Christus Medicus

Montag, 14.12.2015, 18:30 Uhr,
Hörsaal 13 (H13) der Uni Ost

Vortrag von Michael Ogrzewalla,
Evang. Hochschulpfarramt, Ulm

Im neuen Testament sind zahlreiche (Wunder)heilungsgeschichten überliefert. Wer sich auf diese literarisch oft sehr fein gearbeiteten Geschichten einlässt, erfährt viel über die Anamnesetechnik von Jesus. Und es zeigt sich, dass mit diesen Geschichten sehr viel mehr als ein „Wunder“ erzählt wird.

„Dein Vertrauen hat dir geholfen“ – das ist zum Beispiel heute noch ein in der Medizin nicht zu unterschätzender Heilungsfaktor. Es ist jedoch zu fragen, warum Jesus als „Heiler/Medicus“ im Laufe der Theologie und Kunstgeschichte eine doch vergleichsweise geringe Rolle spielt.

Als anderer großer Wunderheiler der Antike soll Asklepius (Äskulap) und sein Kult insbesondere in Epidaurus vorgestellt werden. Der Gott erschien im Schlaf, Rezepte und Therapieanweisungen gab es im Traum. Die Heilungskonzepte beider waren schließlich Gegenstand für polemische Auseinandersetzungen in der spätantiken Apologetik.

Und schließlich möchte ich einen Blick werfen auf unerfüllte Heilungswünsche, die insbesondere beim Apostel Paulus im Neuen Testament thematisiert werden: „Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“, das ist die „Antwort“, die Paulus erhält. Doch gehört der Satz zur ‚Weltliteratur der Resilienz‘.

Der Vortrag wird von vielen sehr anschaulichen Bildern und Skulpturen aus der Antike und dem Mittelalter illustriert.

 

 

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