Designgeschichte made in Ulm: Die Hochschule für Gestaltung 1953–1968, Führung im HfG-Archiv

Sonntag, 02.12.2018, 15.00 Uhr

HfG-Archiv Ulm/Ulmer Museum
Sonderpreis im studium generale: 1,- € Eintritt
Anmeldung unter c.stoenner(at)ulm.de oder Tel. 0731 161-4307

Bereits vor der Gründung der Universität Ulm im Jahr 1967 existierte auf dem Ulmer Kuhberg eine Hochschule, die weltweit Aufmerksamkeit erregte: die Hochschule für Gestaltung Ulm oder kurz HfG Ulm. In der Zeit ihres Bestehens zwischen 1953 und 1968 hat diese einzigartige Einrichtung Designgeschichte geschrieben.

Zwei der Gründer stammten aus Ulm: Inge Aicher-Scholl und Otl Aicher. Als Dritter engagierte sich der Schweizer Architekt und ehemalige Bauhaus-Student Max Bill für dieses Projekt. Von ihm stammt der Entwurf des heute denkmalgeschützten Hochschulgebäudes, einer der ersten Sichtbetonbauten der Bundesrepublik.

Seit 2013 ist darin eine ständige Ausstellung mit dem Titel «Hochschule für Gestaltung Ulm: Von der Stunde Null bis 1968« eingerichtet. Sie erzählt die Geschichte dieser herausragenden Ausbildungsstätte und ihrer wichtigsten Akteure.

An der HfG Ulm entstanden wegweisende Entwürfe wie der „Ulmer Hocker” und die Radio-Phono-Kombination »SK 4” für die Firma Braun, die als „Schneewittchen- Sarg«legendär wurde oder das Stapelgeschirr »TC 100«, das auch im Museum of Modern Art in New York zu finden ist.

Auf rund 275 Quadratmetern und mit mehr als 200 Exponaten, ergänzt um zahlreiche Fotografien aus den Beständen des HfG-Archivs, kann das Thema so nur in Ulm erfahren werden.

Die Führung konzentriert sich auf die Anfänge dieses ehrgeizigen Projekts, sie stellt die wichtigsten an der HfG entstandenen Entwürfe vor und geht auf die Hintergründe ein, die zur Schließung 1968 geführt haben.

Die HfG Ulm entwickelte erstmals das Berufsbild des Industriedesigners, das bis heute in der Designausbildung weltweit nachwirkt. In den Abteilungen Produktgestaltung, Visuelle Kommunikation, Information, Bauen und Film (ab 1961) konnten die Studierenden mit Diplom abschließen.

Bis heute setzt das „ulmer modell” Maßstäbe. Es handelt sich um ein auf Wissenschaft und Technik basierendes Konzept von Design. Die Entwürfe sollten systematisch nach den neuesten wissenschaftlichen Methoden entwickelt werden.

Zugleich hielt die Hochschule, entstanden aus einer antifaschistischen Geisteshaltung, an der Überzeugung fest, die Demokratie in Deutschland durch Bildung und Ausbildung fest im Bewusstsein der jungen Generation verankern zu können.

HfG-Archiv
Am Hochsträß 8
89081 Ulm
Tel. 0731 614370
www.hfg-archiv.ulm.de
hfg-archiv(at)ulm.de

Anfahrt mit dem PKW, Parkplätze direkt am Haus
Anfahrt Bus: Linie 4 bis Haltestelle »Oberer Kuhberg«, von dort ca. 8 min. Fußweg
Oder mit Linie 13 (nur Mo–Sa) von »Universität Süd« bis »Kuhberg Schulzentrum«, von dort ca. 10 min. Fußweg

Kontakt

Geschäftsführer des ZAWiW

Dr. Markus Marquard 


Sekretariat
Roswitha Burgmayer
Koordination studium generale
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O 25 / Raum 324
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89081 Ulm
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Weitere Informationen zum HfG-Archiv:

Öffnungszeiten:
Ständige Ausstellung:
Di - So, Feiertag 11.00 - 17.00 Uhr,
Do 11.00 - 20.00 Uhr
24.12., 25.12.2016 geschlossen
3.10., 1.11., 26.12.2016, 1.1.2016 geöffnet

Öffentliche Führungen:
Jeden 1. Sonntag im Monat, 15.00 Uhr
jeden 3. Donnerstag im Monat, 18.30 Uhr,
Teilnahme 2,- € zzgl. Eintritt