Tag der Lehre 2020 - Future Skills

Wir freuen uns sehr, dass trotz dieser ganz besonderen Situation auch in diesem Jahr der Tag der Lehre zum vierten Mal stattfindet. In diesem Jahr steht das Thema "Future Skills" im Fokus. Wir laden alle Lehrenden, Studierenden und weitere Akteurinnen und Aktueure der Universität Ulm herzlich zum Tag der Lehre ein! Der Tag der Lehre findet dieses Jahre virtuell über Moodle statt. 

Wir starten diesen Tag der Lehre am 27. November mit einer Online Keynote zum Thema "Future Skills" von Prof. Dr. Ulf Ehlers von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Nach diesen Einblicken und Denkanstößen möchten wir Sie virtuell einladen, in drei Vorträgen zu Leuchtturmprojekten diskutieren sowie im Virtuellen Rundgang Good Practice Beispiele aus der Lehre kennenzulernen.

Programm

Zugang zu allen Vorträgen und zum Virtuellen Rundgang durch die Good Practice Beispiele erhalten Sie über den Moodlekurs "Tag der Lehre 2020". Bitte beachten Sie: Ein Zugang zu Moodle ist nur für Universitätsangehörige möglich. 

9:00-9:15 Offizielle Begrüßung
9:15-10:15 Online Keynote von Prof. Dr. Ulf Ehlers inklusive Diskussion
10:15-10:30 Virtuelle Kaffeepause
10:30-11:30 Vorträge zu drei Leuchtturmprojekten der Universität Ulm
11:30-13:30 Virtueller Rundgang durch Good Practice Beispiele der Universität Ulm
inklusive Mittagspause
13:30-14:00 Auswertung und Abschluss

9 Uhr - Begrüßung durch Prof. Dr. Dr. Olga Pollatos, Vizepräsidentin für Lehre

Die Begrüßung durch Vizepräsidentin Prof. Dr. Dr. Olga Pollatos findet live via BigBlueButton statt. Den Zugang zum Veranstaltungsraum finden Sie im Moodlekurs zum Tag der Lehre.

9:15 Uhr - Future Skills - Online Keynote von Prof. Dr. Ulf Ehlers

Die Online Keynote von Prof. Dr. Ulf Ehlers findet live via BigBlueButton statt. Den Zugang zum Veranstaltungsraum finden Sie im Moodlekurs zum Tag der Lehre.

Future Skills sind derzeit in aller Munde. Natürlich als Digitale Skills - aber es geht um mehr. Überall auf der Welt entstehen Future Skill Initiativen. Sektorale, für Schulen oder Hochschulen, nationale (bspw. Future Skills Canada) und internationale, etwa von der OECD, der EU oder dem World Economic Forum. Die setzen sich damit auseinander, die gewandelten gesellschaftlichen Bedingungen für Arbeit, Bildung und Leben zu reflektieren und wichtige Future Skills zu analysieren. Viele dieser Konzepte setzen Schwerpunkte dabei auf die Frage welche Fähigkeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer digitalisierten Welt brauchen. Sie fokussieren sich auf digital data-bezogene Fähigkeiten, die ihren Ursprung bereits in den 90er und 2000er Jahren haben und dort als Digital Literacy diskutiert wurden - und nun oftmals noch mit wichtigen interkulturellen Kommunikations- und Kooperationsfähig¬keiten angereichert werden. In anderen Ansätzen und Arbeiten zum Thema Future Skills erscheint das Thema als eine konsequente Weiterführung des Konzepts des lebenslangen Lernens, um die Passung zwischen sich ständig wandelnden Anforderungen und den Fähigkeiten des Einzelnen herzustellen. Vielfach mit starkem Fokus auf den ökonomischen Impetus der Partizipation von Individuen am Arbeitsmarkt, manchmal mit dem Vorhaben Skills for Life abzubilden. Und tatsächlich nur einige wenige Ansätze versuchen in noch weiterem Radius einen ganzheitlicheren Bildungsbezug herzustellen. Bereits diese kurze Analyse zeigt, dass es offenbar um mehr geht als nur eine Renaissance des Kompetenzbegriffes. 
 
Es geht um eine tektonische Plattenverschiebung in Gesellschaft und Organi¬sationen, die einen tiefgreifenden Wandel im Hochschulbereich nach sich zieht. Die Frage danach, wie die Hochschule in Zukunft bestehen kann und die Frage, wie die Zukunft der Hochschule aussieht. Im Vortrag werden empirische und konzeptionelle Hintergründe für ein neues Future Skills Konzept entwickelt. Die Ergebnisse der NextSkills Studie werden präsentiert und 17 Future Skill Profile beschrieben.
 
Aber es wird auch deutlich: Future Skills fragt nach mehr. Mehr als nach einer Liste von Fähigkeiten, die etwa Schulen oder Hochschulen ihren Lehrplänen oder Curricular zugrunde legen könnten, um dann die Lernenden in zukunftsfester Weise garantiert und sicher für alle Eventualitäten vorbereiten zu können. Zwar umfasst die Diskussion um Future Skills Aspekte wie Kompetenzorientierung und lebenslanges Lernen, aber sie greift tiefer. Sie greift so tief, dass sie die Grundfesten des Bildungssystems und die Grundfesten des Umgangs mit Arbeit umfasst. 
Der Vortrag behandelt drei Themen: Thema 1 ist die Aufarbeitung des Hintergrundes, des Wandels in Organisationsstrukturen und der Treiber. Thema 2 ist die Aufarbeitung von Fähigkeiten anhand unterschiedlicher durch den Autor durchgeführter empirischer Studien und Thema 3 ist die Projektion der Hochschule in die Zukunft. Alle drei Themen werden hier anhand empirisch abgesicherter Konzepte diskutiert und schließen an, an die internationale Diskussion, die in diesem Bereich existiert.
Das Future Skills Konzept geht über Digitalisierung hinaus, greift Kompetenzorientierung in großer Tiefe auf und stellt Modelle und Profile für Hochschulentwicklung der nächsten 15 Jahre zur Diskussion in den Raum. 

10:15 Uhr

Virtuelle Kaffeepause

10:30 Uhr - Vorträge zu Leuchtturmprojekten

Die Vorträge zu Leuchtturmprojekten in der Lehre an der Universität Ulm finden live via BigBlueButton statt. Den Zugang zum Veranstaltungsraum finden Sie im Moodlekurs zum Tag der Lehre.

Mikroskopisch-anatomische Lehre in Zeiten von Corona - neue Herausforderungen, alte Tugenden

Prof. Dr. Stefan Britsch
Institut für Molekulare und Zelluläre Anatomie, Universität Ulm
Kontakt: stefan.britsch(at)uni-ulm.de

Mikroskopisch-anatomische Lehre in Zeiten von Corona - neue Herausforderungen, alte Tugenden

Mikroskopische Anatomie vermittelt den zellulären und geweblichen Aufbau des menschlichen
Körpers sowie die Wechselbeziehung von Struktur und Funktion. Sie bildet daher (i) eines der
wesentlichen Kompetenzfundamente im Medizin-, Zahnmedizinstudium und in medizinnahen
Studiengängen (z.B. Molekulare Medizin), (ii) ist Voraussetzung für das Verständnis struktureller
Veränderungen bei Krankheitsprozessen (pathologische Anatomie) und (iii) vermittelt darüber hinaus
grundlegende Konzepte und Handlungskompetenzen sowohl für die erfolgreiche Ausübung des
späteren Arztberufs als auch für forschende Tätigkeiten, etwa im Rahmen einer medizinischen
Doktorarbeit. Der mikroskopisch-anatomische Unterricht ist klassischerweise sehr stark durch
praktisches Arbeiten mit dem Mikroskop und übendes Lernen am histologischen Präparat
gekennzeichnet. Vor diesem Hintergrund stellte die Corona-bedingte kurzfristige und vollständige
Umstellung des praktischen mikroskopisch-anatomischen Unterrichts auf digitalen Distanzunterricht
zu Beginn des Sommersemesters 2020 eine besondere Herausforderung dar. In diesem Beitrag stelle
ich unser Konzept zur vollständigen Digitalisierung des mikroskopisch-anatomischen Unterrichts dar.
Wesentliche Elemente dieses Konzepts bildeten die weiterentwickelte internetbasierte
Mikroskopieplattform MyMi.mobile (https://mymi.uni-ulm.de), das neu entwickelte, videobasierte
Lehrformat Histoguide und die Etablierung eines eTutoren-Netzwerks zur effizienten Interaktion mit
unseren Studierenden. Durch Bildung einer Lehrallianz mit dem Anatomischen Institut der Universität
Freiburg konnten außerdem wichtige Synergieeffekte bei der konkreten Umsetzung der Corona-Lehre
erzeugt werden. Durch die systematische Auswertung des Nutzungsverhaltens und der
Studienleistungen im Rahmen standardisierter Prüfungsformate konnten wir erste Daten zur
Wirksamkeit und Akzeptanz unseres Digitalunterrichts im Vergleich zum klassischen Präsenzunterricht
gewinnen. Hierauf sowie auf eine mögliche Rolle "alter Lehrtugenden" werde ich im Einzelnen
eingehen.

Zeige deine Erfindung! - Projektverwirklichung mit Videoproduktion

Dr. Ulrich Galster
Studienlotse Ingenieurwissenschaften, Studienkommission Elektrotechnik, Universität Ulm
Kontakt: ulrich.galster(at)uni-ulm.de

Zeige deine Erfindung! - Projektverwirklichung mit Videoproduktion

Studierenden beibringen, eigene Ideen zu verwirklichen? Welches wertvollere Ziel kann eine Universität verfolgen! Wieso wird so etwas immer noch selten als Lehrveranstaltung angeboten? Der Vortragende weiß das nicht. Dafür wird er ein Beispiel präsentieren, wie es sich effektiv und einfach umsetzen lässt: In der ASQ-Lehrveranstaltung "Zeige deine Erfindung! - Medieneinsatz bei technischen Projekten" können Studierende sich kreativ austoben und ihre Idee für ein technisches Projekt verwirklichen. Dank der vielfältigen und gleichzeitig kostengünstigen Möglichkeiten, die Mikrocontroller bieten, können sich Ingenieure und Informatiker -aber auch Studierende anderer Fächer- ideal ergänzen. Die Programmierung von Mikrocontrollern wie Arduino ist dabei für jeden einfach zu erlernen. Trotzdem: Hat ein Neuling hier die gleichen Chancen wie die erfahrene Programmiererin? Absolut! Denn am Ende kommt es darauf an, wie gut die Projektarbeit organisiert ist, und wie die eigene Erfindung präsentiert wird. Denn parallel zur Projektarbeit sollen die Teilnehmenden ein Video produzieren, welches ihr Werk für Laien begreiflich macht. Ein weiterer wichtiger Lerninhalt ist deshalb: Wie schaffe ich es, mein Projekt anschaulich zu erklären und gleichzeitig die Zuschauer zu begeistern? Von den vielen Techniken und Tricks bei der Videoproduktion ganz zu schweigen… 
Doch die Motivation ist groß: Am Ende des Semesters werden die Videos einem größeren Publikum vorgeführt, und eine Jury entscheidet, welches als das beste ausgezeichnet wird! 
 

Der Weg der Digitalisierung von Founder’s Garage

Dr. Dana Schultchen1, Dr. Andrea Wirmer2 & Benedikt Bill1
Founder's Garage
1 Institut für Psychologie und Pädagogik, 2 Referentin der Vizepräsidentin für Lehre
Kontakt: dana.schultchen(at)uni-ulm.de , birgit.stelzer(at)uni-ulm.de

Der Weg der Digitalisierung von Founder’s Garage

Founder’s Garage ist ein englischsprachiges, interdisziplinäres Seminarkonzept für Masterstudiengänge, welches Studierende für das Thema Entrepreneurship sensibilisieren soll. Studierende entwickeln dabei eigene Ideen zu einem Rahmenthema und setzen diese im Team um. Dafür erlernen und erproben sie im Seminar Werkzeuge aus dem Kontext Innovationsmanagement. In dem praxisnahen Prozess von der Ideengenerierung bis zur Entwicklung der Prototypen und des Testens werden sie neben dem inhaltlichen Input im Seminar zusätzlich während der Präsenzveranstaltungen und in den Zwischenphasen von Mentoren begleitet. Bei dem Seminar handelt sich um ein gefördertes Verbundprojekt (Förderlinie Gründungskultur, MWK), bei dem ebenso die Hochschule Biberach, die Technische Hochschule Ulm sowie die IHK Ulm beteiligt sind. Der Vortrag beim Tag der Lehre soll sowohl einen Einblick in das Seminarkonzept geben, als auch aufzeigen, wie interaktive Workshopformate auch im digitalen Format erfolgreich durchgeführt werden können. 

Der virtuelle Rundgang durch die Good Practice Beispiele aus der Universität Ulm findet in Moodle statt.

I. Fachspezifische Ideen und Konzepte

Wenn die Covid-19-Pandemie als Generalprobe für die neue Approbationsordnung für Zahnärzte genutzt wird

Sarah Maria Blender, Tobias Dresely, Christina Maubach, Prof. Dr. Ralph G. Luthardt & PD Dr. Heike Rudolph
Zahnärztliche Prothetik, Uniklinik Ulm
Kontakt: sarah.blender(at)uniklinik-ulm.de

Wenn die Covid-19-Pandemie als Generalprobe für die neue Approbationsordnung für Zahnärzte genutzt wird 

Welchen Fokus setzen wir auf einzelne Lerninhalte, um relevante und grundlegende Kernkompetenzen späterer Zahnärzte zu vermitteln? Welche Lernformen können eingesetzt werden, um eigenständiges und wissenschaftliches Lernen und Arbeiten von Studierenden zu fördern? Wie kann Digitalisierung in ein Studium eingebunden werden, dass von seiner Präsenzlehre geprägt ist?

Vieles wurde hierzu in wöchentlichen Treffen diskutiert und vorbereitet. 
Und dann kam die Covid-19-Pandemie und mit ihr eine Chance, die bereits erarbeiteten Systeme früher und schneller in die Tat umzusetzen.

Neben der digitalen Vermittlung theoretischer Lerninhalte, war auch in diesem Sommersemester eine achtwöchige-Präsenzlehre der zentrale Punkt unserer Lehre, geprägt von Hygienekonzepten und Kohortenteilung. Da eine Umsetzung der bisherigen Kursstruktur nun nicht mehr möglich war, fand eine Umstrukturierung des Kursprogrammes in Module statt. Neben festgelegten Arbeitszeiten für die Kursarbeit in Präsenz (K-Module) und dem Üben von Zahnpräparationen an den Phantomeinheiten in der Dentalen Simulationsklinik (P-Module), wurden auch erstmals „Homework-Module“ integriert. Übungen zum wissenschaftlichen Erarbeiten von Informationen mit Hilfe von Literatur und konstruktive Selbsteinschätzungen zur eigenen Kursarbeit ergänzten den bisherigen Kursinhalt.

Die Mehrheit der Studierenden präferierte dieses neue Kurskonzept in einer internen Evaluation.
Aus Sicht der Dozenten muss eine individuelle Förderung, speziell in den ersten Semestern stattfinden, da hier Grundlagen der Arbeitsweise und der Umsetzung theoretischer Lerninhalte auf die Praxis geschaffen werden, die für das weitere Studium ausschlaggebend sind. Durch die zusätzlichen „Workshop-Wochen“ im Wintersemester sollen so Kernkompetenzen des zahnärztlichen Arbeitens vermittelt und vertieft werden, losgelöst von dem eigentlichen Kursprogramm. 

YouTube Kanal „T-OWL“ - Animierte Videos für VWL Veranstaltungen

Daniel Blochinger
Institut für Nachhaltige Unternehmensführung
Kontakt: daniel.blochinger(at)posteo.de

YouTube Kanal „T-OWL“ - Animierte Videos für VWL Veranstaltungen

Für die Onlinelehre in unserer Veranstaltung „Umwelt- und Ressourcenökonomik“ haben wir einen YouTube Kanal eingerichtet und die Inhalte der Vorlesung in 6 Lernpakete eingeteilt. Für jedes Lernpaket haben wir 2 Videos erstellt: ein Lernvideo und ein Übungsvideo.

Im Lernvideo wird das jeweilige Thema von Grund auf erklärt und zwar so anschaulich wie möglich. Dabei kommen neben intuitiven Beispielen auch insbesondere Grafiken und Animationseffekte zum Einsatz. Denn verglichen mit einem statischen Tafelbild kann ein animiertes Video dynamische Sachverhalte und Vorgänge wesentlich besser zeigen!

Beispiel: beim Thema Coase Theorem kann man eine Verhandlungssituation mit zwei Personen an einem Tisch visualisieren: Die Kleidung differenziert zwischen den beiden Parteien, ein Aktionspfeil zeigt die momentan agierende Partei und Gedankenblasen zeigen die Logik hinter den Vertragsvorschlägen.

Beim Übungsvideo werden zu Beginn mehrere Aufgaben gezeigt, mit der gleichzeitigen Aufforderung das Video zu pausieren. Die Aufgaben sind dann vom Studierenden selbstständig zu lösen. Bei Problemen mit den Aufgaben oder zur Kontrolle der Lösungen kann das Video fortgesetzt werden. Was dann folgt ist eine ausführliche Musterlösung. Gegebenenfalls kommen dabei auch wieder animierte Grafiken zum Einsatz.

Nach gutem Feedback seitens der Studierenden wurde der Kanal ausgebaut und enthält nun neben Videos zur Umwelt- und Ressourcenökonomik auch Videos zur Energieökonomik sowie zu Ökonomik der Bankenregulierung. Aktuell arbeiten wir an einer neuen Reihe „Marktmodelle Anschaulich!“ die grundlegende und wiederkehrende Inhalte von VWL Veranstaltungen unabhängig von einem bestimmten Modul thematisiert. Die Videos sollen dadurch in mehreren Veranstaltungen einsetzbar sein und auch ganz allgemein Interesse an volkswirtschaftlichen Fragestellungen wecken.

Durch die Plattform YouTube sind die Videos jedem frei und kostenlos zugänglich. Die Abonnentenzahl des Kanals ist zwar momentan mit 42 noch niedrig, aber 490 Stunden Spielzeit aus 5250 Aufrufe sind recht beachtlich. Auch wenn die Videos größtenteils von den Studierenden der jeweiligen Veranstaltungen geschaut werden, gibt es ca. 15-20% externe Zugriffe – vielleicht ist auch der ein oder andere dabei bei dem dies Interesse an volkswirtschaftlichen Fragestellungen und Studieninhalten weckt!

Hardwaretechnische Voraussetzungen für das Projekt sind ein gutes USB-Mikrofon und ein Laptop/PC mit leistungsfähiger Grafikkarte. Auf der Softwareseite gibt es eine ganze Reihe von Programmen, die man nutzen könnte. Wir haben auf die Adobe Creative Cloud zurückgegriffen, da sie alle Aufgaben abdeckt: Audition für die Audioaufzeichnung, Illustrator für die Grafiken, After Effects für die Animation und Media Encoder um eine YouTube fähige .H264 Datei zu erzeugen. Möchte man kostenbewusst arbeiten, könnte man die Videos sicher auch mit Open Source Software erstellen; vermutlich dann aber auf Kosten eines höheren Zeitaufwandes.
Dieser ist ohnehin schon sehr hoch: Die Erstellung eines animierten Videos kostet mindestens 5-mal so viel Zeit wie die Vorbereitung eines Frontalunterrichts mit den gleichen Inhalten. Bei der Auswahl der Inhalte muss man sich also auf das Wesentliche beschränken. Für langwierige Herleitungen, Beweise und Sonderfälle ist das Format weniger geeignet.

Abschließend sollte man sich immer bewusst sein, dass man bei Videos keine mündliche Rückfragen stellen kann. Deshalb sollte man ergänzend zum Kommentarbereich in Moodle und YouTube z.B. eine Big Blue Button Sprechstunde anbieten. 

Die Videos von T-OWL finden Sie über die Kanalseite
 

Externer Inhalt

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Ist „Prima Klima“ wirklich so prima fürs Klima? - Ökobilanzielle Bewertung von Mensaspeisen

Jonas Johannisson
Professur für Wirtschaftschemie am Institut für Theoretische Chemie
Kontakt: jonas.johannisson(at)uni-ulm.de

Ist „Prima Klima“ wirklich so prima fürs Klima? - Ökobilanzielle Bewertung von Mensaspeisen

In diesem Pilotprojekt wurden in einer Kooperation mit dem Studierendenwerk erstmals Originalrezepte und die Zubereitung von fast 30 Mensaspeisen softwaregestützt hinsichtlich ihrer potenziellen Umweltauswirkungen über eine Ökobilanzierung bewertet und so die Gerichte vergleichbar gemacht.
Das Projekt entstand als Teilleistung für die Masterveranstaltung „Ökobilanzierung und nachhaltige Produktbewertung“ die von nahezu 60 Studierenden der Wirtschaftschemie und der nachhaltigen Unternehmensführung besucht und während der Übung im PC-Pool bearbeitet wurde. Der Übungsleiter führte die Studierenden in die Software und Datenbanken ein, anschließend war er Ansprechpartner für konkrete Probleme und die Studierenden organisierten sich zum Großteil selbst, z. B. um bei gleichen Zutaten Datensätze wiederverwenden zu können.
Durch die erhaltenen Ergebnisse werden „umweltkritische“ Zutaten und Speisen, sogenannte Hotspots, identifiziert. Diese könnten anschließend durch ähnliche, aber umweltfreundlichere ersetzt werden, wodurch der Mensaküche neue Entwicklungspotentiale des Speiseplans aufgezeigt werden. Des Weiteren ermöglichen die Ergebnisse einen Vergleich zwischen den jeweiligen Gerichten, sodass die Studierenden in Zukunft genau über die potenziellen Umweltauswirkungen ihres Essens an der Essensausgabe informiert werden und dadurch bewusster entscheiden könnten. 

Projektbasierte Lehre online durchführen und begleiten

Dr. Melina Klepsch, Rebecca Schöninger & Prof. Dr. Tina Seufert
Abteilung für Lehr-Lernforschung
Kontakt: melina.klepsch(at)uni-ulm.de

Projektbasierte Lehre online durchführen und begleiten 

Im Rahmen des Projektes EffIS II – Effizient Interaktiv Studierenden – entwickeln wir den berufsbegleitenden Masterstudiengang Instruktionsdesign im Blended Learning Format. Wir nutzen Projekte vor allem, um für die Studierenden einen direkten Praxisbezug herzustellen, sodass erlernte Inhalte direkt im beruflichen Alltag integriert und umgesetzt werden können.

Über den gesamten Studiengang hinweg werden Projektarbeiten in Einzel‐ als auch in Gruppenarbeit durchgeführt. Vorgestellt werden exemplarisch 2 Module die Projektarbeiten umsetzen.

Im Modul Grundlagen des Lehrens musste ein eigenes Lehrprojekt entwickelt werden: Die Studierenden machten sich anhand eines übergeordneten Instruktionsdesignsmodells Gedanken über Planung, Durchführung, Prüfung und Evaluation einer Lehreinheit. Das Lehrprojekt wurde zudem den anderen Studierenden zugänglich gemacht, um Peer‐Feedback zu ermöglichen. Von Seiten des Dozententeams erhielten die Studierenden immer wieder individuelles, konstruktives Feedback zu den einzelnen Projektschritten. Im Sinne des Constructive Alignments wurde das Projekt auch als Teilleistung in der mündlichen Prüfung berücksichtigt. Jeder Studierende hatte die Möglichkeit sein Projekt am Anfang der mündlichen Prüfung vorzustellen, weitere Prüfungsfragen orientierten sich dann teilweise am Projekt. 

Im Modul Empirisches Praktikum wurden auf Basis des Forschungszyklus Aufgaben entwickelt, welche in Kleingruppen bearbeitet wurden. Zu jeder Aufgabe wurde extra ein Beispiel in Form eines Worked Examples entwickelt, sodass die Studierenden Umfang und Aufwand der jeweiligen Aufgabe abschätzen konnten. Jede Kleingruppe entwickelte eine eigene Fragestellung, recherchierte Literatur, leitete eine Hypothese ab, plante eine kleine Studie, führte die Datenerhebung durch, wertete die Daten aus und schrieb einen Projektbericht. Dabei konnten sie jederzeit auf tutorielle Betreuung zurückgreifen.

In beiden Modulen wurde das Projekt in Form eines e‐Portfolios in der Portfoliosoftware Mahara dokumentiert und konnte so von den Studierenden für die Benotung präsentiert werden.
 

Didactic Design - Chemiedidaktik meets Design-Thinking

Prof. Dr. Hans-Dieter Körner1 & Andreas Belthle2
1 Pädagogische Hochschule Schwäbisch-Gmünd, 2 Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd
Kontakt: hans-dieter.koerner(at)ph-gmuend.de

Didactic Design - Chemiedidaktik meets Design-Thinking 

In einer Kooperationsveranstaltung der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, der Universität Ulm und der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd entwickeln Studierende des Lehramts Chemie aus Schwäbisch Gmünd und Ulm zusammen Ideen, wie die Auseinandersetzung mit chemischen Sachverhalten durch den Einsatz digitaler Elemente in Lehr-Lern-Prozessen befördert werden kann.

Die Veranstaltung ist an den Ansatz des Design Thinking angelehnt, einem Kreativprozess zur Ideenfindung und Produktentwicklung der sich am Nutzer orientiert und auf Design-Methoden beruht. Daher geht es in der Veranstaltung nicht darum, das klassische Setting des Schulunterrichts in den Blick zu nehmen und dafür neue Variationen zu entwickeln. Viel mehr sollen spezifische Probleme oder Interessen der Nutzer in unterschiedlichen Lehr-Lern-Szenarien identifiziert werden, um ein zu entwickelndes Produkt daran auszurichten. So wurde beispielsweise die mangelnde Selbstreflexionskompetenz der Lernenden als Problem identifiziert und ein medial unterstützter Lösungsvorschlag entwickelt. Ein anderes Projekt widmet sich der häufig als gering wahrgenommen Motivation der Lernenden, sich mit naturwissenschaftlichen Themenbereichen auseinanderzusetzen und generiert Ideen, wie formale und informale Lerngelegenheiten miteinander verbunden werden können.

Sowohl die Idee und der Aufbau der Lehrveranstaltung als auch die ersten Prototypen der avisierten ‚digitalen Bildungsprodukte‘ werden vorgestellt. 
 

Forschendes Lernen im Projektpraktikum

Prof. Dr. Othmar Marti
Institut für Experimentelle Physik
Kontakt: othmar.marti(at)uni-ulm.de

Forschendes Lernen im Projektpraktikum

Was Sie schon immer wissen wollten! 

Das ist der Grundgedanke des Projektpraktikums (5. Semester Bachelor Physik, auch Lehramt Physik und Master Wirtschaftsphysik). Studierende können sich ein experimentelles Thema selber aussuchen. Im Laufe der Bearbeitung ihres Themas lernen sie im Sinne Forschenden Lernens das Projekt zu planen, passende Literatur suchen, einen Aufbau zu entwerfen, zu messen, die Resultate interpretieren und sie den Mitstudierenden zu präsentieren. Die Studierenden erkennen so individuell ihre Kompetenzen und auch die Lücken und können die letzteren selbstgesteuert verkleinern. 

Die Studierenden werden dabei über den ganzen Prozess begleitet. Wir helfen bei Fragen wie: Wo finde ich was an der Universität, wie bekomme ich die notwendigen Bestandteile, wie rede ich mit der Werkstatt. 

Regelmäßige Abgaben über Moodle mit Rückmeldungen strukturieren das Semester. Ohne die E-Learning-Komponente wäre das praktische Modul nicht so effizient durchführbar.

Dieser Beitrag zeigt an Beispielen (kommentierte Präsentation, aber auch Videos) die Bandbreite möglicher Projekte, von einfachen mechanischen Versuchen zu optischen elektrischen oder Wärmeversuchen, aber auch zur Bearbeitung der Frage, wie komme ich effizient zum Mars.

Warum bei Online-Lehre der Lehrende dennoch präsent sein sollte

Dr. Alexander Raschke
Institut für Softwaretechnik und Programmiersprachen
Kontakt: alexander.raschke(at)uni-ulm.de

Warum bei Online-Lehre der Lehrende dennoch präsent sein sollte 

Vorlesungsaufzeichnungen, Blended-Learning, Online-Vorlesung und ähnliche Begriffe sind nicht erst zu Zeiten von Corona in aller Munde. Auch bei den letzten „Tagen der Lehre“ wurden verschiedene innovative (meist digitale) Lehrkonzepte vorgestellt. Oft stehen dabei technisch aufwändige Lösungen wie virtuelle Onlinewelten, komplexe Videoproduktionen oder gesondert erstellte multimediale Inhalte im Vordergrund. 
In diesem Beitrag möchten wir kurz berichten, mit welch relativ einfachen Mitteln wir das Online-Semester gestaltet und uns entsprechend gefreut haben, dass die Bachelorvorlesung „Paradigmen der Programmierung“, die für alle Studierenden der Informatikstudiengänge eine (nicht unbedingt beliebte) Pflichtveranstaltung ist, den ZLE-Sonderpreis für engagierte Lehre im Online-Sommersemester 2020 mit den meisten Nominierungen gewonnen hat. 
Nach Betrachtung der über 50 Rückmeldungen kommen wir zu dem Schluss, dass Studierende eher einfach umzusetzende Punkte honorieren. Interessanterweise haben diese nämlich weniger mit innovativer Technik, sondern mehr mit organisatorischen Aspekten und dem Geben von Feedback zu tun und können nach unserer Auffassung auch die klassische Präsenzlehre verbessern. 
Pünktliche und gut strukturierte Bereitstellung der Materialien waren zwei wichtige Punkte, ebenso das Zerlegen der Inhalte in kleinere Abschnitte. Die ca. 30-minütigen Videos wurden mit kleinen kurzen, freiwilligen Aufgaben im Moodle abgewechselt. Wo dies möglich war, wurde den Studierenden direkt online oder spätestens die Woche darauf am Anfang der nächsten Vorlesung Feedback zu den eingereichten Lösungen gegeben. Gerade diese schnelle Rückmeldung, ob sie den gerade konsumierten Stoff (zumindest teilweise) verstanden hatten, war den Studierenden sehr wichtig. Außerdem wurde bestätigt, dass die Einblendung des Vortragenden auf den gezeigten Folien die Aufmerksamkeit beim Anschauen der Videos enorm erhöht. In einer wöchentlichen Fragestunde konnten Fragen ohne Zeitdruck geklärt werden. 
Neben der Darstellung, wie die oben genannten Punkte einfach technisch umgesetzt wurden, ziehen wir auch ein Resümee über den zeitlichen (Mehr-)Aufwand, den diese Art der Lehre bedingt, der aber in Relation zur möglichen Wiederverwendbarkeit gesehen werden muss.

Konstruktivistischer Einsatz von E-Learning in der biomedizinischen praktischen Ausbildung von Studenten zum Aufbau zukünftiger Kompetenzen

Dr. Tamás Röszer
Institute of Neurobiology
Kontakt: tamas.roeszer(at)uni-ulm.de

Konstruktivistischer Einsatz von E-Learning in der biomedizinischen praktischen Ausbildung von Studenten zum Aufbau zukünftiger Kompetenzen 

Die COVID-19-Einschränkungen an der Universität Ulm erzwangen eine Umstrukturierung experimenteller biomedizinischer Veranstaltungen und die Einführung innovativer Lehrmethoden. Nach unserer Erfahrung konzentrierte sich die Praktische Ausbildung von Studenten im wissenschaftlichen Arbeiten vor den COVID-19-Einschränkungen hauptsächlich auf den Erwerb einer vorgefertigten Aufgabenliste durch die Lehrenden. Das Spektrum der kognitiven Ausrichtung beschränkte sich auf die „Erfassung“ von Aufgaben mit minimaler „Reflexion“, „Analyse“, „Anwendung“ und „kritischer Interpretation“ der Ergebnisse. Über den Tellerrand hinaus zu denken, alternative Wege zur Problemlösung zu identifizieren und Fehler zu beheben, sind jedoch Schlüsselkompetenzen in der biomedizinischen Forschung und Innovation. Um diesen Bedarf zu bedienen, haben wir unsere Lehrmethode geändert, um konstruktivistisches E-Learning mit laborbasierter Arbeit zu kombinieren. In diesem Schema beginnen die Kandidaten ihre Projektarbeit mit der Analyse eines biologischen Problems, das vom Supervisor formuliert wird (z. B. steuert Hormon "A" die Synthese von Protein "B"). Die erste Aufgabe ist eine Literaturrecherche und -analyse, gefolgt von der Erstellung einer Mind Map, die die literaturbasierte Vorhersage darüber zusammenfasst, wie das Hormon „A“ die Synthese des Proteins „B“ steuern kann und welche Auswirkungen dieses Phänomen hat. Ein Online-Team-Meeting dient als Plattform für die Formulierung der Hypothese, gefolgt von konstruktivem Feedback. Der nächste Schritt besteht darin Experimente zu entwerfen, die die Hypothese beweisen und schließlich werden die am besten geeigneten Experimente im Labor durchgeführt. Dieses Schema katalysiert das Verständnis, die Kreativität und das wissenschaftliche Denken der Studenten, reduziert und verfeinert Tierversuche, ersetzt einige in-vivo-Tests durch in-silico-Modellierung und -Vorhersage (entspricht daher den 3R Prinzipien von Tierversuchen in der biomedizinischen Forschung). Das Schema ermöglicht auch die rotatorische oder sequentielle Nutzung der Laborinfrastruktur, die COVID-sichere Akquisition von Daten, wodurch die Anzahl der teilnehmenden Studenten erhöht wird, ohne dass die Studierenden sich begegnen. 

Visualisierung des Leitbilds Lehre im Fachbereich Chemie

Oliver Wiltschka, Lena Harwardt, Susanne Sihler, Christian Vogl & Mika Lindén
Institut für Anorganische Chemie II
Kontakt: oliver.wiltschka(a)uni-ulm.de

Visualisierung des Leitbilds Lehre im Fachbereich Chemie

Die Universität Ulm bildet seit fast fünf Jahrzehnten erfolgreich Fachkräfte und Wissenschaftler im Fachbereich Chemie aus. Die Lehre ist schon immer im Wandel; mit jedem neuen Verantwortlichen werden neue Ideen umgesetzt, Inhalte überarbeitet und neue didaktische Konzepte realisiert. Gerade dieser Prozess wird als selbstverständlich betrachtet und im Stillen umgesetzt, ohne die Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um die Erfolge und Veränderungen zu präsentieren. Dieser Aspekt hat jedoch in den letzten Jahren im Wettbewerb der Universitäten zunehmend an Bedeutung gewonnen. Bei der Weiterentwicklung der einzelnen Lehrprojekte kann festgestellt werden, dass nicht die Notwendigkeit besteht, die Lehre neu zu erfinden, sondern dass vielmehr die Notwendigkeit besteht, Werkzeuge zu entwickeln, mit denen der aktuelle Zustand erfasst sowie Ideen und Konzepte gebündelt werden.

Hier gilt vor allem: ohne Analyse der Gegenwart kann keine Zukunft erschaffen werden.

Eines der Werkzeuge, welches die Universität Ulm hierfür zur Verfügung stellt, ist das Leitbild Lehre. In diesem Projekt wird das Leitbild auf die Ausrichtung des Fachbereichs Chemie angewendet, um im ersten Schritt die bereits bestehenden zukunftsfähigen Konzepte, welche direkt übernommen oder ausgebaut werden sollen, zu identifizieren.

Damit es möglich ist, sich in einer großen heterogenen Gruppe wie dem Fachbereich und darüber hinaus in der knappen Zeit über dieses Thema auszutauschen, ist hier die Visualisierung des Studiums mit allen wichtigen Aspekten, die zu einer erfolgreichen Lehre führen, der zentrale Aspekt der Kommunikation. Im Mittelpunkt dieser Präsentation steht die Grafik zur Umsetzung des Leitbild Lehre. Hier werden die innerhalb des Studiums stattfinden Aktivitäten genauso dem Farbcode des Leitbildes zugeordnet, wie die im Hintergrund laufenden Maßnahmen zur Qualitätssicherung.

Am Ende führt die Analyse des Zustandes zur Entwicklung eines Fahrplans, der sich vom teilweise abstrakten Leitbild Lehre hin zu einem Entwicklungsprojekt der Lehre bewegt, bei dem die Zusammenarbeit innerhalb des eigenen Fachbereichs, aber auch gemeinsam mit den interessierten Institutionen und Gremien der Universität Ulm im Mittelpunkt steht.


II. Fachübergreifende Ideen und Konzepte

Flyer-Serie für Lehrende

Dr. Melina Klepsch, Dr. Daniel Schropp, Dr. Lisa Respondek, Rebecca Schöninger & Prof. Dr. Tina Seufert
Abt. Lehr-Lernforschung
Kontakt: melina.klepsch(at)uni-ulm.de

Flyer-Serie für Lehrende

Im Rahmen der Projekte ProMint&Med (BMBF; FKZ: 01PL16011) und EffIS (BMBF; FKZ: 16OH22032) haben wir eine Serie von Flyern entwickelt. Alle Flyer basieren auf Forschungsfragen und -ergebnissen der beiden Projekte. Inhaltlich orientieren sich alle an einem ähnlichen Aufbau: Sie beschreiben wie ein Einsatz in der eigenen Lehre gelingen kann, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu existieren und wer davon profitiert, außerdem finden sich Beispiele zum Einsatz auf den Flyern. Folgende Flyer wurden erstellt:
(1) Lernprozesse mit Prompts unterstützen: Prompts sind kurze Hinweise, die Studierende dabei unterstützten den Lerninhalt tiefer zu verarbeiten, indem sie eine aktivere Auseinandersetzung mit dem Lernstoff anregen. Dozierende können Prompts einfach und effektiv in Moodle als kurzen Begleitsatz zu Materialien integrieren und so ein tieferes Verständnis des Lernstoffs erreichen.
(2) Wichtige Lerninhalte durch Signals hervorheben: Durch Signals können Lernende erkennen welche Inhalte relevant sind und wie diese in Verbindung miteinander stehen. Durch Signaling können Dozierende den Lernprozess auch lenken und Struktur in ihre Materialien bringen. 
(3) Reflektiertes Lehren und Lernen – den Cognitive Apprenticeship-Ansatz wiederentdecken: Cognitive Apprenticeship beschreibt wir kognitive Prozesse durch Verbalisieren sichtbar gemacht werden können. Der Ansatz unterstützt u.a. den Transfer von Wissen auf neue Problemstellungen, da Lernende „von den Gedanken“ der Lehrenden lernen und selbst ihr Vorgehen artikulieren.
(4) Motivierte Studierende – Studienerfolg durch Kontrollüberzeugung fördern: Kontrollüberzeugen beschreiben die persönliche Einschätzung über eigene Einflussmöglichkeiten auf die eigenen Studienleistungen. Hohe Kontrollüberzeugungen liegen vor, wenn die Ursache als in der Person liegend (internal) beeinflussbar (kontrollierbar) und veränderbar (variabel) angesehen wird. Als Dozierender sollten sie Kontrollüberzeugungen fördern, da sie das Risiko zum Studienabbruch reduzieren.
(5) Lernprozesse sichtbar machen mit ePortfolios: ePortfolios können helfen Lernprozesse über einen längeren Zeitraum darzustellen, sie eigenen sich zur Reflexion und als Präsentationsmedium (z.B. Aufarbeitung von Praktika oder Projektarbeiten). In Verbindung mit Grading Rubrics sind sie als digitale Prüfungsmöglichkeit geeignet.

InnoTEACH - Zwischen Studium und Beruf - neue Lehrformate am Übergang

Dr. Melanie Otto1, Marina Wiest2, Marieke Rigter2 & Alexander Telle3
Projekt InnoTEACH
1 Zentrum für Lehrentwicklung, 2 Hochschule Biberach, 3 Technische Hochschule Ulm
Kontakt: melanie.otto(at)uni-ulm.de

InnoTEACH - Zwischen Studium und Beruf - neue Lehrformate am Übergang 

Das Projekt InnoTEACH stellt ein Kooperationsprojekt unter der Federführung der Hochschule Biberach mit der Technischen Hochschule Ulm, der Hochschule Neu-Ulm, sowie der Universtität Ulm dar. Im Fokus des Projekts stehen die (Weiter-)Entwicklung innovative Lehrtransferformate am Übergang zwischen Hochschule und Unternehmen für die Zielgruppe der Masterstudierenden verschiedener Studiengänge.
Übergänge oder Transitionen gut zu gestalten ist ein wichtiges Thema, das mit Sinn und langfristiger Planung im Projektkontext auf den Prüfstand gestellt werden soll. Dazu werden Lehrende aufgerufen sich mit Ihren gelungenen Konzepten zur Zusammenarbeit mit Unternehmen einzubringen und aber auch neue Ideen aus den Bedürfnissen ihrer aktuellen Lage zu formulieren. Für Studierende sollen die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit späteren Arbeitgebern vertieft werden und auf einer allgemeineren Ebene Wissen erzeugt werden, das ihnen im Berufsleben zu Gute kommt.
Generiert werden neue, vielfältige und je passgenaue Lehrtransferformate, die „über Köpfe“ aller Beteiligter kreativ ausgestaltet werden soll (z.B durch Innovationsnetzwerke, Zukunftskonferenzen usw.). Die Evaluation der Erfahrungen von Masterstudierenden ist begleitend geplant. 

Lehren aus der Online Lehre - Umfrageergebnisse zur medizinischen Online Lehre im Sommersemester 2020

Robert Schafnitzel1, Jasmin Körner1 & Dr. Achim Schneider2
Kompetenzzentrum eEducation in der Medizin, 2 AG Lehrforschung
Kontakt: robert.schafnitzel(at)uni-ulm.de

Lehren aus der Online Lehre - Umfrageergebnisse zur medizinischen Online Lehre im Sommersemester 2020

Im Juli und August diesen Jahres hat das Kompetenzzentrum eEducation Dozierende (n = 66) und Studierende (n = 317) der Medizinischen Fakultät gebeten, Ihre Meinung zur Online Lehre im Sommersemester 2020 zu teilen. In diesem Beitrag werden die Umfrageergebnisse präsentiert, die darüber Aufschluss geben, (a) wie die Online Lehre allgemein gestaltet und angenommen wurde, (b) welche Faktoren die Lehre behindert/verbessert haben und (c) wie die zukünftige Bedeutung der Online Lehre eingeschätzt wird. Die Ergebnisse wurden darüber hinaus inferenzstatisch mit Erhebungen aus dem Sommersemester 2019 verglichen, um die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zu verdeutlichen. 

Di(gital)e Lehre unter der Lupe – Unterstützungsmöglichkeiten der AG Lehrforschung der Medizinischen Fakultät

Dr. Achim Schneider, Dr. Wolfgang Öchsner & apl. Prof. Dr. Anja Böckers
AG Lehrforschung
Kontakt: achim.schneider(at)uni ulm.de

Di(gital)e Lehre unter der Lupe – Unterstützungsmöglichkeiten der AG Lehrforschung der Medizinischen Fakultät 

Gerade in Zeiten der Umstellung auf Online-Lehre im Kontext von COVID-19 stellt sich die Frage, ob die Online-Lehre gelungen ist. Um diese Frage zu beantworten und ggf. Informationen zur Optimierung der Online-Lehre zu erhalten, bietet sich eine Evaluation bzw. die Betrachtung aus der Lehrforschungsperspektive an.

Da optimale Lehrforschung auch optimale Unterstützung braucht und um Sie bei Ihren Lehrforschungsvorhaben zu unterstützen, haben wir die AG Lehrforschung der Medizinischen Fakultät ins Leben gerufen. Mit ausgewiesener medizindidaktischer, methodischer und organisatorischer Expertise steht die AG Lehrforschung Ihnen mit Rat und Tat kooperativ zur Seite.

Zielsetzung der AG Lehrforschung:

  • Qualitätssicherung in der Lehre durch wissenschaftliche Analyse der Lehre
  • Qualitative Verbesserung der Lehrforschung
  • Erhöhung der Publikationsleistung im Bereich Lehrforschung
  • Beratung, Begleitung und Kooperation im Bereich der Lehrforschung
  • Koordinierung der Lehrforschung
  • Nachwuchsförderung (Master, Promotionen, Habilitationen) im Bereich der Lehrforschung
  • Drittmittelakquise für Lehrforschungsprojekte

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen. 
 

Das HND-BW - digitale Hochschullehre gemeinsam weiter denken!

Dr. Tatjana Spaeth1 & Matthias Bandtel2
Hochschulnetzwerk Digitalisierung in der Lehre Baden-Württemberg
1 Zentrum für Lehrentwicklung, 2 Karlruher Institut für Technologie
Kontakt: tatjana.spaeth(at)uni-ulm.de

Das HND-BW - digitale Hochschullehre gemeinsam weiter denken!

Das Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg (HND-BW) ist ein Verbund der Landesuniversitäten zur Förderung und Weiterentwicklung der Digitalisierungsvorhaben in der Lehre. Hochschulübergreifend soll die Zusammenarbeit und die kooperative Weiterentwicklung digitalen Lehrens & Lernens intensiviert werden. Drei Hauptziele prägen die Zusammenarbeit im Netzwerk:
(1) Voneinander lernen: Das HND-BW bietet eine Plattform für den Austausch von Expert:innenwissen und leistet einen wichtigen Beitrag dazu, Digitalisierungsaktivitäten in Lehre und Lernen an den Universitäten sichtbarer zu machen.
(2) Miteinander gestalten: Das HND-BW setzt sich dafür ein, sinnvolle Synergien bei kooperativen Digitalisierungsaktivitäten zu fördern.
(3) Gemeinsam wirken: Das HND-BW kooperiert auch über Baden-Württemberg hinaus mit Landesverbünden, Organisationen, Länder- und Bundesinitiativen und bündelt themenbezogen die Interessen der Netzwerkhochschulen im Dialog mit Politik und Verwaltung. 
Möchten auch Sie mitreden bei der universitätsübergreifenden Weiterentwicklung der Digitalisierung in der Lehre? In den Themengruppen "E-Prüfungen" und "Rechtsfragen digitaler Lehre" sind Mitwirkende herzlich willkommen! 
 

Die OER-Agentur der Universität Ulm stellt sich vor

Dr. Tatjana Spaeth & Sonja Grübmeyer
Zentrum für Lehrentwicklung
Kontakt: oer-agentur(at)uni-ulm.de

Die OER-Agentur der Universität Ulm stellt sich vor 

Sie möchten rechtssicher aktuelle Lehrmaterialien einsetzen, die Sie auch nach Ihren Wünschen und Bedarfen anpassen dürfen? Sie möchten selbst mit Ihrer Lehre über die Universität Ulm hinaus sichtbar werden und Ihre Lehrmaterialien in Veröffentlichungen mit DOI verwandeln, die sich über Bibliothekskataloge finden lassen? Unser Team der OER-Agentur unterstützt Sie kostenlos bei der Veröffentlichung und rechtssicheren Überarbeitung Ihrer Ideen als OER!
Open Educational Resources sind nach einer Definition der UNESCO jegliche Arten von Lehrmaterialien, die unter einer offenen oder freien Lizenz veröffentlicht wurden und die somit kostenlos zugänglich sind, genutzt, angepasst und weiterverbreitet werden dürfen. Mit unserem Team bereiten Sie Ihre vorhandenen Skripte, Grafiken, Tests, Lehrvideos, Moodlekurse oder andere Materialien technisch und didaktisch sinnvoll, rechtssicher und grafisch ansprechend auf. Wir unterstützen Sie auch dabei, Lehrmaterialien passgenau zu Ihren Idee neu zu erstellen und bei der Recherche nach passenden OER für Ihre Lehre. Werden auch Sie Teil einer wachsenden Community für offene Lehrmaterialien!

Gründer*innen Lunch

Dr. Birgit Stelzer, Anne Eschenweck, Jana Reismann & Robin Renoth
Ausgründungsmentoring InnoSÜD
Kontakt: birgit.stelzer(at)uni-ulm.de

Gründer*innen Lunch

Sie suchen sinnvolle Abwechslung in der Mittagspause? Sie haben Lust auf einen spannenden Austausch zu allen Aspekten rund ums Gründen? Dann sind Sie beim Gründer*innen Lunch genau richtig. 
Alle Studierenden, Doktorand*innen, Professor*innen und Gründungsinteressierte sind herzlich eingeladen, sich von 12:15 bis 13:45 Uhr bei leckeren Snacks und entspannter Atmosphäre in einem moderierten Gruppengespräch über Start-up-Themen auszutauschen. Das ursprünglich als Präsenzveranstaltung konzipierte Format hat sich über ein rein digitales zu einem hybriden Event weiterentwickelt. Dabei kann sich eine kleine Gruppe unter Einhaltung entsprechender Hygienemaßnahmen vor Ort an der Uni treffen und alle übrigen Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit, sich per Videocall hinzuzuschalten. 
Hierzu hält zunächst ein Experte aus dem Gründungsumfeld einen Impulsvortrag. Dieser gibt anwendungsorientierte Einblicke aus der Praxis und beantwortet allerlei aufkommende Fragen. Vergangene Schwerpunkte waren unter anderem: Ethisches Wirtschaften, Leadership in Krisenzeiten, Teambuilding, Funding und ein guter Umgang mit dem Thema Scheitern. Nach dem Expertenbeitrag haben die Teilnehmer*innen die Gelegenheit, in offener Runde eigene Erfahrungen zu reflektieren, sich auszutauschen und ihr Netzwerk zu erweitern.
Ziel ist es hierbei, ein grundlegendes Verständnis des Themas Gründen zu vermitteln und dem interdisziplinären Austausch Gleichgesinnter Raum zu geben. Dazu werden weiterführende Informationen und relevante Veranstaltungsankündigungen via E-Mail-Verteiler (Young Entrepreneurs) zur Verfügung gestellt. Außerdem bieten wir eine Plattform, auf der sich die Community austauschen kann. 
Gut zu wissen! Das ist nur eins von vielen Transferformaten, welche das Ausgründungsmentoring der Universität Ulm organisiert. Ein ähnliches Format ist das in Kooperation mit der IHK-Ulm veranstaltete Gründer-BBQ, das abends stattfindet und ebenfalls komplett digitalisiert wurde. Hier gibt es nach einem Impulsvortrag noch 3x3 Pitches junger oder etablierter Start-ups, bevor eine offene Gesprächsrunde beginnt. 
Auch wenn beide Formate vordergründig Gründungsinteressierte ansprechen, adressieren sie vor allem grundlegende Themen (und machen diese durch die Praxisbeiträge erlebbar), die in der akademischen Qualifizierungsphase, aber auch im späteren Berufsleben von großer Relevanz sind. 

Tabletbasierte Prüfungen in der Medizin

Anna Vander Beken & Laura Kaufmann
Team Prüfungsweiterentwicklung, Medizinische Fakultät
Kontakt: anna.vander-beken(at)uni-ulm.de

Tabletbasierte Prüfungen in der Medizin 

Tabletbasierte Prüfungen gehören in der Medizinischen Fakultät seit 2013 zum Prüfungsalltag. Die 180 fakultätseigenen iPads ermöglichen einen unkomplizierten Prüfungsablauf sowie den Einsatz völlig neuer, praxisorientierter Prüfungsformate. So können beispielsweise durch die Integration von Bild- und Videomaterial praxisbezogene Fragen gestellt und konkrete Befunde auf Bild- und Videoausschnitten identifiziert und bewertet werden.
Zudem werden die Prüfungsdaten während der laufenden Prüfung live übertragen und können somit sofort überprüft sowie zeitnah ausgewertet werden. 
 

Lehre gemeinsam gestalten im Steuerkreis Lehrentwicklung

Dr. Andrea Wirmer
Steuerkreis Lehrentwicklung
Kontakt: andrea.wirmer(at)uni-ulm.de

Lehre gemeinsam gestalten im Steuerkreis Lehrentwicklung 

Der Steuerkreis Lehrentwicklung setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der Studierendenschaft, der Hochschulleitung, der Lehrenden auf professoraler Ebene und im Mittelbau und der zentralen Einrichtungen wie dem International Office, der Zentralen Studienberatung, dem Kommunikations- und Informationszentrum, dem Zentrum für Lehrentwicklung und anderen. Alle Mitglieder fungieren gleichzeitig als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in ihre Einrichtungen hinein. Ihre erste Aufgabe bestand in der Formulierung des Leitbilds Lehre. Dieses wurde am 12. Juni 2019 vom Senat der Universität Ulm beschlossen.
Nach der Verabschiedung des Leitbilds Lehre entwickelten Mitglieder des
Steuerkreises Lehrentwicklung gemeinsam mit den Abteilung Marketing und der Pressestelle
Methoden zur Bekanntmachung des Leitbilds. Ziel: Universitätsangehörigen Gelegenheiten
zur Auseinandersetzung und Identifikation mit dem Leitbild geben. Flyer, Poster und
ein Banner verkündeten die Erstellung des Leitbilds Lehre pünktlich zum 50jährigen Bestehen des Lehrbetriebs. Für Wiedererkennung sorgte ein eigens entworfenes Emblem. Podiumsdiskussionen in der Stadt thematisierten die Schwerpunkte Forschungsorientierung und Gründungskultur. Präsidiumsmitglieder stellten bei öffentlichen Reden Bezug zum Leitbild Lehre her. Neu erstellte Webseiten zum Leitbild Lehre informieren über seine Entstehung und die Arbeit des Steuerkreises. Extern beraten wurde der Steuerkreis Lehrentwicklung dabei durch Dr. Tina Ladwig und Christiane Arndt von der TU Hamburg. Die Expertinnen für Hochschuldidaktik leiteten am 10. Oktober 2019 einen Workshop Tag, an dem Studiendekane und Steuerkreis Lehrentwicklung sich mit der Bedeutung des Leitbilds Lehre für die Zusammenarbeit an der Universität Ulm beschäftigten und Zukunftsvisionen entwickelten.
Derzeit arbeitet der Steuerkreis Lehrentwicklung gemeinsam mit der Stabstelle für Qualitätssicherung, Berichtswesen und Revision (QBR) an der Erstellung Maßnahmenkatalogs. Das Fortbestehen des Steuerkreises Lehrentwicklung wurde kürzlich durch den Senatsausschuss Lehre bestätigt. Die Maßnahmen zum Leitbild Lehre sollen für die Umsetzung der dort formulierten Ziele sorgen und sie mit den Zyklen der Qualitätssicherung verknüpfen.
Die Arbeit des Steuerkreises Lehrentwicklung ist abwechslungsreich. In vielfältigen Workshop-Formaten arbeiten wir sehr produktiv und kreativ, schließen Sie sich an! 

Schlüsselqualifikationen an der Universität Ulm

Dr. Roman Yaremko & Dr. Katja Springer
Humboldt-Studienzentrum für Philosopie und Geisteswissenschaften
Kontakt: roman.yaremko(at)uni-ulm.de

Schlüsselqualifikationen an der Universität Ulm 

Worin besteht Erfolg im Leben? Im beruflichen Werdegang oder der bestmöglichen persönlichen Entwicklung? Beide Bereiche bedingen sich gegenseitig und genau dies vermitteln wir in unserem Angebot der Additiven Schlüsselqualifikationen. 
Zum einen müssen die Studierenden mit den Anforderungen der Arbeitswelt vertraut gemacht werden, insbesondere in unserer dynamischen, komplexen und unsicheren Welt. Dies geschieht durch die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen, die z.B. digitale Kompetenzen vermitteln, wie die Auswertung und Gewichtung von größeren Datenmengen, die Analyse von Informationen und die Priorisierung von Nachrichten und Neuigkeiten. Gleichzeitig muss die Fähigkeit geschult werden in Alternativen zu denken, d.h. kollaborative Arbeistechniken, interdisziplinäre Methoden oder kreatives Denken in die Berufsausübung oder vielleicht auch der späteren Selbstständigkeit zu integrieren.
Sinnvoll und zielgerichtet werden die so erlernten Kompetenzen aber nur bei einer Vermittlung von akademischer Bildung, die ergänzend zu arbeitsmarktbezogenen Fähigkeiten den Menschen in seiner Gesamtheit berücksichtigt. In diesem Sinne beziehen sich Future Skills im Bereich der ASQ auf die Formung und Entwicklung der gesamten Person, die in Auseinandersetzung mit sich selbst und mit den sie umgebenden Menschen und der Umwelt sowohl zu Selbstbestimmung, Reflexion, kritischen Denken und Urteilsfähigkeit imstande ist, kurz sich zu einem mündigen Bürger entwickelt. 
Der Erwerb von Schlüsselqualifikationen ebnet den Weg zu einem individuellen Entwurf des eigenen Lebenskonzeptes und dessen Durchführung, was Anschlussstellen im gesellschaftlichen, politischen, ökonomischen, kulturellen oder sonstigen öffentlichen Funktionen eröffnet.