Geragogik, Bürgerwissenschaften und Wissenschaftskommunikation

Das ZAWiW erforscht Bildungsprozesse an der Schnittstelle von Geragogik, Bürgerwissenschaften und Wissenschaftskommunikation. Hierzu werden qualitative, partizipative sowie quantitative Methoden der Bildungsforschung genutzt.

Ein Schwerpunkt liegt auf Bildung im Alter (Geragogik) mit Fragen der Digitalisierung und digitalen Teilhabe, intergenerationelles Lernen sowie forschendes Lernen und wissenschaftliche Weiterbildung in der nachberuflichen Phase. Ein zweiter Schwerpunkt gilt der Wissenschaftskommunikation: Niedrigschwellige Formate, darunter Bürgerwissenschaften sowie Video- und Online-Formate, erschließen neue Zielgruppen und stärken den Dialog zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft entlang der Forschungsschwerpunkte der Universität Ulm.

Forschungsaktivitäten

  • H2-Wandel: Wissenschaftskommunikation mit ehrenamtlichen Wasserstofflotsen (2022-2027)
  • Ulmer Weiterbildungsbefragung Älterer (2026-2027)
  • Digitale Bildungsprozesse für ältere Menschen in seniorenspezifischen Wohnformen der institutionalisierten Altenhilfe – DiBiWohn (2019-2025)
  • Studie zum Generationendialog (2013)

Auswahl aktueller Veröffentlichungen

Digitale Bildung in Einrichtungen der Altenhilfe
Marquard, M., Bröder, S., Damer, N. et al.

Digitale Bildung von Menschen im hohen Alter, die in institutionalisierten Wohnformen der Altenhilfe leben, stellt ein Forschungsdesiderat dar. Es fehlen Bildungs- und Begleitkonzepte, die Digitalität und Teilhabe ermöglichen und fördern. Dabei ist zu beachten, dass diese Personengruppe hinsichtlich Vulnerabilität und Digitalität sehr heterogen ist.

Förderung von digitaler Bildung
Michael Doh, Mario Jokisch und Markus Marquard

Bildungsangebote und Interventionen zur Förderung digitaler Bildung im Alter dürfen sich nicht darauf beschränken, digitale Kompetenzen im Umgang mit technischen Innovationen zu vermitteln. Vielmehr gilt es in einer zunehmend mediatisierten Welt, in der das Leitbild eines starken Subjekts ins Wanken gerät, ältere Menschen zu einer relationalen digitalen Souveränität zu befähigen.

Forschen ohne (Alters-)Grenzen – Forschendes Lernen in der nachberuflichen Phase
Eva Hrabal, Markus Marquard & Annette Wettstein

Seit über 25 Jahren gibt es für ältere Erwachsene am ZAWiW Projekte für Forschendes Lernen. Anhand der Arbeitskreise „Lebensgestaltung im Alter“ und „Pflanzenökologie wird illustriert, wie sich das Forschende Lernen am ZAWiW konkret gestaltet.