Wissenschaftstheorie

Die Wissenschaftstheorie ist ein Teilgebiet der Philosophie, das sich mit den Voraussetzungen, Methoden und Zielen von Wissenschaft und ihren verschiedenen Formen des Erkenntnisgewinns beschäftigt. Zentrale Forschungsschwerpunkte des Humboldt-Zentrums sind der Zusammenhang von Wissenschaft, Werten und Ideologie.

Forschungsschwerpunkte

Im Fokus des Projekts steht die Reflexion evolutionärer Erklärungen menschlicher Merkmale. Solche Erklärungen basieren in aller Regel auf einem breiten Spektrum an empirischer Evidenz (Schimpansen- und Kleinkindverhalten, archäologische Studien etc.) und sind gleichzeitig sehr anfällig für unreflektierte ideologische Vorannahmen. Diesen Zusammenhang untersuchten wir im Rahmen des Forschungsprojekts Explaining Human Nature: Empirical and Ideological Dimensions, das Prof. Dr. Rebekka Hufendiek – Leitung des Departments für Geisteswissenschaften – von 2020 bis 2024 an der Universität Bern leitete. 

Das Verhältnis von Wissenschaft und Ideologie ist ein Schwerpunkt der Forschung am Humboldt-Zentrum. Ein einführendes Gespräch mit Department-Leitung Prof. Dr. Rebekka Hufendiek finden Sie beim Deutschlandfunk.

Wir beschäftigen uns aus wissenschaftstheoretischer Perspektive mit Künstlicher Intelligenz. Dabei geht es uns sowohl um die Übertragbarkeit wissenschaftstheoretischer Kriterien guter Erklärungen als auch um die Frage, welche Bedingungen für menschliches Verstehen relevant sind. Während in letzter Zeit vor allem über „Biases in Machine Learning“ diskutiert wurde, untersucht Jacob Costantino (M.A.) als Doktorand bei KEMAI “Biases in Ontologies” – und damit im Bereich der klassischen symbolischen KI.