Unsere Forschungsschwerpunkte im Überblick

Copyright © 2014 • Heiko Grandel • Universitätsklinikum Ulm

Die Arbeitsgruppe erforscht die biomolekularen Folgen von traumatischem und chronischem Stress und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit, u.a. ihre ätiologische Rolle in der Entstehung von Depression. Mit innovativen Methoden untersuchen wir dabei Veränderungen im Immunsystem, dem endokrinen System, molekularen Zellprozessen und mitochondrialer Bioenergetik infolge von Stress und Trauma sowie Veränderungen auf diesen Ebenen durch Psychotherapie. Ein wesentlicher Fokus unserer Forschung sind hierbei vorzeitige Alterungsprozesse durch (traumatischen) Stress sowie deren Reversibilität. Weitere Informationen finden Sie hier.

Ein weiteres wichtiges Forschungsgebiet der AG ist die Frage nach Risiko- und Resilienzfaktoren in der transgenerationalen Weitergabe von Missbrauch und Misshandlung in der Kindheit. Hier führten wir das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbundforschungsprojekt „Meine Kindheit - Deine Kindheit“ durch.
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Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit Gen-Umwelt-Interaktionen in der Ätiologie, Symptomatologie und Therapie der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS).
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Die wiederholte Konfrontation mit extremen traumatischen Ereignissen führt Menschen unweigerlich an die Grenzen ihrer psychischen Widerstandsfähigkeit. Die Untersuchung der biologischen und psychologischen Prozesse sowie Risiko- und Schutzfaktoren der Entstehung von Traumafolgestörungen wie Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) oder Depression nach Konfrontation mit extremen Traumadosen ist essentiell, um Betroffenen passende Präventions- und Behandlungsmaßnahmen anbieten zu können. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der AG Allgemeine geistige Gesundheit bei extremer Traumaexposition.

Bei Überlebenden des Bürgerkrieges in Uganda untersuchten wir daher systematisch psychologische, soziale und (epi-)genetische Einflussfaktoren für die Entwicklung und den Behandlungserfolg von PTBS. Gleichwohl erforschten wir biologische Korrelate der Behandlung traumatischer Störungen mit der Narrativen Expositionstherapie (NET). Weitere Informationen finden Sie hier.

Für die langfristige Gesundheitsförderung von Beschäftigten traumaexponierter Berufe (wie Feuerwehr, Militär, Polizei und Rettungsdienst) erforschen wir psychologische und biologische Risiko- und Resilienzfaktoren gegenüber chronischem Stress und Trauma und entwickeln anwendungsorientierte Maßnahmen, z.B. in Kooperation mit dem Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes.
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Die AG untersucht die Zusammenhänge zwischen Lebensstilfaktoren wie kognitiven, körperlichen und entspannenden Aktivitäten, aber auch Stressoren und der neurokognitiven Gesundheit mittels neuropsychologischen Untersuchungen, Magnetresonanztomographie, Elektroenzephalogramm und Blutanalysen. Die Untersuchung der biologischen Mechanismen neurokognitiver Störungen, wie der leichten kognitiven Beeinträchtigung oder der Alzheimer Demenz, trägt zur Entwicklung einer verbesserten Frühdiagnostik der Erkrankungen bei sowie zu einem besseren Verständnis des Einflusses einer aktiven und gesunden Lebensweise für eine gesunde Entwicklung und Erhaltung des Gehirns auch im Alter. Weitere Informationen finden Sie hier.

Reaktionslose Wachheit bezeichnet einen Zustand, in dem Patienten zwar die Augen geöffnet haben, aber auf Aufforderung keine erkennbare Reaktion zeigen können. Den Bewusstheitszustand eines Patienten korrekt beurteilen zu können, stellt eine bedeutende Herausforderung der klinischen Diagnostik dar. Ziel unserer Forschung ist es, mithilfe bildgebender Methoden wie EEG auch Spuren von Bewusstsein auch bei Patienten nachweisbar zu machen, die laut der klinischen Bewertungen nur reaktionslose Wachheit zeigen und somit mittelfristig das Risiko von Fehldiagnosen zu senken.
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