Summer School 2025 in Athen

11. International Summer School
- From Structural Biology to Drug Discovery

Die biomedizinische Forschung nutzt oft strukturbiologische Ansätze, um die molekularen Grundlagen von Gesundheit und Krankheit zu entschlüsseln. Durch den Einsatz moderner experimenteller und computergestützter Methoden können Struktur und Dynamik medizinisch relevanter Moleküle – insbesondere Proteine – präzise charakterisiert werden. Diese Erkenntnisse tragen entscheidend dazu bei, pathophysiologische Mechanismen zu verstehen und bilden die Basis für die Entwicklung innovativer diagnostischer und therapeutischer Strategien.

Die 11. International Summer School 2026 steht unter dem Leitthema „From Screen to Bedside“ und reflektiert damit den Wandel moderner biomedizinischer Forschung: Wissenschaftliche Entdeckungen beginnen heute häufig nicht mehr ausschließlich im Labor („bench“), sondern bereits am Computer („screen“) – durch Modellierung, Bioinformatik, künstliche Intelligenz und datengetriebene Ansätze. 

Ziel der Summer School ist es, Studierende verschiedener Ausbildungsstufen mit diesem interdisziplinären Forschungsfeld vertraut zu machen und ihnen einen umfassenden Einblick in die gesamte Entwicklungskette biomedizinischer Innovationen zu geben – von der Ideenfindung bis zur klinischen Anwendung.

Das Kursprogramm erstreckt sich über fünf Tage und gliedert sich in thematische Schwerpunkte:

  • Einführung in wissenschaftliche Kreativität und Projektentwicklung – Wie entstehen Forschungsfragen und wie werden sie strukturiert und kommuniziert? 
  • Proteinstruktur und -funktion – Grundlagen der Strukturbiologie sowie praktische Übungen zur Modellierung von Proteinstrukturen 
  • Bioinformatik und datengetriebene Forschung – Umgang mit großen Datensätzen und die Rolle computergestützter Methoden 
  • Klinische Forschung und Ethik – Aufbau klinischer Studien, ethische Fragestellungen und der Einsatz von KI in der Wissenschaft 
  • Transfer in die Praxis – Zusammenarbeit zwischen akademischer Forschung und Industrie sowie Perspektiven für die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse 

Neben Vorträgen und Workshops bietet die Summer School den Teilnehmenden die Möglichkeit, mit Forschenden aus Wissenschaft und Industrie in Kontakt zu treten, eigene Ideen zu entwickeln und diese zu diskutieren.

Nach erfolgreicher Teilnahme verfügen die Studierenden über ein grundlegendes Verständnis moderner strukturbiologischer und bioinformatischer Methoden, kennen zentrale Aspekte translationaler Forschung und haben Einblicke in die Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung, computergestützter Analyse und klinischer Anwendung gewonnen.

Die Summer School wird von erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern organisiert, darunter auch der Gründer der Veranstaltungsreihe, Prof. Uwe Knippschild, der gemeinsam mit seinem Team die Weiterentwicklung des Programms begleitet. 

Die Veranstaltung findet vom 24. bis 28. August 2026 in Ulm statt und richtet sich an Studierende mit Interesse an moderner biomedizinischer Forschung. Gute Englisch- und Deutschkenntnisse werden empfohlen, da die Lehrveranstaltungen in beiden Sprachen stattfinden können. 

Wichtiger Hinweis: Unterkunft und Verpflegung sind nicht in der Kursgebühr enthalten und müssen von den Teilnehmenden selbst organisiert werden.


Leitung: Prof. Dr. Mike-Andrew Westhoff, Stellvertretender Studiengangsleiter und Professor in der Klinik für Kinder-​ und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Ulm

Das Modulhandbuch finden Sie hier.

Die Summer School kombiniert Vorträge, interaktive Workshops und eigenständige studentische Beiträge, um ein ganzheitliches Verständnis moderner biomedizinischer Forschung zu fördern.

Ein zentraler Bestandteil sind Vorträge erfahrener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Bereichen der biomedizinischen Forschung, die Einblicke in aktuelle Entwicklungen an der Schnittstelle von Grundlagenforschung, Bioinformatik und klinischer Anwendung geben.

Darüber hinaus umfasst die Summer School für die Studierenden:

  • Interaktive Workshops, u. a. zur Modellierung von Proteinstrukturen sowie zum Umgang mit großen Datensätzen und bioinformatischen Methoden 
  • Praxisorientierte Übungen zu computergestützten Ansätzen (z. B. Strukturmodellierung und datengetriebene Analyse) 
  • Diskussionen zu ethischen Fragestellungen und zur Planung klinischer Studien 
  • Einblicke in den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der biomedizinischen Forschung 
  • Kurzvorträge und Präsentationen, in denen Studierende eigene Themen vorstellen und wissenschaftlich diskutieren 

Ein weiterer Bestandteil ist der Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Industrie, bei dem Unterschiede, Schnittstellen und Kooperationsmöglichkeiten thematisiert werden.

Ergänzt wird das akademische Programm durch informelle Networking-Möglichkeiten, die den interdisziplinären Austausch und die persönliche Vernetzung der Teilnehmenden fördern.

Fachkompetenz

Studierende, die dieses Modul erfolgreich absolviert haben,

  • besitzen vertiefte Kenntnisse über datengetriebene und computergestützte Methoden der modernen biomedizinischen Forschung
  • verstehen die Bedeutung großer Datensätze für die Analyse biologischer Prozesse und die Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze
  • kennen grundlegende Konzepte der Bioinformatik, Künstlichen Intelligenz und translationalen Forschung
  • verstehen den Prozess „from screen to drug“ – von digitalen Modellen bis zur Arzneimittelentwicklung

Methodenkompetenz

Studierende

  • erhalten Einblicke in den Umgang mit großen biologischen Datensätzen und modernen Analyseverfahren
  • beherrschen grundlegende in silico Methoden zur Modellierung biologischer Systeme sowie von Protein-Ligand-Interaktionen
  • kennen bioinformatische Werkzeuge zur Datenanalyse und Strukturmodellierung
  • erwerben praktische Erfahrungen im Einsatz computergestützter Methoden und KI-basierter Ansätze in der biomedizinischen Forschung

Fundierte Kenntnisse in den Bereichen Biochemie, Molekularbiologie und Signaltransduktion

Empfohlen wird:

  • Ein Desktop-Rechner oder ein Notebook mit einer aktuellen, d.h. vom jeweiligen Hersteller unterstützten Version von Microsoft Windows, Apple macOS oder Linux
  • Ein Headset
  • Die aktuelle Version von Mozilla Firefox, Google Chrome, Apple Safari oder Microsoft Edge
  • Internet-Zugang (z.B. über xDSL, Cable, LTE, 5G) mit mindestens 3 Mbit/s in Downstream- und 384 kbit/s in Upstream-Richtung ("DSL 3000").

Bitte zögern Sie nicht, uns bei Fragen zu den technischen Anforderungen zu kontaktieren.

Bei erfolgreichem Abschluss des Moduls erhalten Sie ein Zertifikat sowie ein Supplement, das die Inhalte des Moduls als Übersicht auflistet. Im Supplement bestätigt Ihnen der Modulverantwortliche das Äquivalent von 3 Leistungspunkten nach ECTS.

Termine und Anmeldung

Termin: 24. - 28.8.2026
Ort: Universität Ulm

 

Anmeldung und Programm

Anmeldefrist: 15. Juli 2026

Leitungsteam

Prof. Dr. Mike-Andrew Westhoff
(Universitätsklinikum Ulm)
Prof. Dr. Uwe Knippschild
(Universitätsklinik Ulm)
Prof. Dr. Chrystelle Mavoungou-Pfäffle
(Hochschule Biberach)

 

Dozenten

Prof. Dr. Mike-Andrew Westhoff
Prof. Dr. Uwe Knippschild
Prof. Dr. Chrystelle Mavoungou-Pfäffle
und weitere.

    

Gefördert vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg