das Projekt ATTRIBUT befasst sich zusätzlich zur Erkennung verdeckter Malware-Kommunikation auch mit der Attribution, also der Zuordnung zu einem Angreifenden. Die Projektpartner untersuchen Versteckmethoden aus diversen Domänen der Steganografie und des Information-Hidings. Von Bild über Audio bis hin zur Text-Steganografie. Unser Fokus im Projekt liegt auf Versteckmethoden in Standard-Internetprotokollen.
Diese Forschungsarbeit wurde durch die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH im Rahmen des Vorhabens Forschung zu „Existenzbedrohenden Risiken aus dem Cyber- und Informationsraum – Hochsicherheit in sicherheitskritischen und verteidigungsrelevanten Szenarien“ (HSK) beauftragt und finanziert. Eine Einflussnahme der Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH auf die Ergebnisse fand nicht statt. https://www.cyberagentur.de/programme/hsk/. Mehr Informationen unter https://attribut.cs.uni-magdeburg.de/.
The Internet Censorship Atlas
The Internet Censorship Atlas ist eine interaktives, kontinuierlich wachsendes Exponat, das Internetzensur weltweit visualisiert. Über eine dynamische Weltkarte kann erkundet werden, wie verschiedene Länder den Zugang zu Online-Inhalten regulieren, einschränken und gestalten. Durch die Auswahl einzelner Länder erhalten Nutzer Einblicke auf Basis wissenschaftlicher Analysen, darunter rechtliche Rahmenbedingungen und technische Filtermechanismen.
Das Projekt ist für öffentliche Räume wie Bibliotheken und Bildungseinrichtungen konzipiert und hat das Ziel, komplexe Zensurstrukturen verständlich und erlebbar zu machen. Als lebendes Projekt wird der Atlas kontinuierlich erweitert und aktualisiert, um neue Länder und Entwicklungen in der globalen Internetkontrolle abzubilden.